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1. Für eine Hand voll Bockwurscht |
Wahrschauer Die Band aus Frankfurt/Oder hat sich die letzten Jahre - im wahrsten Sinne des Wortes - durchgebissen. Als Standardvorband in Berlin bei den WOHLSTANDSKINDERN konnten sie ihre Musik auch dem geneigten Punkernachwuchs vorspielen, welcher jahrelang sicher auch ihre Hauptzielgruppe war, denn DIE BOCKWURSCHTBUDE war lange Zeit klassischer, spaßiger Deutschpunk. Was immer irgendwie ok war, aber eben auch nicht besonders innovativ. Von ihrem neuen Album bin angenehm überrascht. Die ersten Songs sind kritisch, aufrüttelnd und beziehen klar Position. Über Menschen, die sich Punk nennen, aber außer Saufen und Schnorren nix anders kennen und andere Menschen anpöbeln, weil sie keine richtigen Punks sind. Oder über rechtsoffene Menschen in der eigenen linken Szene. All das sind wunde Punkte, die Einigen sicher bitter aufstoßen, aber eben auch absolut stimmen. Der beste Song des Albums ist der gegen die sog. Hamburger Schule. Die ersten 10 Songs kommen frisch, melodisch und sehr sympathisch daher. Song 11, “Wofür“ klingt dann allerdings zu sehr nach DRITTE WAHL und ist nicht eigenständig genug. Einen großen Sympathiepunkt bekommt die Band für die Coverversion von “Blackriding Underground“ von FLUCHTWEG. Von diesem Song mal abgesehen ist die zweite Hälfte der CD um einiges schwächer als die erste, sowohl textlich als auch musikalisch. In den Linernotes erzählt die Band die Entstehungsgeschichte der einzelnen Songs. Außerdem erklären sie, wie die Stücke gemeint sind, um gewissen Menschen das Futter zu nehmen, sie falsch zu verstehen. Schade nur, dass die Qualität der ersten 10 Songs nicht über das ganze Album gehalten werden konnte. Chaotenzentrale Im November 1995 in Frankfurt an der Oder gegründet, zählt die BOCKWURSCHTBUDE nach über 12 Jahren Band-geschichte und über 100 gespielten Konzerten längst zum festen Bestandteil der BerlinBrandenburger Punkrockszene. Nur eines fehlte der Band bisher, eine richtige CD/LP. Ein Traum jeder Band, der sich nun endlich in diesem Jahr verwirklichte. In Zeiten, wo jeder mit seinem Computer eine Platte produzieren kann und oft verfrühte Samenergüsse produziert, was nicht selten bei jungen Leuten, äähh Bands vorkommt, tut es den Jungs ganz gut, sich so lange Zeit gelassen zu haben. Auf alten Fregatten lernt man Segeln - sagt man - oder „Die Reife kommt eben mit dem Alter“. Ganz ohne sexuelle Erfahrungen ist die Band jedoch sicher nicht. So produzierte man in Eigenregie 6 Demos und war auch auf unzähligen Tape- und CDR-Sampler-Geschichten beteiligt. Verschiedene Stellungs- ähh Besetzungswechsel und Liveakte mit Bands wie Dritte Wahl, Cut my Skin, Troopers, Vageenas, Supernichts, Bash, Wohlstandskinder, Fuckin` Faces, Skeptiker, Terrorgruppe, Schrottgrenze…. beeinflussten die Band ebenfalls bis heute und das zeigen sie auf Ihrer Platte „Für eine handvoll Bockwurscht“ abwechslungs-reicher denn je. Über 5 Jahre nach ihrem letzten Streich „Kräuterrock“ (Die CD erschien in einem Pizzadigipack - lange bevor es DIE ÄRZTE auf ihrem 2007er Album kopierten, was übrigens nicht die einzige Idee sein sollte, die sie den verhältnismäßig jungen Musikern klauten), ist es aber nun endlich da, das Album - mit allen Texten, Linernotes und das sollte Euch alle SAT.1 und RTL-Nacht-Softpornos vergessen lassen. Also holt schon mal die Taschentücher raus…. Bezirk 7 Erster Gedanke beim hören: Verschollenes Material von „Normahl“! Und in der Tat ballern die Bockwutschtbud’ler sicherlich an jedem Veganerohr vorbei, dafür aber in der flotten Deutschpunkriege mit besten Empfehlungen nach vorne. Zu hören gibt es traditionell gehaltenen Punk, der