"Für eine handvoll Bockwurscht" - LP/CD
Nix Gut (CD)/Elbpower Records (LP), 2007

1. Für eine Hand voll Bockwurscht
2. Der Schnorrerpark bei Leipzig
3. Motor Suhl
4. Müssen wir uns gegenseitig bekämpfen?
5. 5 Minuten
6. Hamburger Schule
7. Verliebt
8. 8owling 4 Columbine
9. Madel II
10. G.O.T.T.
11. Wofür?
12. Falsche Ziele
13. Blackriding Underground
14. Weinen
15. Du musstest es ja wissen
16. Allein
17. Ich will hier raus
18. Ende

Reviews

Elbpower-Label / Mailorder

So nun ist es endlich vollbracht. Nach 5 Jahren endlich mal was noies von Bockwurschtbude. Ich kann nur sagen ich find die Scheibe ober geil. Geile Rythmen, melodisch, viel Dampf in den Songs. Also still stehen tut da niemand. Das ist echt ne Hitscheibe geworden, da man egal an welche Plattenstelle man auflegt nur Hits hat. Die 3 Frankfurter Skins und Punks haben ihre 5 jährige Pause auf jeden Fall genutzt.

Angry Voice - Mailorder

Jetzt endlich erhältlich. Nach 12 Jahren Bandgeschichte die erste LP der Frankfurter und das Warten hat sich voll gelohnt.1a punkrock mit deutschen Texten. Keine Parolen oder Stumpfpunkkacke, sondern sehr gute lustige, teils zynische Texte. Supperplatte.

PLASTIC BOMB #62

Bandname und Plattentitel lassen Schlimmes ahnen, "Spaßpunk" noch unter FROHLIX-Niveau oder so, aber dann leg ich das Teil auf und bin echt angenehm überrascht. Musikalisch schön rotziger Deutsch-Punk mit nem dazu passenden guten Sänger, kleineren Ska- oder auch OI-Anteilen, hübschen Melodien und fetten Chören und die durchaus (auch) politischen Texte sind weit besser und differenzierter als erwartet. Und damit´s auch wirklich keine Missverständnisse gibt, haben BOCKWURSCHTBUDE auch noch ne ganze Menge Anmerkungen dazu verfasst. Zwischen OXO 86, SCHWARZE SCHAFE, FLUCHTWEG und TERRORGRUPPE. Schön.

Taugenix #4

Ich fresse zwar kein Fleisch, weshalb ich logischerweise auch keine Bockwurstbuden brauche, aber reduziert man den Bandnamen der Kapelle auf die hier vorgetragene Musik, so sieht die Sache doch schon wieder ganz anders aus. Die BOCKWURSCHTBUDE schafft es mit ihrem unkompliziertem Punkrock, den Hörer in ihren Bann zu ziehen und nach jedem Lied freut man sich schon wieder auf das darauf Folgende. Und zwar so sehr, daß einem die 1-2 Sekunden zwischen den Songs fast wie ene halbe Ewigkeit vorkommen. Die Texte wippen fleissig zwischen Ernsthaftigkeit und Witz hin und her. So besingen die ironischen Zungen von Mikro Mostrich, Mieschka Mayonaise und Rosi Rettich beispielsweise in "Der Schnorrerpark bei Leipzig" nervige Angwohnheiten gewisser Schnorrer, ziehen im Song "Hamburger Schule" über selbige Musikrichtung und deren Hörerschaft vom Leder oder sprechen in "Müssen wir uns gegenseitig bekämpfen", eine Grauzone an, in der sich Leute bewegen, die ganz gerne mal mit Nazis einen Saufen gehen. Zu allen Texten finden sich Linernotes, die die letzten Unklarheiten aus dem Weg räumen und mit "Blackriding Underground" gibt´s auch noch eine FLUCHTWEG Coverversion. Der sympathische minimalistische Sound besticht durch ein geniales Songwriting und erinnert oftmals stark an die BILANZ oder an frühere ÄRZTE-Nummern. Ich denke "Für eine handvoll Bockwurscht" zählt sicherlich zu den Überraschungen in diesem Taugenix Quartal. Antesten!

Ratzke 77

Im November 1995 in Frankfurt an der Oder gegründet, zählt die Combo nach über 12 Jahren Bandgeschichte und über 100 gespielte Konzerten längst zum festen Bestandteil der Berliner-Brandenburg Punkrockzene.Nur eines fehlte der Band bisher,ein richtiger Tonträger.Das sich im Jahre 2007 nu endlich verwirklichte.Verschiedene Besetzungenswechsel und Liveakte mit Bands wie Dritte Wahl,Troopers,Vageenas,Bash, oder auch Terrorgruppe beeinflusste die Band ebenfalls bis heute und das zeigen sie auf ihrer Platte "Für eine handvoll Bockwurscht"abwechslungsreicher denn je.CD kommt in Erstauflage in lim. Digipack daher(Nix Gut).18,5 Tracks in deutsch gesungen und mit 12seitigen Booklet und allen Texten.LP Version ist auf Elbpower erschienen.Ob da auch 18,5 Songs vertreten sind kann ich nicht sagen,da mir nur die CD Version vorliegt.Egal ob nu CD oder Vinyl gefällt mir der aktuelle Tonträger von den Jungs sehr gut.Schön abwechslungsreich und mit viel Melodien und Ohrwürmern.Und bei dem Preis von Nix Gut macht man ja eh nie was verkehrt.

Punk´n´Roll Radio

Man unter allen Bekloppten Bandnamen setzt der hier echt die Krone auf. Wie viel muss man geraucht und getrunken haben um sich so zu nennen??? Und das auch noch 12 Jahre so durchzuziehen is wohl mehr als 100 Prozent Punk. Nun, 12 Jahre hat es auch gedauert bis der erste Longplayer der Band auf uns losgelassen wird. Nach etlichen Sampler Beiträgen reifte das gute Stück am Tresen, in Hinterhöfen und auf Konzerten. Das Baby von der BOCKWURSCHTBUDE wurde mit Bier statt Milch groß gezogen. Es durfte auch nie in den Kindergarten, nein es wurde quer durch die Republik geschickt um an vollgepissten Orten mit Leuten wie Dir und mir zu trinken um sich mal so richtig auszukotzen über den Alltag, das Leben, überhebliche Spinner, Mädels, Partys und das was nur im Underground wahr genommen wird. HeHe und nun ist das Baby gut aber nicht unbeschadet durch die Pubertät gekommen und Präsentiert ihren Hammergeilen OldStyle, Very Real and Raw PunkRock. Die Puppe mit Ihren 18 Jahren (Songs) wird sich der Moite nicht entziehen können. Respekt das ist meine Miss Germany in der Kategorie Punk.

Voice of Culture

Im vergangenen Oktober hab ich es noch bemängelt, nen Longplayer ist fällig. Stattdessen gab es erstmal eine EP. Aber nun haben die Recken ausm wilden Osten Brandenburgs es endlich geschafft und ihr aktuelles Album steht in den Startlöchern. Lange hat es gedauert, viele haben damit gar nicht mehr gerechnet. Musikalisch gibt es meiner Meinung nach wieder mehr als erwartet, deutlich besser produziert (man kann es sogar auf na richtigen Anlage hören ;-)), ein breiteres Spektrum an Stilen und irgendwie professioneller. Die Texte sind kritisch, witzig und machn Spaß. Alles im Allen ein würdiges Werk der unbestrittenen Livequalitäten der BOCKWURSCHTBUDE auf dem Silbering. Sie bleiben ihrem eigenen Charme und Stil treu und schaffen es trotzdem sich selbst weiter zu entwickeln. Ich fühl mich verleitet "Hamburger Schule" laut aufzudrehen, mein Fenster zu öffnen und den ganzen Trainingsbejackten Menschen vorm Haus mal musikalische den Marsch zu blasen, im guten alten Frankfurter Wortwitz.

