Was lange währt wird endlich scheiße! (CHEFDENKER - Die wahre Story!)

Gespeichert von mieschka am Fr., 01/21/2005 - 00:16

Jede Sau bildet sich ein uns zu kennen, wir werden mit Fragen bombardiert und die scheiß Spekulationen nehmen kein Ende. Jetzt habe ich die Schnauze voll, verdammte Scheiße noch mal, die Wahrheit muss ans Tageslicht! Sofort! Also:

Mathias sitzt schön artig in seinem Heimatkaff aufm Schlagzeughöckerchen und übt hingabevoll anspruchsvollen Jazz nach Noten zu spielen. Als er merkt, dass es da noch was anderes geben muss, zieht er nach Köln und sucht sich den besoffensten Musiker, der ihm doch bitte beibringen möchte, was dieses andere denn ist, was er so gerne können würde: Verspielen.

Der besoffene Kölner (übrigens aus dem gefährlichen Osten von Köln: Aus Porz!) ist wie immer total überfordert, ist aber fasziniert von der kindlichen Naivität von Mathias, und die zwei gründen eine Band. Der Name des Porzers: Claus Lüer. Und Claus ist laut eigenen Angaben damals auch vielleicht schon mal Mitglied von KNOCHENFABRIK gewesen.

Claus weiß zwar selber nicht was er macht, aber immerhin spielt Mathias dazu Trömmelchen, und deshalb kann Claus schreien und Unfug erzählen. Mathias weiß zwar zunächst nichts mit Claus anzufangen, aber er tut ihm so leid, dass Mathias beschließt, sich weiterhin um ihn zu kümmern.

Aber was das jetzt bedeutet, verspielen, das weiß Mathias immer noch nicht, also heuert er in der billigsten Spelunke den Erstbesten als Mitmusiker an, der sich zufällig unter den Tresen übergibt, und dabei nicht bekleidet ist. Allerdings stellt sich später im Proberaum raus, das alles so ist wie vorher, außer das es nach Fürzen mit Zigarettenqualm riecht und junge Mädchen Schnaps vorbeibringen.

Tja. Was tun? Was fehlt ist ein Führer, eine schillernde Persönlichkeit, jemand Einzigartiges, der verflucht gut aussehen muss, der alle Frauenherzen im Sturm erobert, nur um sein Bierglas drauf abzustellen, jemand, der so saugut Gitarre spielt, dass sogar Männern sofort der Ständer schwillt, wenn er nur seine Gitarrensaiten wechselt!

Und Mathias brauchte gar nicht lange suchen, so einen gibt es nur einmal auf der ganzen Welt: Der einzige, übermächtige, geschmeidige, wahnwitzig geniale KOLLEGE!

Aber zu so einem geht man nicht einfach hin, sagt „Tag, hast Du Bock mit uns zu spielen“! Nicht mal mit allem Geld der Welt könnte man so einen Mann locken, der verdient genug mit Black Jack und Nutten! Trotzdem gelingt es dem geschickten Mathias durch teure Anwälte den KOLLEGEN in die Band einzuklagen, womit dann automatisch die Augen der

Welt auf CHEFDENKER gerichtet sind. Eine Platte ist nur noch Formsache, die Tour nichts weiter als ein aufgeblasenes Medienspektakel, die Frauen fallen reihenweise in Ohnmacht und durch den plötzlichen Erfolg, den der KOLLEGE mit sich bringt, wird es Mathias sogar möglich, seine Tätigkeit im Käseladen am Chlodwigplatz aufzugeben.

Und trotz Allem: Mathias ist sich siegesgewiss, dass er sich irgendwann auch mal verspielt, weshalb seine Rechtsabteilung jetzt eine zweite Platte durchgeboxt bekommen hat. Der Titel:

EINE VON HUNDERT MIKROWELLEN!

Erscheint Anfang März 2005 auf TRASH, da sind dann 18 Stücke drauf, aber nur wenn der Mathias sich nicht verspielt (was er allerdings noch nie geschafft hat!).

Ach, jetzt kommt mir bloß nicht mit so einer Scheiße von wegen „ist dir denn keine billigere Werbung für eure beschissene Platte eingefallen?“ Denn mir fällt echt sonst nichts ein! Ey, aber die Geschichte ist wirklich wahr! Prost.

The Kollege