Knüppelei zwar auslässt, den Pogomob aber dennoch mitreißen dürfte. Auch keine schlechte Sache. Textlich geht es um das Leben, Punkrock, Assis in der Punkszene und sozial-/ wie szenekritisch hat man mehr zu sagen, als ein paar blutleere Parolen. Ein bisschen Offbeat, Pogopunk und `ne grundsolide positive Grundstimmung machen einem diese CD wirklich sympathisch. Dazu kommt noch ein schön gestaltetes Booklet mit allen Texten und persönlichen Worten zu den einzelnen Liedern. Eine überzeugende Leistung und `ne sympathische Punkscheibe ohne falsche Ambition aus Deutschland. Jawoll, von so was wünschen wir uns gerne mehr! Anspieltipps „Müssen wir uns gegenseitig bekämpfen“ / „5 Minuten“ / „Madel 2“ / „Falsche Ziele“ / „Blackriding Underground“. In diesem Sinne Euer MC Bratwurst! 5/7 OX #77 "Welcome to Punk-o-matic, Bitch!" Fünf Jahre gingen ins Land, bis die bereits 12 Jahre alte Band aus Frankfurt/Oder ihr aktuelles Debütalbum "Für eine Hand voll Bockwurscht!" veröffentlichte. Mirko Mostrich, Rosi Rettich und Mieschka Mayonaise, alias DIE BOCKWURSCHTBUDE, gaben im Oktober 2007 mit der 7-Song-Mini-CD "Ein Ende am Licht des Tunnels", einen kleinen Vorgeschmack darauf, was euch auf der aktuellen Platte erwartet. Eingefleischte Anhänger der vier Imbissbuden-Punks wird die gesteigerte Klang- und Spielqualität erfreuen, obgleich diese auch lange genug auf sich warten ließ. Musikalisch ist die Platte recht abwechslungsreich und melodisch, ein bisschen DRITTE WAHL, dazu VAGEENAS und mit Ska-Sounds verfeinert. Textlich gaben die Jungs für mich auch einiges her - bis hin zur näheren Betrachtung des Booklets, mit Statements zu jedem Lied. So kommt auch der Degenerierteste nicht auf die Idee, kreative Interpretationsgedanken zu entwickeln. (6) Der gestreckte Mittelfinger Die Band mit dem wahrscheinlich beschissensten Bandnamen ist zurück. Jungs, sucht euch doch was besseres. Wenn ich irgendwo lese, das die Bockwurschtbude spielt, dann gehe ich da doch nicht hin. Ich erwarte den schlimmsten Deutschpunk, und das macht ihr doch nicht. Das klingt doch echht annehmbar. Ein bißchen wie die Wohlstandskinder mit mehr Punk im Arsch. Ihr habt es doch drauf. Eure CD ist echt gut. Das Beste, was seit langer Zeit bei Nix Gut rauskam. In den 90-gern wärt ihr prima bei Vitaminepillen untergekommen. Aber der Name. Welches Groupie will schon mit dem Gitarristen von der Bockwurschtbude schlafen? Sucht euch nen neuen Namen, dann klappt´s auch mit dem Erfolg. Wie wäre es mit den “Abgefuckten Zankäpfeln”, “Kunterbunter Darmverschluss” oder schlicht und einfach “Kot”? Das wären doch Namen, mit denen euch der Highway to Hell offen stünde sollte. Bedient euch ruhig. Ich will auch keine Tantieme. Hiya, seid der genialen Kräuterrock CD im legendären Pizzakarton sind Jahre vergangen. Jahre voller Abstürtze. Jahre sinnloser Sauferei. Anmerken tut man das dem Sound des Ostberliner Kindergarten-Konkubinats freilich nicht. Noch immer tröten und pupsen sie sich durch ihre fröhlichen Stimmungshits und verbreiten allenthalben gute Laune. Wundert mich noch immer, dass die nie auf Vitaminepillen rausgekommen sind. Ein Label wo sie zweifelsohne den Durchbruch im Bugwasser von WSK hätten schaffen können. Ob ihnen das bei Nix Gut gelingt oder sie im großen weiten Meer der musikalischen Verbrechen untergehen werden? Verdient hätten sie es allemal! Pankerknacker II Ich kucke nach oben! Hinter meine Topfpflanze. In jeder Ecke meines Wohnzimmers. Da ist nichts! Keine versteckte Kamera! Das wäre vermutlich selbst Frank Elstner peinlich. Und das hat was zu sagen! Ich halte ein Album von einer Band namens „Bockwurschtbude“ in der Hand. Gibt es einen beschisseneren Namen für eine Band?! Das es