Whiskey Soda

Schon der Bandname verdient eine Auszeichnung, genau wie die der drei Mitglieder Mikro Mostrich, Mieschka Mayonaise und Rosi Rettich. Die haben sich mit ihrer Kombo Die Bockwurschtbude im tristen Frankfurt/Oder ihre Kreativität und vor allem einen feinen Humor bewahrt und das alles jetzt, nach 12-jähriger Bandgeschichte sowie zahlreichen Tapes und Samplerbeiträgen, auf ihr erstes Album "Für eine Hand voll Bockwurscht" gepresst. Und das klingt zum Beispiel so: "3 Streifen auf der Trainingsjacke fand ich schon immer kacke. Traurig läufst Du hin und her und heulst, als gäb´s kein Morgen mehr "Hamburger Schule. Das ist nichts für Coole" Aber auch so: "Was wird aus Dir, aus mir, aus uns, wenn hier nichts mehr geschieht? Zerschlagt die eigenen Ketten, die IHR Euch anlegt!!" Begleitet wird das Ganze von rauen Gitarren, einem unverfälschten, vordergründigen Bass und einer ungeschönten Stimme, und heraus kommt echter, unaffektierter Punk, der total Laune macht. Und der ist bei 18+1 Liedern abwechslungsreich, lässt mal eine Country-Gitarre, mal schnurriges Ska-Getröte zum Einsatz kommen. Diese Einflüsse wirken glücklicherweise nie bemüht, sondern gekonnt und überzeugend, und bilden so einen charakteristischen Bockwurschtbude-Sound. Der lebt außerdem vom live-erprobten, auf den Punkt gebrachten Gesang, klassischen oh oh oh-Mitgrölern und temporeichen, originellen Wechselgesängen. All das, wohltuend minimalistisch aufgenommen, klingt ursprünglich und absolut richtig, ein bisschen nach Kellerproberaum und Livefeeling. Endlich mal wieder was Authentisches, was nicht so glatt und überproduziert ist!! Und noch ein abgefahrener hidden track hinten dran, was will man mehr?

Scarred for life

Die erste richtige CD zu veröffentlichen ist für manche Band zwar etwas Besonderes, aber viel zu oft erfolgt dieser Schritt einfach zu früh. Das kann man von den Deutsch Punkern DIE BOCKWURSCHTBUDE aus Frankfurt an der Oder aber ganz und gar nicht behaupten. Nach über zwölf Jahren Bandgeschichte und über 100 abgerissenen Konzerten bringt das Dreigestirn (Mirko Mostrich, Rosi Rettich und Mieschka Mayonaise) nach etlichen Demo-Aufnahmen und CDRs die erste "echte" Platte heraus. "Für eine Handvoll Bockwurscht" bekommt man dieses Kleinod wohl nicht, aber mit ein paar ersparten Euros eröffnet sich eine Stunde Deutsch Punk der Güteklasse A.

Achtzehn (plus ein versteckter) unkomplizierte und kurzweilige Songs treffen schnell den Nerv des Konsumenten und lassen während der gesamten Spielzeit niemals den Spannungsbogen abreißen. Dabei pendelt die Band gekonnt zwischen witzigen und ernsthaften Themen hin und her. So bekommen in "Der Schnorrerpark bei Leipzig" alle Schnorrer-Punker ihr Fett weg, die "Hamburger Schule" wird ebenso kritisch betrachtet wie die politische Seite in dem gelungenen "Müssen wir uns gegenseitig bekämpfen?". Die Stücke mit den etwas trivialeren Themen sind ebenso gekonnt, "Verliebt", "Weinen" oder "Madel 2" sollte man wirklich mal gehört haben. Auch die FLUCHTWEG-Coverversion "Blackriding Underground" kann durchweg überzeugen. Der Sound auf "Für eine handvoll Bockwurscht" ist relativ minimalistisch gehalten, mal eine Country-Gitarre hier und mal ein Ska-Versatzstück dort und fertig ist die Chose. Das Live-Gefühl wird hervorragend auf diese Studioaufnahme übertragen. Der Klang der Scheibe ist niemals glatt oder gar perfekt, sondern so wie er bei einer Punkband sein sollte - mit Ecken und Kanten und immer authentisch. Im Booklet des Digi-Packs sind alle Texte plus Linernotes dazu abgedruckt.

Jeder Deutsch-Punk-Liebhaber kommt hier meiner Meinung nach nicht darum herum, sich DIE BOCKWURSCHTBUDE ins heimische Regal zu holen. Bisher eine der besten Veröffentlichungen des Jahres in diesem Genre. Eine Platte die auch nach zig-maligem Hören noch Spaß macht und auch bei jeder Party getrost ihre Runden drehen darf. Lasst euch nicht vom Bandnamen und den lustigen Pseudonymen in die Irre führen, die Jungs haben wirklich etwas zu berichten, spielen eindeutig mehr Ernst- als Funpunk und ziehen den Menschen hinter der Anlage verdammt schnell in ihren Bann.

Broken Silence-Katalog

Im November 1995 in Frankfurt an der Oder gegründet, zählt die BOCKWURSCHTBUDE nach über 12 Jahren Bandgeschichte und über 100 gespielten Konzerten längst zum festen Bestandteil der Berlin-Brandenburger Punkrockszene. Die drei Musiker verstehen ihre Instrumente gekonnt einzusetzen und spielen 80er Punk, der kaum von den Originalen zu unterscheiden ist. Im Stil der alten ÄRZTE oder von DIE BILANZ geht es melodisch und doch schnell zur Sache. Sozialkritische Themen werden gezielt auf den Punkt gebracht. Zahlreiche Supportshows für Bands wie DRITTE WAHL, CUT MY SKIN, TROOPERS, VAGEENAS, SUPERNICHTS, BASH, WOHLSTANDSKINDER, FUCKIN FACES, SKEPTIKER, TERRORGRUPPE, und SCHROTTGRENZE beeinflussten die Band bis heute, und das wird - über 5 Jahre nach ihrem letzten Album - auf „Für Eine Handvoll Bockwurscht“ eindrucksvoll belegt.

Turn to Rock

Ende 2007 ist das erste "richtige" Album nach zwölf Jahren Bandgeschichte der Frankfurter (Oder) Combo Bockwurscht erschienen. Nimmt die CD aus dem Album - übrigens mit dem Titel "Für eine Handvoll Bockwurscht" - erscheint der nette Hinweis, dass man sich das Album doch bitte laut zu hören ist. Also, regler aufgedreht und Silberling drehen lassen. und schon beginnt der Erste der insgesamt 18 Tracks, als instrumentaler Opener.

Richtig los geht's dann also mit "Der Schnorrerpark von Leipzig". Deutschpunk im alten dreckigen Stil, was mir beim ersten Höreindruck schon einmal gut gefällt, doch zum Teil blechern mir die Aufnahmen zu sehr. Einige Songs hören sich allerdings so an, als wären sie gerade im Proberaum mitgeschnitten worden. Nicht so beim nächsten Song "Motor Suhl", den die Band ursprünglich zu einem Sampler beisteuern wollte, der bis heute aber nie erschienen ist. Die Band kritisiert hier die verschiedenen Gruppierungen, die sich auf Demos gegenseitig die Köpfe einhauen, anstatt ihr eigentliches Ziel zu verfolgen - nämlich die, sich gegen den Faschismus einzusetzen. Ähnlich könnte auch der Titel des Songs "Müssen wir uns gegenseitig bekämpfen" ausgelegt werden. Aber hier kritisiert die Band in ironischer Form eher die heuchlerische Verbundenheit zu Nazis, die sie auch in deren Bekanntenkreisen öfter mal beobachten konnte.

Mit "5 Minuten" - einem Song, der sich über arroganten Arschlöchern aus eingenen Szenekreisen ausläßt -, und dem Track "Hamburger Schule" hat die Band gleich zwei aufeineanderfolge Lieder veröffentlicht, die zu den Besten des Albums gehören. Zweiterer beschäftigt sich - wie der Titel schon sagt - mit der gleichnamigen Musikrichtung, die Ender 80er in Hamburg entstand und für die die Band u.a. die Band Blumfeld verantwortlich gemacht werden könnte. Ich, der sich von Songs wie "Samstag ist Selbstmord" von Tocotronic begeistern ließ, kann die Kritik nicht ganz nachvollziehen.... und es gibt Tage, da ziehe auch ich eine Trainingsjacke an... das ist aber eher die Essener Schule.

Ein weitere guter Song ist übrigens "Wofür", der mir schon aufgrund der aggressiven Stimme, dem unterstützenden Gitarren und dem harten Gewand, dass die Band dem Song gegeben hat. Der Text selber stammt nicht von der Band sondern wurde übernommen. Auch der darauffolgende Song "Falsche Ziele" ist eine guter schneller Punkrocksong, der durch kleine Feinheiten überzeugt. Besonders gefällt mir die Stimme, die mir im mal abwechselnd durch die linke und durch die rechte Box ins Ohr flüstert: "Nie mehr einen Fehler machen". Mit "Blackriding Underground" covert die Band einen Song der Band Fluchtweg (www.fluchtweg.net). Mit Lyrics wie "U-Bahnhof Samariterstraße, ziehen sie einen Punk aus der eben eingefahren U-Bahn. Sein Kumpel spring weg, es ist ein flinker Punk... er hat die flinken Punkschuhe an.... Und dann rennt er über den Bahnsteig schreiend BVG FASCHISTEN... ich glaube das sieh ihn vielleicht das nächste Mal auf der Flucht erschießen.!" Nun muss man wissen das sich der Song mit Schwarzfahren und Kontrolleuren der Berliner Verkehrsbetriebe beschäftigt.... gute Coversong-Auswahl!!! Song 16 auf dem Album ist einer von denen, der mich vorerst irre geführt hat. Denn dieser Songs - übringens momentan an erster Stelle der Myspace Playlist der Band - hat mich erschreckt aufhorchen lassen. Ein Song der mir überhaupt nicht gefällt, den in ich aber als erstes gehört habe und ich schon die befürchtung hatte, alle 18 Songs würden so daher kommen. Nach einer langen Pause des 18. Songs kommt dann nochmal ein Hiddentrack, den man sich allerdings hätte sparen müssen... auch wenn Bands nicht selten dazu neigen, ihre vergurgten aber lustigen Aufnahmesessions auf dem Album zu verbraten.

Also musikalisch trifft die Band nicht immer mein Geschmack. Zum einen verstecken sich oft die Gitarren zu weit im Hintergrund und das eintönige Schlagzeug wirkt nicht selten monoton. Was ich allerdings wirklich gut finde, sind die Inhalte und die Kommentare der Band zu jedem Song, in dem sie selbst kurz darstellen, wie und wann der Song entstanden ist und wie sie ihn selber "übersetzen". Doch es gibt auch Songs die echt herausragen und insgesamt haben mich die meisten Titel dann doch - im Gegensatz zu meinem ersten Eindruck - überzeugen können. Wer schnell mal über die Skip-Taste fliegt, könnte beim kurzen Anspielen der Songs einen schlechteren Eindruck der Platte bekommen, als er wirklich ist. Deshalb ruhig mal genauer hinhören.... und den Tip der Band befolgen: LAUT HÖREN! Hier bei uns...

Fomp

Drei Bockwurschtcowboys aus Frankfurt adO bringen nach 12 jährigem Bandbestehen ihr erstes Album auf Nixgut raus. Im Booklet sind fast alle Texte und je ein Kommentar zu den Songs ... schön.

Wird man vom Bandnamen noch auf eine Fun-Deutsch-Punk-Verwurschtelung vorbereitet holt den Höhrer im Schnorrerpark bei Leipzig (2. Stück) bereits die Realität ein -> "Fun" und "Ver" verschwinden -> Schöne Melodien in schneller Deutschpunk- verkleidung, Punkgesang und "uoooohuooooh"'s. Ok. Des war jetzt nur der Schnorrerpark. Im weiteren Verlauf Treffen ein paar andere Musikeinflüsse auf. Motor Suhl erinnert an einen alten Ärzte-Cowboy-Song namens El Cativo. "Müssen wir uns gegenseitig bekämpfen" steht unter dem Ska-Stern mit einer quäkigen Tröte. In der Bockwurschtbude läuft also spassige Musik über Ska, Western, Oi (alle Verpackt im Deutschpunkkleidchen) und auf die Fresse Punk (und natürlich uooohuoooohs). Der Spass hört dann bei den texten auch schon auf. Ob politisch oder sozialkritisch; Klare Aussagen wird man schwer nicht erkennen. Schilly, Hamburger Schule, selbstüberschätzte Sternchen und die Würschte selbst (?Madel II) bekommen unter anderen was zu hören.

Als Fazit kommt dann sowas raus: Ne gute Mischung aus alten Ärzten, n bißchen Tauben, Dritte Wahl und Fluchtweg (ähm... Blackriding underground isn Fluchtweg-Cover... das ist aber auch das einzige Cover... außer vielleicht dem Intro? Nicht dass man jetzt denkt Die Bockürschte wären eine Kopie dieser Bands. Nein! Nur so als kleiner Vergleich.); schön verpackt; 18 Songs plus Bonus; schöne Deutschpunkplatte. Mehr zur Bockwurschtbude gibts weiter unten, wenn man auf den Link klickt. Und wenn die nächsten 15 Songs schon aufgenommen sind, kommt in 2 Jahren das nächste Album raus (das Mischen dieses Albums hat sich über ein Jahr hingezogen...) aber... was lange gärt wird endlich Wut... oder so.

Hoehnie Records-Mailorder

Hitfeuerwerk aus Frankfurt / Oder...geiler schneller melod. D-Punk....

Crazy United

Diese Berliner Band, die offensichtlich keine Ahnung von guten Bandnamen hat, liefert hier eine Scheibe mit 18 feinen deutschsprachigen Songs ab; schön basslastig produziert mit deutlich in den Vordergrund gemischtem, sehr angenehmem Gesang, der die größtenteils unpeinlichen, teils ironischen/humorvollen, teils sehr direkten, kritischen Texte über Pennerpunks und weitere „Szeneinterna“, Mädels, Depriphasen und gesellschaftliche Missstände bzw. den Umgang mit selbigen darbietet. Wow, was für Satz. Die unaufdringlichen, aber stets vorhandenen Melodien kommen gut, eine gewisse wütende Grundstimmung herrscht vor und der eine oder andere Chor unterstützt die kraftvollen Refrains. Gefällt mir überraschend gut. Das Cover ist allerdings ziemlich langweilig bis hässlich. Apropos Cover, enthalten ist mit „Blackriding Underground“ eine gelungene Coverversion von FLUCHTWEG, an die mich die Band auch bisweilen erinnert. Kommt im Digipak mit Booklet mit allen Texten und kurzweiligen Linernotes. Immerhin ist man so ehrlich, zuzugeben, dass ein Song wie „Der Schnorrerpark bei Leipzig“ nur so heißt, weil er sich auf „gegenseitig“ reimt, haha. 17 Songs + Intro + verstecktem Bonustrack in 50 Minuten, Anspieltipp: „Der Schnorrerpark bei Leipzig“.

Underdog Fanzine

Wenn ihr mal ein Ticket nach Frankfurt/Oder löst, kann es durchaus vorkommen, dass ihr nahe dem Bahnhof auf drei Cowboys trefft, die sich in zu engen Doppelkappnahthosen und braunen Reiterstiefeln zwängen und sich mit ihren Spielzeugpistolen an der Pommesbude

Bockwurscht bestellen. Vielleicht wirst du von ihnen eingeladen, denn das Trio hat heute Spendierhosen an. Es sei denn, du stehst auf Hamburger Schule, dann geh mal lieber gleich in den Schnorrerpark und tausche die letzten 3 Kippen gegen Billigschnaps ein. Aber aufgepasst, die 3 Cowboy-Punks kommen auch mit dem Pferd daher und fangen in "blackriding Underground"-Manier abgefuckte Subjekte mit dem Lasso ein, um ihnen mit einer Bockwurscht-Spezial-Soße den Garaus zu machen. "Müssen wir uns gegenseitig bekämpfen?" Nö, aber bring mal den Müll runter, die leeren Bockwurschtschalen nehmen allmählich überhand.

Wahrschauer

Die Band aus Frankfurt/Oder hat sich die letzten Jahre - im wahrsten Sinne des Wortes - durchgebissen. Als Standardvorband in Berlin bei den WOHLSTANDSKINDERN konnten sie ihre Musik auch dem geneigten Punkernachwuchs vorspielen, welcher jahrelang sicher auch ihre Hauptzielgruppe war, denn DIE BOCKWURSCHTBUDE war lange Zeit klassischer, spaßiger Deutschpunk. Was immer irgendwie ok war, aber eben auch nicht besonders innovativ. Von ihrem neuen Album bin angenehm überrascht. Die ersten Songs sind kritisch, aufrüttelnd und beziehen klar Position. Über Menschen, die sich Punk nennen, aber außer Saufen und Schnorren nix anders kennen und andere Menschen anpöbeln, weil sie keine richtigen Punks sind. Oder über rechtsoffene Menschen in der eigenen linken Szene. All das sind wunde Punkte, die Einigen sicher bitter aufstoßen, aber eben auch absolut stimmen. Der beste Song des Albums ist der gegen die sog. Hamburger Schule. Die ersten 10 Songs kommen frisch, melodisch und sehr sympathisch daher. Song 11, “Wofür“ klingt dann allerdings zu sehr nach DRITTE WAHL und ist nicht eigenständig genug. Einen großen Sympathiepunkt bekommt die Band für die Coverversion von “Blackriding Underground“ von FLUCHTWEG. Von diesem Song mal abgesehen ist die zweite Hälfte der CD um einiges schwächer als die erste, sowohl textlich als auch musikalisch. In den Linernotes erzählt die Band die Entstehungsgeschichte der einzelnen Songs. Außerdem erklären sie, wie die Stücke gemeint sind, um gewissen Menschen das Futter zu nehmen, sie falsch zu verstehen. Schade nur, dass die Qualität der ersten 10 Songs nicht über das ganze Album gehalten werden konnte.