irgendwo eine Band mit diesem Namen geben soll habe ich schon gehört. So wie es den Yeti oder Reinhold Messner geben soll. Jetzt halte ich sie also in der Hand und fühle mich wie das erste mal in Bielefeld. Es ist also wirklich wahr! Es gibt sie! Zögerlich höre ich rein und meine schlimmsten Befürchtungen werden noch übertroffen! Schüttelreim Galore, Klischee ole! „Ich wär ein Proll und immer voll, das fänd sie nicht toll“ Der Soundtrack für´s Kinderzimmer. Genau die Art von Punkrock die ich zum Kotzen finde. An nichts wurde hier gespart. Selbst für die Wohlstandskinder/Brieftauben-Tröte war man sich nicht zu schade. Alles irgendwie sehr traurig. Solche Bands haben uns die 90er eingebrockt! Alf Garnett Ist zwar nicht so ganz meine Musik, aber fürs kräftige Austeilen bei „Hamburger Schule“ und „Der Schnorrerpark bei Leipzig“ kriegen Mieschka Mayonnaise und seine Mitstreiter wenigstens ein Paar lobende Worte von mir.. Roter Faden DIE BOCKWURSCHTBUDE Für Eine Handvoll Bockwurscht. Ich lass den Namen dem geneigten Leser kurz mal stehen, einfach noch mal durchlesen. Was erwartet uns da etwa? Ein weiterer Tipp, das Label zur Band heißt Nix Gut Records. Yes, it’s Deutschpunk! Einfache Melodielinien, jagen Mitgröhlsongs, welche sich mit Fist in the Air und kritischen Songs auf der Suche nach dem vierten Verbündeten dem leichten Country- / Skaeinfluss zusammenrotten und irgendwo ein Haus besetzen oder zumindest auf die Barrikaden wollen. Ganz so einfach ist’s natürlich nicht, sind die Texte nicht einfaches, ewig gehörtes Parolengedresche, sondern ehrlich persönlich und werden jeweils im Booklet „reflektiert“ bzw. erläutert. Ganz ohne Verallgemeinerung geht’s nicht, aber das erwartet ja keiner. Generell sind die Songs minimalistisch aber gekonnt auf CD gebannt worden wobei die Aufnahmequalität nicht die Beste ist. Passt aber alles gut zum Gesamtsound und macht das Ganze noch einen Tick authentischer. Nach zwölf Jahren Bandgeschichte ist’s sicher was ganz Besonderes, eine CD zu veröffentlichen. Hoffentlich dauert’s bei der nächsten nicht mehr so lange. Musikansich Die Bockwurschtbude, bei dem Namen der aus Frankfurt, Oder stammenden Band hab ich natürlich sofort an eine Funpunkband gedacht, die eine gesunde Ironie oder auch sonst irgendwelche lustigen Ansätze in Ihrem möglicherweise leicht melodischen Punk verbreitet. Allerdings scheint sich die 1995 gegründete und laut Info bereits sehr erfahrene Band doch etwas ernster zu nehmen. Das Erfahren stimmt wohl auch, denn auch wenn Fuer eine Handvoll Bockwurscht Ihr erstes offizielles Album ist (es gab bereits vorher einige CD-R´s und Samplerbeiträge) so haben die Jungs schon einige Konzerte hinter sich. Und so ist die Musik, ein knackiger Punkrock, auch perfekt eingespielt, allerdings fehlt es an interessanten Ideen und so an packenden, im Gehör bleibenden Songs. Die Texte beschäftigen sich mit Ihrer Einstellung zu etlichen Dingen des täglichen Lebens, der Politik und Gesellschaft, allerdings sind die Texte oftmals viel zu gewollt auf Reim getrimmt und auch nicht wirklich originell. Problematisch ist auch, das der Gesang sehr schwach produziert wurde, er ist kaum verständlich. Hier hilft dann sicherlich ein Blick n das recht ordentlich gestaltete Booklet, in dem sogar zu jedem Text eine kleine Erklärung beigefügt ist, allerdings ist halt, wie oben bemerkt, die Qualität der Texte nicht die beste. So bleibt ein Standard Punkalbum, das 1978 82 vielleicht für Aufsehen hätte sorgen können, heute aber eher blass bleibt. Chaoskanal Nach 12 jahren Bandgeschichte und etlichen Tape, CDR und Samplerbeiträgen, endlich die erste CD/LP der 3 Frankfurter (Oder). Auf dem Debütalbum: "Für eine Handvoll Bockwurscht" hört Ihr richtigen rotzigen Deutsch-Punk, geile Rythmen, melodisch, viel Dampf in den Songs mit sehr gut durchdachten Texten, hier werden keine hohle Parolen gespielt. Moloko Plus Viel hab ich schon gehört von den Frankfurt Oderern, noch nie deren Musike, aber wohl den ungewöhnlich geilen Bandnamen, der alles verrät, was man, wie ich nach Anhören der neuesten CD mitbekam, erwarten kann und sollte. Deutschpunk mit einer Riesenportion Spass. 