Chaotenzentrale

Im November 1995 in Frankfurt an der Oder gegründet, zählt die BOCKWURSCHTBUDE nach über 12 Jahren Band-geschichte und über 100 gespielten Konzerten längst zum festen Bestandteil der BerlinBrandenburger Punkrockszene. Nur eines fehlte der Band bisher, eine richtige CD/LP. Ein Traum jeder Band, der sich nun endlich in diesem Jahr verwirklichte. In Zeiten, wo jeder mit seinem Computer eine Platte produzieren kann und oft verfrühte Samenergüsse produziert, was nicht selten bei jungen Leuten, äähh Bands vorkommt, tut es den Jungs ganz gut, sich so lange Zeit gelassen zu haben. Auf alten Fregatten lernt man Segeln - sagt man - oder „Die Reife kommt eben mit dem Alter“. Ganz ohne sexuelle Erfahrungen ist die Band jedoch sicher nicht. So produzierte man in Eigenregie 6 Demos und war auch auf unzähligen Tape- und CDR-Sampler-Geschichten beteiligt. Verschiedene Stellungs- ähh Besetzungswechsel und Liveakte mit Bands wie Dritte Wahl, Cut my Skin, Troopers, Vageenas, Supernichts, Bash, Wohlstandskinder, Fuckin` Faces, Skeptiker, Terrorgruppe, Schrottgrenze…. beeinflussten die Band ebenfalls bis heute und das zeigen sie auf Ihrer Platte „Für eine handvoll Bockwurscht“ abwechslungs-reicher denn je. Über 5 Jahre nach ihrem letzten Streich „Kräuterrock“ (Die CD erschien in einem Pizzadigipack - lange bevor es DIE ÄRZTE auf ihrem 2007er Album kopierten, was übrigens nicht die einzige Idee sein sollte, die sie den verhältnismäßig jungen Musikern klauten), ist es aber nun endlich da, das Album - mit allen Texten, Linernotes und das sollte Euch alle SAT.1 und RTL-Nacht-Softpornos vergessen lassen. Also holt schon mal die Taschentücher raus….

Bezirk 7

Erster Gedanke beim hören: Verschollenes Material von „Normahl“! Und in der Tat ballern die Bockwutschtbud’ler sicherlich an jedem Veganerohr vorbei, dafür aber in der flotten Deutschpunkriege mit besten Empfehlungen nach vorne. Zu hören gibt es traditionell gehaltenen Punk, der Knüppelei zwar auslässt, den Pogomob aber dennoch mitreißen dürfte. Auch keine schlechte Sache. Textlich geht es um das Leben, Punkrock, Assis in der Punkszene und sozial-/ wie szenekritisch hat man mehr zu sagen, als ein paar blutleere Parolen. Ein bisschen Offbeat, Pogopunk und `ne grundsolide positive Grundstimmung machen einem diese CD wirklich sympathisch. Dazu kommt noch ein schön gestaltetes Booklet mit allen Texten und persönlichen Worten zu den einzelnen Liedern. Eine überzeugende Leistung und `ne sympathische Punkscheibe ohne falsche Ambition aus Deutschland. Jawoll, von so was wünschen wir uns gerne mehr!

Anspieltipps „Müssen wir uns gegenseitig bekämpfen“ / „5 Minuten“ / „Madel 2“ / „Falsche Ziele“ / „Blackriding Underground“.

In diesem Sinne

Euer MC Bratwurst!

5/7

OX #77

"Welcome to Punk-o-matic, Bitch!" Fünf Jahre gingen ins Land, bis die bereits 12 Jahre alte Band aus Frankfurt/Oder ihr aktuelles Debütalbum "Für eine Hand voll Bockwurscht!" veröffentlichte. Mirko Mostrich, Rosi Rettich und Mieschka Mayonaise, alias DIE BOCKWURSCHTBUDE, gaben im Oktober 2007 mit der 7-Song-Mini-CD "Ein Ende am Licht des Tunnels", einen kleinen Vorgeschmack darauf, was euch auf der aktuellen Platte erwartet. Eingefleischte Anhänger der vier Imbissbuden-Punks wird die gesteigerte Klang- und Spielqualität erfreuen, obgleich diese auch lange genug auf sich warten ließ. Musikalisch ist die Platte recht abwechslungsreich und melodisch, ein bisschen DRITTE WAHL, dazu VAGEENAS und mit Ska-Sounds verfeinert. Textlich gaben die Jungs für mich auch einiges her - bis hin zur näheren Betrachtung des Booklets, mit Statements zu jedem Lied. So kommt auch der Degenerierteste nicht auf die Idee, kreative Interpretationsgedanken zu entwickeln. (6)

Der gestreckte Mittelfinger

Die Band mit dem wahrscheinlich beschissensten Bandnamen ist zurück.

Jungs, sucht euch doch was besseres. Wenn ich irgendwo lese, das die Bockwurschtbude spielt, dann gehe ich da doch nicht hin. Ich erwarte den schlimmsten Deutschpunk, und das macht ihr doch nicht. Das klingt doch echht annehmbar. Ein bißchen wie die Wohlstandskinder mit mehr Punk im Arsch. Ihr habt es doch drauf. Eure CD ist echt gut. Das Beste, was seit langer Zeit bei Nix Gut rauskam. In den 90-gern wärt ihr prima bei Vitaminepillen untergekommen. Aber der Name. Welches Groupie will schon mit dem Gitarristen von der Bockwurschtbude schlafen? Sucht euch nen neuen Namen, dann klappt´s auch mit dem Erfolg. Wie wäre es mit den “Abgefuckten Zankäpfeln”, “Kunterbunter Darmverschluss” oder schlicht und einfach “Kot”? Das wären doch Namen, mit denen euch der Highway to Hell offen stünde sollte. Bedient euch ruhig. Ich will auch keine Tantieme.

Pankerknacker I

Hiya, seid der genialen Kräuterrock CD im legendären Pizzakarton sind Jahre vergangen. Jahre voller Abstürtze. Jahre sinnloser Sauferei. Anmerken tut man das dem Sound des Ostberliner Kindergarten-Konkubinats freilich nicht. Noch immer tröten und pupsen sie sich durch ihre fröhlichen Stimmungshits und verbreiten allenthalben gute Laune. Wundert mich noch immer, dass die nie auf Vitaminepillen rausgekommen sind. Ein Label wo sie zweifelsohne den Durchbruch im Bugwasser von WSK hätten schaffen können. Ob ihnen das bei Nix Gut gelingt oder sie im großen weiten Meer der musikalischen Verbrechen untergehen werden? Verdient hätten sie es allemal!

Pankerknacker II

Ich kucke nach oben! Hinter meine Topfpflanze. In jeder Ecke meines Wohnzimmers. Da ist nichts! Keine versteckte Kamera! Das wäre vermutlich selbst Frank Elstner peinlich. Und das hat was zu sagen! Ich halte ein Album von einer Band namens „Bockwurschtbude“ in der Hand. Gibt es einen beschisseneren Namen für eine Band?! Das es irgendwo eine Band mit diesem Namen geben soll habe ich schon gehört. So wie es den Yeti oder Reinhold Messner geben soll. Jetzt halte ich sie also in der Hand und fühle mich wie das erste mal in Bielefeld. Es ist also wirklich wahr! Es gibt sie! Zögerlich höre ich rein und meine schlimmsten Befürchtungen werden noch übertroffen! Schüttelreim Galore, Klischee ole! „Ich wär ein Proll und immer voll, das fänd sie nicht toll“ Der Soundtrack für´s Kinderzimmer. Genau die Art von Punkrock die ich zum Kotzen finde. An nichts wurde hier gespart. Selbst für die Wohlstandskinder/Brieftauben-Tröte war man sich nicht zu schade. Alles irgendwie sehr traurig. Solche Bands haben uns die 90er eingebrockt!

Alf Garnett

Ist zwar nicht so ganz meine Musik, aber fürs kräftige Austeilen bei „Hamburger Schule“ und „Der Schnorrerpark bei Leipzig“ kriegen Mieschka Mayonnaise und seine Mitstreiter wenigstens ein Paar lobende Worte von mir..