18 Songs, die teils ruppig, teils ruhig daherkommen, ein bissel Ska, ein bissel Schunkel und dann wieder Deutschpunkgewitter. Sehr abwechslungsreich,das Ganze... Wer nicht auf perfekte Musik steht und musikalische Hopplerein sowie unsauberen Gesang mag, Deutschpunk liebt und nicht nach der Neuentdeckung des Jahres hechtet, der kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Kink Records Keine Ahnung ob ich die Band bisher tatsächlich noch nicht wahrgenommen habe, oder ob ich den Bandnamen so schrecklich fand und deshalb schon wieder verdrängt habe. Die Bockwurschtbude existiert jedenfalls seit 1995 und hat in Eigenregie schon sechs Demos (Tapes und CDRs) rausgebracht und legt jetzt - nach über 10 Jahren Bandgeschichte - ihren ersten "richtigen" Longplayer vor. Der Bandname in Kombination mit dem Label lassen mich schlimmes befürchten, aber so richtig schlimm wird’s dann doch nicht. Die drei Jungs spielen recht melodischen, deutschsprachigen Punk-Rock, der sich irgendwo zwischen klassischem Deutsch-Punk und Pop-Punk im Stil der Wohlstandskinder bewegt. Die Songs gefallen mir sogar teilweise recht gut, nervig sind dagegen die Ska-Experimente und die langsameren Songs. Sogar textlich ist die Band gar nicht so schlimm, wie ich durch den Bandnamen vermutet habe. Die Texte sind meist unpeinlich und auch nicht mit den typischen Parolen vollgepackt. Scheint wohl wirklich eine der besseren Nix Gut Bands zu sein, allerdings würde ich zu einem anderen Namen raten ;-) Aufmachung der CD sieht auch recht gut aus. Kommt im schicken Digi-Pack inkl. Booklet. In diesem befindet sich die kompletten Songtexte, sowie je ein kurzes Statement zu den verschiedenen Songs. Punkrock Hat schon Überwindung gekostet, meinen geschundenen Laser mit diesem Machwerk zu vergewaltigen. Der tollste Bandname seit SCHOINENTHOR bewog mich letzten Endes doch noch dazu. Aber, surprise, so schlimm wie befürchtet, war der Tonterror dann doch nicht. Immerhin, die 4 Jungs aus Frankfurt (an der Oder, nicht am Main, wär jetzt ja noch schöner…) beherrschen ihre Gerätschaften fast schon ZU gut für das Genre (um welches es sich handelt, muss ich ja hoffentlich nicht erwähnen). Ihre 15 Lenze Schraddelerfahrung ist ihnen durchaus anzuhören. Anders siehts bei den Texten aus. Alleine schon Songtitel wie „Müssen wir uns gegenseitig bekämpfen?“ oder „Der Schnorrerpark bei Leipzig“ lassen einen bereits erschaudern. Hier werden sogar noch die gruseligsten Schüttelreime von Chris Scholz (auf einem bestimmten Messageboard) übertroffen. Kostprobe gefällig? Bitteschön: „Ich onanier mit Bild von ihr/von abends acht bis früh um vier/…und darauf hat sie mir ganz ausdrücklich erklärt/dass sie mich hasst und einen anderen verehrt/ich wär ein Proll und immer voll/und das fand sie nicht so toll“. Na bei solch eleganter Dichtkunst kann ja eigentlich nix mehr schief gehen. Impact Mailorder Nach 5 Jahren wieder was neues von der Bockwurschtbude. Die 3 Frankfurter Skins und Punks haben ihre 5 jährige Pause auf jeden Fall genutzt und jede Menge Hits im Ärmel... Trust Das Klischee lebt weiter, und Punkrock wird nie sterben, zumindest nicht so lange es Bands wie die Bockwurschtbude gibt! Punk ist eine Lebenseinstellung, nicht mehr und auch nicht weniger. Die Würstchenhütte trifft mit ihren Songs ins Schwarze, unterhält und animiert. 18 Tracks, die für all das stehen, was den Punkrock auch im Jahre 2008 noch hörenswert macht. TEXTE |