Roter Faden

DIE BOCKWURSCHTBUDE – Für Eine Handvoll Bockwurscht. Ich lass den Namen dem geneigten Leser kurz mal stehen, einfach noch mal durchlesen. Was erwartet uns da etwa? Ein weiterer Tipp, das Label zur Band heißt Nix Gut Records. Yes, it’s Deutschpunk! Einfache Melodielinien, jagen Mitgröhlsongs, welche sich mit Fist in the Air und kritischen Songs auf der Suche nach dem vierten Verbündeten dem leichten Country- / Skaeinfluss zusammenrotten und irgendwo ein Haus besetzen oder zumindest auf die Barrikaden wollen.

Ganz so einfach ist’s natürlich nicht, sind die Texte nicht einfaches, ewig gehörtes Parolengedresche, sondern ehrlich persönlich und werden jeweils im Booklet „reflektiert“ bzw. erläutert. Ganz ohne Verallgemeinerung geht’s nicht, aber das erwartet ja keiner. Generell sind die Songs minimalistisch aber gekonnt auf CD gebannt worden wobei die Aufnahmequalität nicht die Beste ist. Passt aber alles gut zum Gesamtsound und macht das Ganze noch einen Tick authentischer.

Nach zwölf Jahren Bandgeschichte ist’s sicher was ganz Besonderes, eine CD zu veröffentlichen. Hoffentlich dauert’s bei der nächsten nicht mehr so lange.

Musikansich

Die Bockwurschtbude, bei dem Namen der aus Frankfurt, Oder stammenden Band hab ich natürlich sofort an eine Funpunkband gedacht, die eine gesunde Ironie oder auch sonst irgendwelche lustigen Ansätze in Ihrem möglicherweise leicht melodischen Punk verbreitet. Allerdings scheint sich die 1995 gegründete und laut Info bereits sehr erfahrene Band doch etwas ernster zu nehmen. Das Erfahren stimmt wohl auch, denn auch wenn Fuer eine Handvoll Bockwurscht

Ihr erstes offizielles Album ist (es gab bereits vorher einige CD-R´s und Samplerbeiträge) so haben die Jungs schon einige Konzerte hinter sich. Und so ist die Musik, ein knackiger Punkrock, auch perfekt eingespielt, allerdings fehlt es an interessanten Ideen und so an packenden, im Gehör bleibenden Songs. Die Texte beschäftigen sich mit Ihrer Einstellung zu etlichen Dingen des täglichen Lebens, der Politik und Gesellschaft, allerdings sind die Texte oftmals viel zu gewollt auf Reim getrimmt und auch nicht wirklich originell. Problematisch ist auch, das der Gesang sehr schwach produziert wurde, er ist kaum verständlich. Hier hilft dann sicherlich ein Blick n das recht ordentlich gestaltete Booklet, in dem sogar zu jedem Text eine kleine Erklärung beigefügt ist, allerdings ist halt, wie oben bemerkt, die Qualität der Texte nicht die beste. So bleibt ein Standard Punkalbum, das 1978 – 82 vielleicht für Aufsehen hätte sorgen können, heute aber eher blass bleibt.

Chaoskanal

Nach 12 jahren Bandgeschichte und etlichen Tape, CDR und Samplerbeiträgen, endlich die erste CD/LP der 3 Frankfurter (Oder). Auf dem Debütalbum: "Für eine Handvoll Bockwurscht" hört Ihr richtigen rotzigen Deutsch-Punk, geile Rythmen, melodisch, viel Dampf in den Songs mit sehr gut durchdachten Texten, hier werden keine hohle Parolen gespielt.

Moloko Plus

Viel hab ich schon gehört von den Frankfurt Oderern, noch nie deren Musike, aber wohl den ungewöhnlich geilen Bandnamen, der alles verrät, was man, wie ich nach Anhören der neuesten CD mitbekam, erwarten kann und sollte. Deutschpunk mit einer Riesenportion Spass. 18 Songs, die teils ruppig, teils ruhig daherkommen, ein bissel Ska, ein bissel Schunkel und dann wieder Deutschpunkgewitter. Sehr abwechslungsreich,das Ganze... Wer nicht auf perfekte Musik steht und musikalische Hopplerein sowie unsauberen Gesang mag, Deutschpunk liebt und nicht nach der Neuentdeckung des Jahres hechtet, der kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.

Kink Records

Keine Ahnung ob ich die Band bisher tatsächlich noch nicht wahrgenommen habe, oder ob ich den Bandnamen so schrecklich fand und deshalb schon wieder verdrängt habe. Die Bockwurschtbude existiert jedenfalls seit 1995 und hat in Eigenregie schon sechs Demos (Tapes und CDRs) rausgebracht und legt jetzt - nach über 10 Jahren Bandgeschichte - ihren ersten "richtigen" Longplayer vor. Der Bandname in Kombination mit dem Label lassen mich schlimmes befürchten, aber so richtig schlimm wird’s dann doch nicht. Die drei Jungs spielen recht melodischen, deutschsprachigen Punk-Rock, der sich irgendwo zwischen klassischem Deutsch-Punk und Pop-Punk im Stil der Wohlstandskinder bewegt. Die Songs gefallen mir sogar teilweise recht gut, nervig sind dagegen die Ska-Experimente und die langsameren Songs. Sogar textlich ist die Band gar nicht so schlimm, wie ich durch den Bandnamen vermutet habe. Die Texte sind meist unpeinlich und auch nicht mit den typischen Parolen vollgepackt. Scheint wohl wirklich eine der besseren Nix Gut Bands zu sein, allerdings würde ich zu einem anderen Namen raten ;-) Aufmachung der CD sieht auch recht gut aus. Kommt im schicken Digi-Pack inkl. Booklet. In diesem befindet sich die kompletten Songtexte, sowie je ein kurzes Statement zu den verschiedenen Songs.

Punkrock

Hat schon Überwindung gekostet, meinen geschundenen Laser mit diesem Machwerk zu vergewaltigen. Der tollste Bandname seit SCHOINENTHOR bewog mich letzten Endes doch noch dazu. Aber, surprise, so schlimm wie befürchtet, war der Tonterror dann doch nicht. Immerhin, die 4 Jungs aus Frankfurt (an der Oder, nicht am Main, wär jetzt ja noch schöner…) beherrschen ihre Gerätschaften fast schon ZU gut für das Genre (um welches es sich handelt, muss ich ja hoffentlich nicht erwähnen). Ihre 15 Lenze Schraddelerfahrung ist ihnen durchaus anzuhören. Anders siehts bei den Texten aus. Alleine schon Songtitel wie „Müssen wir uns gegenseitig bekämpfen?“ oder „Der Schnorrerpark bei Leipzig“ lassen einen bereits erschaudern. Hier werden sogar noch die gruseligsten Schüttelreime von Chris Scholz (auf einem bestimmten Messageboard) übertroffen. Kostprobe gefällig? Bitteschön: „Ich onanier mit Bild von ihr/von abends acht bis früh um vier/…und darauf hat sie mir ganz ausdrücklich erklärt/dass sie mich hasst und einen anderen verehrt/ich wär ein Proll und immer voll/und das fand sie nicht so toll“. Na bei solch eleganter Dichtkunst kann ja eigentlich nix mehr schief gehen.

Impact Mailorder

Nach 5 Jahren wieder was neues von der Bockwurschtbude. Die 3 Frankfurter Skins und Punks haben ihre 5 jährige Pause auf jeden Fall genutzt und jede Menge Hits im Ärmel...

Trust

Das Klischee lebt weiter, und Punkrock wird nie sterben, zumindest nicht so lange es Bands wie die Bockwurschtbude gibt! Punk ist eine Lebenseinstellung, nicht mehr und auch nicht weniger. Die Würstchenhütte trifft mit ihren Songs ins Schwarze, unterhält und animiert. 18 Tracks, die für all das stehen, was den Punkrock auch im Jahre 2008 noch hörenswert macht.

TEXTE

Der Schnorrerparck bei Leipzig (T: Mayonaise; M: BWB)

1. Egal wo Du bist, an jedem Ort,
wird erstmal aus Prinzip geschnorrt.
Die Dose raus und Leidgesicht.
Dich interessiert es einfach nicht,
ob es die eigenen Leute sind.
Du bist ja schließlich noch ein Kind.
Jetzt willst Du auch noch was von mir…
Ey, wir sind die Band, wie spiel´n heut hier…

R: Im Schnorrerpark bei Leipzig
beklaun sich die Leute gegenseitig.
Das Bier fest in der rechten Hand -
und sind natürlich gegen D-Land.
Der Hund ist immer mit dabei,
bei Party, Suff und Keilerei.
Der Rest ist denen scheißegal.
Fahr mal hin, versuch´s dort mal.

2. Du kanntest uns bisher noch nicht.
Drum säufst Du Dich heut lieber dicht.
Wir kommen zwar von sehr weit her,
das interessiert Dich heut nicht mehr.
Deine Kreativität
Beschränkt sich heut auf Apfelmet.
Doch bevor ich es vergesse -
Ich hab da ´ne Adresse….

R: Im Schnorrerpark bei Leipzig…

Also gleich mal vorneweg: Dieser Text ist NICHT ortsbezogen. Also nichts gegen die (korrekten) Leute aus Leipzig, Sachsen Anhalt, Sachsen oder sonst wo. Wie haben in dieser Gegend mit unsere schönsten Konzerte gespielt. Wir brauchten nur eine Stadt, die sich auf „gegenseitig“ reimt. Solche „Punx“ gibt es leider fast überall. Was Punk für einen ist und bedeutet muss natürlich jeder selbst rausfinden. Das Problem ist nur, daß manche Leute unter Punk eben genau die oben angesprochene Sachen verstehen. Und das ist es definitiv nicht.

Motor Suhl (T: Mayonaise; M: BWB)

1. Diese unsere Welt ist krank.
hat Vater schon gesagt. Ich habs erkannt.
Anti-Deutsche, Anti-Imps
Zerstritten bis zum Gehtnichtmehr.
Leute, Oi!ch geht’s viel zu gut.
Und Ihr habt keine Ahnung mehr.

R. Rauft Euch zusammen!
Ihr habt es in der Hand!

2. In Suhl zum Beispiel gibt es ein Problem.
Nur Ihr könnt so blind und könnts nicht sehn.
Nehmt die Sonnebrille ab.
Cool sein braucht hier keiner mehr.
Jeder kocht sein eignen Brei.
Doch die schmeckt mir schon lang nicht mehr.

Der Text zu diesem Lied entstand, als wir von ein paar Leuten aus Suhl und Umgebung gefragt wurden, einen Titel für einen CD-Sampler beizusteuern. Sie sind auf uns durch die Seite www.mucke-gegen-rechts.de auf uns gestoßen und ursprünglich wollten wir auch das Lied „Verbotene Worte“ von der Kräuterrock-CD beisteuern, welches dort auch zum Download angeboten wird/wurde. Das Problem dort ist, daß die Region schon fast als „National Befreite Zone“ anzusehen ist. Hohe Arbeitslosigkeit, kaum Perspektiven, die Nähe zu Bayern bilden einen guten Nährboden für das braune Pack. Als ich zudem kurze Zeit später in einem Fanzine einen Demobericht las, wo sich verschiedene Gruppierungen erstmal selbst die Köppe einschlugen anstatt gemeinsam etwas gegen einen Naziaufmarsch dort zu unternehmen entstand ganz spontan dieser Text. Im Proberaum, eine Woche später, nahmen wir den Text gleich in Angriff. Wir wollten schon lange mal so was SHOCKS-ähnliches, mal einfach was mit unverzerrter Gitarre machen. Ganz an die Qualitäten der Berliner kommen wir musikalisch damit vielleicht nicht. Was zählt ist ja aber schließlich der Inhalt.

Schlussendlich brauchte das Kind auch noch einen Namen. Als Kind war ich Fan der Fußballmannschaft aus meinem Heimatort. FC VORWÄRTS Frankfurt (Oder) hießen die und haben in der DDR-Oberliga gespielt (so was, was heute die Bundesliga ist). Die haben ziemlich oft verloren. Nur den höchsten Sieg, den ich damals mitbekommen habe, den haben sie gegen die Mannschaft von MOTOR Suhl errungen. Eigentlich wollte ich noch das Jagdwaffenwerk (meine erste Knicker, mit dem ich als Kind auf Spatzen geschossen habe - wie böse!) und die SIMSON-Werke (mein erstes und einziges Moped, was ich als Jugendlicher hatte) einbringen. Werke, die es so nicht mehr gibt und wohl auch ein Grund für die Arbeitslosigkeit sind. Aber das wäre dann doch zu viel des Guten gewesen.

Müssen wir uns gegenseitig bekämpfen? (T: Mayonaise; M: BWB)

1. Das hat er eben doch nicht so gemeint.
Auf „Das ist unser Haus“ hat sich das doch nur gereimt.
Mit Politik hat er sonst nichts am Hut.
Und „Linke raus“ drückt das nur für ihn aus.
Ansonsten ist er wirklich nett und lieb.
Nur im Suff, da weiß er manchmal nicht, wie ihm geschieht.
Nüchtern hält er´s aber auch nicht aus.
Da ist er wie ein Tier.
Also lass ihm doch sein Bier.

Ref.: Du legst das immer falsch aus.
Was hat das für einen Sinn?
Müssen wir uns gegenseitig noch bekämpfen,
wo da draußen doch so viele sind…

2. Den rechten Arm hebt er nur zum Spaß.
Das macht er aus Protest und Punker dürfen schließlich das.
Ey mach mal halblang, der Typ gehört zu uns.
Das ist heut nicht sein Tag.
Wer weiß, was er schon wieder hat.
Ansonsten ist er wirklich nett und lieb.
Nur im Suff, da weiß er manchmal nicht, wie ihm geschieht.
Nüchtern hält er´s aber auch nicht aus.
Da ist er wie ein Tier.
Also lass ihm doch sein Bier.

Dass man hier die Ironie ganz klar erkennen sollte, wollten wir eigentlich nicht schreiben. Doch nicht nur bei uns wurden oft Texte missverstanden und daher musste das an dieser Stelle noch mal sein. Wie jeder weiß, gibt es eine große Grauzone von Leuten, die auch ganz gern mal mit Nazis einen Saufen gehen, weil sie - abgesehen von der politischen Meinung - ganz dufte sind. Solltet Ihr so etwas Ähnliches bei Euch beobachten, kämpft dagegen an! Nicht mit uns. Unpolitisch macht Hirntot.

5 Minuten (T: Pfeffer / Mayonaise; M: BWB)

1. Oh diese 5 Minuten Ruhm,
veränderten Dich ganz.
In Deinen Augen dieses Leuchten,
dieser seltsame Glanz.
Komm nimm den Kopf noch etwas höher,
komm geh einfach so vorbei.
Denn die Freunde, die Du hattest,
sind Dir längst schon einerlei.

R: Und nimm Dich gut in Acht.
An diesem Punkt in Deinem Leben.
Vor dem Gefühl Gott zu sein.
Kannst es nicht verstehen!?

2. Heute fühlst Du Dich als Star.
Bist doch nur Groupie inner Band.
Hängst mit Szeneleuten rum.
Kein Schwanz, der Dich noch nicht kennt.
Komm nimm den Kopf noch etwas höher,
komm geh einfach so vorbei.
Denn die Freunde, die Du hattest,
sind Dir längst schon einerlei.

3. Du bist seit 40 Jahren Punk.
Bei mir sind es gerad´ mal 10.
Ich schuld Dir tausendfachen Dank.
Ohne Dich würd´s mich nicht geben.
Komm nimm den Kopf noch etwas höher,
komm geh einfach so vorbei.
Denn die Freunde, die Du hattest,
sind Dir längst schon einerlei.

Das Textgrundgerüst stammt noch vom Pfeffer. Und ich habe immer noch das Gefühl, daß es zu dieser Zeit teilweise auf mich gemünzt war. Nichtsdestotrotz. Gehen uns die Leute tierisch auf die Eier, die aus Punkrock einen Starkult machen. Leute, die momentan noch heftig einen raushängen lassen und in 2 Jahren aus der sogenannten Szene verschwunden sind… Und noch schlimmer sind die Leute, die verächtlich auf den Punknachwuchs schauen und meinen, sie hätten nichts drauf. Dabei waren wir doch alle mal jung und sind nicht gleich als Szeneopas zum Punkrock gekommen, oder? In der letzten Strophe wollte ich eigentlich eine Zeile von SUPERNICHTS klauen, die da lautete: „Du kennst Mike Weger und Swen Bock“… aber das hätte vielleicht eh keiner verstanden und außerdem wurde ich überstimmt…

Hamburger Schule (T: Mayonaise; M: BWB)

1. 3 Streifen auf der Trainingsjacke
fand ich schon immer kacke.
Traurig läufst Du hin und her
und heulst, als gäb´s kein Morgen mehr.
Knüpfst Freundschaftsbändchen für den Bruder.
Doch der hält Dich nur für ein Luder.
Traurig läufst Du hin und her
und säufst das Tetraweinpack leer.

Ref.: Hamburger Schule.
Das ist nichts für Coole.
Hamburger Schule.
Nix Randale. Nix Bambule.
Hamburger Schule.
Ökologisch abbaubare Schuhe.
Hamburger Schule.
Lasst mich bloß in Ruhe….