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1. Egal wo Du bist, an jedem Ort, Also gleich mal vorneweg: Dieser Text ist NICHT ortsbezogen. Also nichts gegen die (korrekten) Leute aus Leipzig, Sachsen Anhalt, Sachsen oder sonst wo. Wie haben in dieser Gegend mit unsere schönsten Konzerte gespielt. Wir brauchten nur eine Stadt, die sich auf „gegenseitig“ reimt. Solche „Punx“ gibt es leider fast überall. Was Punk für einen ist und bedeutet muss natürlich jeder selbst rausfinden. Das Problem ist nur, daß manche Leute unter Punk eben genau die oben angesprochene Sachen verstehen. Und das ist es definitiv nicht. |
1. Diese unsere Welt ist krank. R. Rauft Euch zusammen! Der Text zu diesem Lied entstand, als wir von ein paar Leuten aus Suhl und Umgebung gefragt wurden, einen Titel für einen CD-Sampler beizusteuern. Sie sind auf uns durch die Seite www.mucke-gegen-rechts.de auf uns gestoßen und ursprünglich wollten wir auch das Lied „Verbotene Worte“ von der Kräuterrock-CD beisteuern, welches dort auch zum Download angeboten wird/wurde. Das Problem dort ist, daß die Region schon fast als „National Befreite Zone“ anzusehen ist. Hohe Arbeitslosigkeit, kaum Perspektiven, die Nähe zu Bayern bilden einen guten Nährboden für das braune Pack. Als ich zudem kurze Zeit später in einem Fanzine einen Demobericht las, wo sich verschiedene Gruppierungen erstmal selbst die Köppe einschlugen anstatt gemeinsam etwas gegen einen Naziaufmarsch dort zu unternehmen entstand ganz spontan dieser Text. Im Proberaum, eine Woche später, nahmen wir den Text gleich in Angriff. Wir wollten schon lange mal so was SHOCKS-ähnliches, mal einfach was mit unverzerrter Gitarre machen. Ganz an die Qualitäten der Berliner kommen wir musikalisch damit vielleicht nicht. Was zählt ist ja aber schließlich der Inhalt. Schlussendlich brauchte das Kind auch noch einen Namen. Als Kind war ich Fan der Fußballmannschaft aus meinem Heimatort. FC VORWÄRTS Frankfurt (Oder) hießen die und haben in der DDR-Oberliga gespielt (so was, was heute die Bundesliga ist). Die haben ziemlich oft verloren. Nur den höchsten Sieg, den ich damals mitbekommen habe, den haben sie gegen die Mannschaft von MOTOR Suhl errungen. Eigentlich wollte ich noch das Jagdwaffenwerk (meine erste Knicker, mit dem ich als Kind auf Spatzen geschossen habe - wie böse!) und die SIMSON-Werke (mein erstes und einziges Moped, was ich als Jugendlicher hatte) einbringen. Werke, die es so nicht mehr gibt und wohl auch ein Grund für die Arbeitslosigkeit sind. Aber das wäre dann doch zu viel des Guten gewesen. |
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1. Das hat er eben doch nicht so gemeint. Ref.: Du legst das immer falsch aus. 2. Den rechten Arm hebt er nur zum Spaß. Dass man hier die Ironie ganz klar erkennen sollte, wollten wir eigentlich nicht schreiben. Doch nicht nur bei uns wurden oft Texte missverstanden und daher musste das an dieser Stelle noch mal sein. Wie jeder weiß, gibt es eine große Grauzone von Leuten, die auch ganz gern mal mit Nazis einen Saufen gehen, weil sie - abgesehen von der politischen Meinung - ganz dufte sind. Solltet Ihr so etwas Ähnliches bei Euch beobachten, kämpft dagegen an! Nicht mit uns. Unpolitisch macht Hirntot. |