2. Freiburg hasst Du wie die Pest.
Doch der Typ kam aus dem Nest.
Spielt dort in´nem Tanztheater
und ist dazu noch Fahrradfahrer.
Woodstock, Popkomm, Immergut,
auf dem Kopf ein Baststrohhut.
Tränen kullern von den Wangen,
als sie dort von Liebe sangen…

Oh je, Hamburg. Bei dieser Stadt bin ich aus vielen Gründen hin- und hergerissen. Das mit Übelste was die Stadt aber je hervorgebracht hat, ist diese komische Musikrichtung, obwohl man das natürlich nicht allein auf diese Stadt beschränken kann. Na gut, die Musik geht ja vielleicht sogar noch - aber die Fans… Sicher etwas plakativ der Text, aber was soll´s. Bambule hat übrigens nichts mit der ehemaligen Wagenburg zutun, wie man vielleicht annehmen könnte. Außerdem gewannen wir mit diesem Text immerhin den dritten Platz beim TERRORGUPPE - „Mach mal selber“-Gesangswettbewerb von der Fischertechnik MCD. Das ist doch auch schon mal was.

Verliebt (T: Mayonaise; M: BWB)

1. Im Großen und Ganzen ist die Welt doch eigentlich schön.
Wenn, wo man auch hinschaut,
alle Pflanzen blühn.
Das Wetter heut am Mittwoch ist ein wahrer Segen.
Die Kinder fahr´n behelmt
mit dem Roller durch die Gegend.

2. An solchen Tagen lass ich´s gerne ruhig angehn.
Fast jeder lächelt heut.
Ob Frau oder Mann. Sehn´
Se sich mal richtig um.
Mach weit auf die Augen.
Für wichtige Sachen
bin ich heute gar nicht zu gebrauchen.

3. Da lass ich dann auch einfach mal 5 gerade sein.
Und freu mich über ´nen gefundenen 20-Mark Schein.
Ja so ein Frühlingstag,
der geht durch Mark und Bein.
Was jetzt noch fehlt,
ist aus dem Aldi-Markt – Wein.

4. An solchen Tagen sitzt man rauchend auf ´ner Bank.
Hat´n Zettel vor sich und ´nen Stift in der Hand.
Schreibt ein Gedicht.
Oder für die Band ein Lied.
Irgendwas beklopptes.
Es sei denn, man ist verliebt.

Mal innerhalb von 10 Minuten in einer S-Bahn in Bein geschrieben, Leute beobachtet und vor Lachen im Sitz versunken. Übrigens schon zu „Euro-Zeiten“. Unser erstes richtiges Liebeslied… ;-)

Madel II (T: Mostrich / Mayonaise; M: BWB)

1. Sah sie anna Ecke steh´n, fragte
willste mit mir geh´n.
Ich liebe Dich, Du bist so schön
und haste nicht geseh´n.
Wir sehen uns fast jeden Tag.
Am Busbahnhof - Im Supermarkt.
Du bist so cool - Ich find´ Dich stark.
Versteh doch einfach, daß ich Dich mag.

Ref.: Und darauf hat sie mir ganz ausdrücklich erklärt,
daß sie mich hasst & einen anderen verehrt.
Ich wär ein Proll & immer voll,
das fänd sie nicht toll…

2. Ich onanier mit Bild von ihr
von abends um 8 bis früh um 4.
Die Nülle krümmt sich wegen Ihr
in mein Lieblingskuscheltier.
Wir sehen uns fast jeden Tag.
Am Busbahnhof - Im Supermarkt.
Du bist so cool - Ich find´ Dich stark.
Versteh doch einfach, daß ich Dich mag.

Huihuihui. Ganz heißes Eisen. Der Text ist sicherlich nicht p.c. und mit Sicherheit auch nicht Intelligenten sein Sohn. Manchmal haben wir aber solche infantilen Phasen, wo nur Müll bei rauskommt. Viel lustiger ist aber vielleicht die Geschichte, daß wir wegen Madel I (damals erschienen auf unserem ersten Demotape) und Oi!kalyptusbonbon bei einem nicht unbekannten Club aus dem Berliner Umland als sexistische Skinheads gelten/galten und dort nicht spielen durften. Inwieweit sich das jetzt geändert hat, wissen wir nicht. Mit diesem Stück werden wir da sicherlich auch keine Steine aus dem Weg räumen. Aber was soll´s. Wir sind eben nicht p.c.. Nur eben, wie gesagt, manchmal etwas infantil.

8owling 4 Columbine (T: Mayonaise; M: BWB)

Ref.: Angst!
Sie haben Angst!

1. Du kannst Dich wehren, kannst Dich schützen,
Du kannst Dich vergraben.
Und trotzdem wirst Du keine Chance haben.
Kannst Lebensmittel für ´nen ganzen Monat kaufen,
doch ich werd´ Dir vorher über den Weg laufen…

2. Hol Dir Munition und Knarre
und andere Waffen.
Und ich versprech´ Dir,
Du wirst es nicht schaffen.
Find mich und hol mich, noch hast Du Zeit.
Doch wenn Du mich tötest,
steht schon ein Anderer bereit…

Terroranschläge in New York, London, … „Sie“ versuchen uns weis zu machen, daß „sie“ das Bestmögliche für „uns“ tun. Und „uns“ „schützen“ wollen. Onkel Schily lässt grüßen… Letztendlich finden Terroristen aber IMMER einen Weg, Anschläge und ähnliches zu planen. Und so lange Menschen nicht auf einander eingehen und miteinander reden, wird sich nichts ändern. Verurteilungen werden immer nur neue Täter mit sich bringen, wenn nicht auf die wirklichen Probleme eingegangen wird.

G.O.T.T. (T: Mayonaise; M: BWB)

1. Hey schaut mal her. Seht richtig hin.
Vielleicht erkennt Ihr dann, wer ich wirklich bin.
Was ich sage ist Gesetz.
Hinterfragen braucht Ihr nicht.
Schließlich weiß ich einfach alles,
ich führ´ Euch nicht hinters Licht.

Refr.: Ich kann tun und lassen, was ich mag.
Denn eigentlich findet Ihr es immer stark,
was ich Euch unter die Nase reib´.
So war es schon die ganze Zeit.

2. Lehnt Euch zurück.
Macht´s Euch bequem.
Ihr braucht nur zuzuhören,
doch nicht alles zu versteh´n.
Ihr braucht mir nichts erzählen,
ich ignoriere Euch ja eh´.
Dafür wisst Ihr nicht genug.
Nur ich allein hab raus den Dreh.

Refr.: Ich kann tun und lassen, was ich mag…

3. Hey was ist jetzt nur mit Euch los?
Ich macht jetzt Euer eigenes Ding.
Was mache ich jetzt bloß?
Ihr macht Euch aus dem Staub.
Verschwindet durch die Hintertür.
Ich hab Euch doch so viel gegeben.
Ist das der Dank dafür?

Ref.: Ich konnt tun und lassen, was ich mag.
Denn eigentlich fandet Ihr es immer stark,
was ich Euch auf den Tisch gestellt´…
Was ist das nur für eine Welt?

Wieder mal das Thema “Hinterfragen”. Der Text hat aber zwei Hintergründe. Zum einen den, daß es in einer Band fast immer einen „Bandhitler“ gibt und wenn der sich erstmal herauskristallisiert hat, es ziemlich schwer ist, sich seinen Ideen entgegenzustellen, ohne daß es sich auch auf das Bandklima auswirkt (Ausnahmen bestätigen die Regel). Und zweitens entstand der Text, als ich noch in meinem Studium erfuhr, wie wissenschaftliche Arbeiten abgelehnt wurden, die thematisch andere Wege gingen, als die alten festgefahrenen. Da steht man als Student schon ziemlich bedeppert da. Das heißt dann wiederum - Entweder man passt sich an und verändert nichts oder man bricht aus und kann auf die Schnauze fliegen. Wie bei allen Sachen im Leben.

Falsche Ziele (T: Rotcool; M: BWB)

1. Die Seele ist düster geworden.
Du spürst Deine Gefühle schon lange nicht mehr.
Dein stummer Mund hat es verborgen.
Es geht nicht mehr, die Schuld wiegt schwer.
Hast Dich zurückgehalten.
Deine Schuld schon längst verbüßt.
Es ist an der Zeit, sie aufzuhalten.
Von der Angst besessen
unterwirfst Du Dich…

Nie mehr einen Fehler machen…

Ref.: Lässt zu, da sie Entscheidungen treffen.
Tyrannisieren, unterdrücken, Mord…
Merkst Du es nicht, merkst Du es nicht?
Dein Volk will dieses Unrecht nicht.

2. Sie bomben weiter,
nehmen Unschuldigen ihr Leben,
nur weil die wahren Täter niemand kennt.
Pass auf, daß Du mit Deinem falschen Streben
den nächsten Weltkrieg nicht verpennst.
Hast Dich zurückgehalten.
Deine Schuld schon längst verbüßt.
Es ist an der Zeit, sie aufzuhalten.
Von der Angst besessen
unterwirfst Du Dich…

Ref.: Steh auf, mach ihrer Willkür ein Ende!
Merkst Du es nicht, merkst Du es nicht?
Du musst ins tiefe Ende.
Dein Volk will dieses Unrecht nicht.

Das letzte Lied, welches wir noch in 4-er - Besetzung gemacht haben. Der Text stammt auch noch vom Robert, so daß ich da nicht mehr zu sagen kann. Hier darf jeder mal selbst was hineininterpretieren.

Du musstest es ja wissen (T: Mayonaise; M: BWB)

1. Du musstest es ja wissen,
was dahinter steckt.
Doch hinter den Kulissen
hast Du nichts entdeckt.
Du kämpftest ganz verbissen
und kamst auch schließlich an.
Jetzt heulst Du in Dein Kissen.
So war er nicht gedacht, der Plan.

2. Du musstest es ja wissen,
was dahinter steckt.
Doch hinter den Kulissen
war der Champagner Sekt.
Jetzt plagt Dich Dein Gewissen,
denn Du hast nichts getan.
Überall wird nur beschissen.
Das ist Dir jetzt auch klar.

3. Du wolltest es ja wissen.
Eigentlich hast Du´s schon gewusst.
Du wolltest es nicht missen.
Es siegte doch die Lust.
Du wolltest Dich verpissen,
doch dafür war´s zu spät.
Nun bist Du hin und hergerissen,
weil es wieder von vorn losgeht.

Natürlich sollte man immer alles hinterfragen. Allerdings stößt man dann manchmal auf Sachen, die man lieber nicht gewusst hätte. Ob Musikbusiness, Fernsehen, Politik… Wer lieber an seine heile Welt festhält, sollte nicht so viel fragen. Der brauch sich aber auch nicht wundern, wenn er immer wieder vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Weinen (T: Mayonaise; M: BWB)

1. Es gibt viele Dinge auf der Welt,
die mehr als traurig sind
und dieses oder jenes
hat mich oft auch sehr verstimmt.
Das eine mal weniger, das andere wieder mehr.
Doch eine Sache ist besonders schlimm,
denn es ist viel zu lange her...

Ref.: Ich kann seit Jahren nicht mehr weinen.
So richtig bitter, mit Tränen im Gesicht.
Alles gut, will man doch meinen…
Und ich weiß nicht genau, woran das liegt.
Will das Salz wieder an mir spüren,
will den Rest meiner Menschlichkeit nicht verlieren.
Ich will seit Jahren wieder weinen…
Und kann es nicht…

2. Ich bin wohl einfach gestählt,
von dem, was hier passiert.
Wo es keinen interessiert,
wer heut wieder mal verliert.
Mir geht es eigentlich gut,
doch langsam werde ich verrückt.
Aber weinen würd´ ich gern mal wieder,
doch bis jetzt hatte ich kein Glück…

Jungen weinen nicht. Ne? Aber klar doch. Lieber mal seinen Gefühlen freien Lauf lassen, als alles in sich rein zu fressen.

Ich will hier raus (T: Mayonaise; M: BWB)

1. Es ist die zehnte Kippe,
die ich in einer Stunde rauch´
und ich frag mich wirklich,
ob ich die jetzt brauch.
Ich frage mich wohin ich geh´
und hänge doch hier rum.
Keiner hält mich, doch ich bleib´
und frage mich: „Warm?“…

Ref.: Ich will hier raus!
Und kann es nicht, die Fesseln sitzen fest.
Ich halt´s nicht aus!
Gefesselt in Gedanken an den Rest.
Was wird aus Dir, aus mir, aus uns,
wenn hier nichts mehr geschieht?
Zerschlagt die eigenen Ketten,
die IHR Euch angelegt!!!!

2. Es ist die Stagnation,
die ich in unseren Straßen spür´.
In Häusern und den Köpfen:
Einfach keine Tür!
Ich glaub, Ihr habt mich angesteckt,
mit dem Virus „Tradition“.
Zu nehmen einfach das was kommt…
Das war schon immer so!

Mit das älteste Stück auf dieser Platte. Eine Demoversion davon ist schon lange im Netz zu finden und das Lied selbst entstand schon kurz nach der Aufnahme der „Kräuterrock“-Platte. Ich glaub nicht, daß man zu dem Lied noch viel sagen muss. Diese Gefühle hat wahrscheinlich jeder schon einmal erlebt.

Allein (T: Mayonaise; M: BWB)

1. Hallo, kann mich jemand hör´n?
Was ich zu sagen habe, ist auch schnell gesagt.
Ich will auch gar nicht lange stör´n.
Oh Verzeihung. Hatte ich das schon gefragt?

Ach scheiße, ist ja keiner da.
Red´ schon wieder mit mir selbst.
Gestern lag ich noch in Deinen Armen.
Und Du hast gesagt, daß Du mich nie verlässt.

Ref.: Ich bin immer noch allein.
Schon mein ganzes Leben lang.
Ich war immer auf der Suche.
Und ich fang nicht noch mal damit an.

2. Die paar Leute, die ich kenn,
geben mir nichts und ich geb´ ihn´ nichts zurück.
Ich hab das lange nicht erkannt.
Doch nun weiß ich´s endlich ja zum Glück.

Solche Texte schreibt man in Anflügen von Selbstmitleid. Wenn man denkt, daß niemand da ist und niemand einen versteht. Allerdings sollte man kämpfen, um aus solchen emotionalen Tälern herauszukommen. Am Ende der Nacht geht die Sonne schon wieder auf.

Guten Morgen (T: Mayonaise; M: BWB)

1. Dies ist ein Lied,
wenn Du mit schwerem Kopf aufwachst.
Wenn Du die letzte Nacht mal wieder durchgemacht hast.
Ich weiß, Du würdest lieber liegen bleiben.
Doch die Arbeit oder Schule ruft.
Wie sollst Du Dich entscheiden?

2. Vielleicht erstmal ´nen Kaffee?
Das wär doch schon ein Anfang.
Vorausgesetzt Du hast noch was
davon in Deinem Wandschrank.
Ich weiß, das Denken fällt Dir jetzt so schwer.
Dein warmes Bett und Dein Kopf
sagen, Du gehörst hier her.

3. ´Ne Idee wär es vielleicht,
wenn Du das Radio anmachst.
Der erste Schritt ist schon getan,
wenn Du das gemacht hast.
Ich weiß, Du willst jetzt nicht mal Musik hören.
Bass und Schlagzeug wär´n zu laut
und würden Dich nur stören.

4. Du kannst nicht abwägen,
alles Für und Wider.
Alles was Du spürst, sind Deine lahmen Glieder.
Mutter würd´ jetzt sagen: „Reiß Dich am Riemen“!
Doch döst Du auch schon wieder weg.
Na gut, dann bleib doch liegen…

Kennt noch jemand diese CD-Radiowecker? Ich war immer auf der Suche nach einem Lied wie diesem. Ein perfektes CD-Radiowecker-Guten-Morgen-Lied, bei dem man garantiert wieder einschläft. Das Lied haben wir im Proberaum aufgenommen und sollte nur als Demoversion gelten. Da wir aber schließlich meinten, daß wir es eh nicht besser hinbekommen würden und es schön spontan klang, haben wir es dann einfach so gelassen.

Ende (T: Mayonaise; M: BWB)

1. Hau endlich ab!
Verschwinde aus meinem Leben!
So was wie zwischen Dir und mir
wird es so schnell nicht wieder geben.
Viel zu viel geschehen.
Ich kann nicht mehr drüber hinweg sehen.
Einer von uns muss nun gehen.
Ich hoff´ Du kannst mich mal verstehen.

2. Sei nur gewiss!
(Ich) hab es mir nicht leicht gemacht.
Hab am Tage nachgedacht
Und wach gelegen in der Nacht.
Ein einziger Widerspruch.
Ich hab davon genug.
So berechenbar wie 1+1.
Es macht jetzt besser jeder seins…

Beziehungen zerbrechen immer wieder. Manchmal früher, manchmal nach - sagen wir mal nach 9 Jahren. Manchmal tut es sehr weh. Manchmal ist es aber auch das Beste. Hätte das Stück vielleicht „Manchmal“ heißen sollen?