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1. Oh diese 5 Minuten Ruhm, Das Textgrundgerüst stammt noch vom Pfeffer. Und ich habe immer noch das Gefühl, daß es zu dieser Zeit teilweise auf mich gemünzt war. Nichtsdestotrotz. Gehen uns die Leute tierisch auf die Eier, die aus Punkrock einen Starkult machen. Leute, die momentan noch heftig einen raushängen lassen und in 2 Jahren aus der sogenannten Szene verschwunden sind… Und noch schlimmer sind die Leute, die verächtlich auf den Punknachwuchs schauen und meinen, sie hätten nichts drauf. Dabei waren wir doch alle mal jung und sind nicht gleich als Szeneopas zum Punkrock gekommen, oder? In der letzten Strophe wollte ich eigentlich eine Zeile von SUPERNICHTS klauen, die da lautete: „Du kennst Mike Weger und Swen Bock“… aber das hätte vielleicht eh keiner verstanden und außerdem wurde ich überstimmt… |
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1. 3 Streifen auf der Trainingsjacke Oh je, Hamburg. Bei dieser Stadt bin ich aus vielen Gründen hin- und hergerissen. Das mit Übelste was die Stadt aber je hervorgebracht hat, ist diese komische Musikrichtung, obwohl man das natürlich nicht allein auf diese Stadt beschränken kann. Na gut, die Musik geht ja vielleicht sogar noch - aber die Fans… Sicher etwas plakativ der Text, aber was soll´s. Bambule hat übrigens nichts mit der ehemaligen Wagenburg zutun, wie man vielleicht annehmen könnte. Außerdem gewannen wir mit diesem Text immerhin den dritten Platz beim TERRORGUPPE - „Mach mal selber“-Gesangswettbewerb von der Fischertechnik MCD. Das ist doch auch schon mal was. |
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1. Im Großen und Ganzen ist die Welt doch eigentlich schön. Mal innerhalb von 10 Minuten in einer S-Bahn in Bein geschrieben, Leute beobachtet und vor Lachen im Sitz versunken. Übrigens schon zu „Euro-Zeiten“. Unser erstes richtiges Liebeslied… ;-) |
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1. Sah sie anna Ecke steh´n, fragte Ref.: Und darauf hat sie mir ganz ausdrücklich erklärt, Huihuihui. Ganz heißes Eisen. Der Text ist sicherlich nicht p.c. und mit Sicherheit auch nicht Intelligenten sein Sohn. Manchmal haben wir aber solche infantilen Phasen, wo nur Müll bei rauskommt. Viel lustiger ist aber vielleicht die Geschichte, daß wir wegen Madel I (damals erschienen auf unserem ersten Demotape) und Oi!kalyptusbonbon bei einem nicht unbekannten Club aus dem Berliner Umland als sexistische Skinheads gelten/galten und dort nicht spielen durften. Inwieweit sich das jetzt geändert hat, wissen wir nicht. Mit diesem Stück werden wir da sicherlich auch keine Steine aus dem Weg räumen. Aber was soll´s. Wir sind eben nicht p.c.. Nur eben, wie gesagt, manchmal etwas infantil. |
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Ref.: Angst! 1. Du kannst Dich wehren, kannst Dich schützen, Terroranschläge in New York, London, … „Sie“ versuchen uns weis zu machen, daß „sie“ das Bestmögliche für „uns“ tun. Und „uns“ „schützen“ wollen. Onkel Schily lässt grüßen… Letztendlich finden Terroristen aber IMMER einen Weg, Anschläge und ähnliches zu planen. Und so lange Menschen nicht auf einander eingehen und miteinander reden, wird sich nichts ändern. Verurteilungen werden immer nur neue Täter mit sich bringen, wenn nicht auf die wirklichen Probleme eingegangen wird. |
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1. Hey schaut mal her. Seht richtig hin. Wieder mal das Thema “Hinterfragen”. Der Text hat aber zwei Hintergründe. Zum einen den, daß es in einer Band fast immer einen „Bandhitler“ gibt und wenn der sich erstmal herauskristallisiert hat, es ziemlich schwer ist, sich seinen Ideen entgegenzustellen, ohne daß es sich auch auf das Bandklima auswirkt (Ausnahmen bestätigen die Regel). Und zweitens entstand der Text, als ich noch in meinem Studium erfuhr, wie wissenschaftliche Arbeiten abgelehnt wurden, die thematisch andere Wege gingen, als die alten festgefahrenen. Da steht man als Student schon ziemlich bedeppert da. Das heißt dann wiederum - Entweder man passt sich an und verändert nichts oder man bricht aus und kann auf die Schnauze fliegen. Wie bei allen Sachen im Leben. |
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1. Ein Fluch auf den Lippen, Das Lied stammt nicht von uns sondern wurde das erste Mal von der SINGEGRUPPE aus Frankfurt (Oder) vorgetragen und interpretiert. Das waren junge Leute, die einfach Spaß daran hatten, Lieder zu schreiben, zu singen. Vornehmlich in Schulen und so weiter. Auch das ist Punk. Wir haben dem Lied nur das eigentlich passende Gewand gegeben… ;-) |
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1. Ich bin Großstadtpirat. Ich will freie Fahrt. Coverversion, der großartigen Berliner Band FLUCHTWEG, die sich leider vor ein paar Jahren aufgelöst haben. Eine Band, die mich und uns sehr geprägt hat. So habe ich mit 15 gerade mal 2 Lieder bei einem Konzert in Berlin mitbekommen, bevor ich mich schon wieder auf den Weg nach Hause machen musste, weil der letzte Zug nach Frankfurt (Oder) fuhr. Nur eine von vielen Geschichten um FLUCHTWEG. Was tut man nicht alles, um Punkrock zu leben… |
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1. Die Seele ist düster geworden. Ref.: Lässt zu, da sie Entscheidungen treffen. Das letzte Lied, welches wir noch in 4-er - Besetzung gemacht haben. Der Text stammt auch noch vom Robert, so daß ich da nicht mehr zu sagen kann. Hier darf jeder mal selbst was hineininterpretieren. |
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1. Du musstest es ja wissen, Natürlich sollte man immer alles hinterfragen. Allerdings stößt man dann manchmal auf Sachen, die man lieber nicht gewusst hätte. Ob Musikbusiness, Fernsehen, Politik… Wer lieber an seine heile Welt festhält, sollte nicht so viel fragen. Der brauch sich aber auch nicht wundern, wenn er immer wieder vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. |
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1. Es gibt viele Dinge auf der Welt, Jungen weinen nicht. Ne? Aber klar doch. Lieber mal seinen Gefühlen freien Lauf lassen, als alles in sich rein zu fressen. |
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1. Hallo, kann mich jemand hör´n? Solche Texte schreibt man in Anflügen von Selbstmitleid. Wenn man denkt, daß niemand da ist und niemand einen versteht. Allerdings sollte man kämpfen, um aus solchen emotionalen Tälern herauszukommen. Am Ende der Nacht geht die Sonne schon wieder auf. |
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1. Es ist die zehnte Kippe, Mit das älteste Stück auf dieser Platte. Eine Demoversion davon ist schon lange im Netz zu finden und das Lied selbst entstand schon kurz nach der Aufnahme der „Kräuterrock“-Platte. Ich glaub nicht, daß man zu dem Lied noch viel sagen muss. Diese Gefühle hat wahrscheinlich jeder schon einmal erlebt. |
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1. Hau endlich ab! Beziehungen zerbrechen immer wieder. Manchmal früher, manchmal nach - sagen wir mal nach 9 Jahren. Manchmal tut es sehr weh. Manchmal ist es aber auch das Beste. Hätte das Stück vielleicht „Manchmal“ heißen sollen? |
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1. Dies ist ein Lied, Kennt noch jemand diese CD-Radiowecker? Ich war immer auf der Suche nach einem Lied wie diesem. Ein perfektes CD-Radiowecker-Guten-Morgen-Lied, bei dem man garantiert wieder einschläft. Das Lied haben wir im Proberaum aufgenommen und sollte nur als Demoversion gelten. Da wir aber schließlich meinten, daß wir es eh nicht besser hinbekommen würden und es schön spontan klang, haben wir es dann einfach so gelassen. |
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