Bandnews

2003

Salz in jede Wunde

15. Sep. 2003


Es gibt Momente im Leben, da könnte mir die Sonne aus dem Arsch scheinen. Nicht irgendein ständig wiederkehrendes Ereignis wie „nix“ machen, sondern so was wie ein Lili-Konzert oder Sommer. Ja der Sommer. Ich freue mich immer auf den Sommer, da lohnt sich das Bewerten wenigstens. Einstellige bis zum Horizont! Hy Babies! Und jetzt? Jetzt dröppelt et. Herbst, Lernen, Tee. Super, na klasse. Aber mal zurück zu wirklich interessanten Sachen. Ich wohne noch nicht allzu lange in Colonia, aber es macht schon mächtig Spaß sich einfach abzuschießen. Auf dem Land geht das nicht so einfach....

Fernsehen, auf der Couch rumlümmeln, darauf warten das irgendjemand vorbeikommt um mit mir zu saufen. Dann das nächste Problem, is überhaupt Bier da? Hm, mal schnell aus der Couch pellen, in den Keller laufen und - tatata – super – Papa hat an mich gedacht. Eine geschmeidige Kiste Bier wartet nur so darauf, verführt zu werden. Irgendwie jungfräulich. Montags kam dann immer der Molzberger, drei Dosen Tuborg oder irgendein anderes Pils dabei. Naja, dann gib ihm. Und der Molzberger kann dann immer super anfangen zu süttern wie man es normal nur von irgendwelchen Ollen gewohnt ist. Schnell noch ein Bier. Sehr amüsant sind die Reden über seinen Vater. Der hat einen Orden verdient. Es gibt übrigens schon die Einheit „1 Molzberger“, das sind exakt 125kg. Zurück, jedenfalls is der Busfahrer und hat in einer Linkskurve das Gleichgewicht verloren, als der Münzautomat nachgegeben hat und 1 Molzberger in den Fußraum gefallen ist. Bus innen Graben gesetzt. Die Geschichte ist nicht wirklich lustig, aber es ist unglaublich, wie der Pils-Molzberger sich dabei belacht. Und zack nochein Bier. Hoffentlich fängt der „Steimelhagen, Bier am Kragen“-Molzberger jetzt nicht das Bluessingen an. „Bamdädädä - Es scheint nicht jeden Tach die Sonne – bamdädädä – und isch weijß nit warüm“.

Freitags dann kam regelmäßig der Kollege vorbei. Er geht dann erst mal in den Keller um sich und meinem Vater ein Bier zu holen. „Ja Walter, ich han mir och eens mitjebraacht!“ – „Weil de jescheid bist!“ Großartig. Löft doch. Und wenn dann die Pissorgien losgehen wird’s richtig spaßig. Meine Mutter motzt immer, wenn einer zu laut ist. Der Molzberger is auch schon mal von ihr rausgeworfen worden. OK. Der Kollege hat Angst vor meiner Mutter. Kann ich verstehen. Er kann aber prima aus dem Fenster pissen. Dachfenster wohlgemerkt. Eine feine Technik, indem man sich mit einer Hand an der Dachrinne abstützt.

Ja und wenn später noch Lust auf Schnaps da is, fahren wir nach Wissen zum Jürgen. Kleine Kneipe, meist gute Musik, ab und zu Bands und Schnaps. Go!

Samstags musste der Kollege dann früh raus zum schuften, hat aber nie geklappt. Kater, weitersaufen, ab zur Ollen.

So war das damals auf dem Land. Nix machen. Das waren da schon die Highlights.

Aber hier in Colonia is das anders. Bewerten, Saufen und vors Cave stellen. Super, runde Sache. Macht einen Höllenspaß. Zu Ringfestzeiten kann man prima Bewerten und Bier trinken. Und was macht der mächtige Klitsch, der 3 Wochen Urlaub hat?? Der Idiot fährt nach Hause aufs Land. Hier wird es Herbst, dass die Punkte nur so von den Bäumen fallen und der fährt Kühe glotzen. Ich packs nicht. Den ein oder anderen Abend, ob Blue Monday, Spaß am Dienstag oder Mittwochs das Bergfest, alles verpasst. Ganz zu schweigen von den großartigen Wochenenden und die letzten Grilltage. Und wir latschen immer noch brav vorbei und klingeln, um das Bewerterkomitee zu vervollständigen. Heijaijai. Es scheint nicht jeden Tag die Sonne, aber heute is es echt düster! Aber das hat er auch ordentlich auf die Nase gebunden bekommen. Es muß sich angefühlt haben, wie wenn er einen auf links gedrehten Igel poppt. Salz in seine Wunde!

Das schöne am Herbst ist allerdings, dass man endlich wieder auf Konzerte fahren kann. Sommerloch vorbei. Da lohnt es sich sogar seinen Terminkalender auszupacken und eine gewissenhafte Konzertplanung vorzunehmen. Saufen zu planen ist ein harter Knochenjob.

Prost!

Graf Disco

Schlechte Nachrichten!

09. Sep. 2003

Unser Gig in der Schweiz wurde leider kurzfristig abgesagt. Die Gründe dafür spielen hier keine Rolle. Es ist jedenfalls ziemlich viel schief gelaufen. Nichtsdestotrotz verstehen wir uns mit dem Veranstalter nun ganz gut und haben nun beschlossen, das ganze im nächsten Jahr nachzuholen. Also, liebe Leute in der Schweiz. Wir kommen ganz bestimmt nochmal zu Euch. Nur eben leider nicht in diesem Jahr. Die Leute, die uns trotzdem gern sehen wollen können ja nach Rottweil kommen. Auch dieser Termin wurde umgelegt. So weit ist es ja von der Schweiz bis dort hin nicht, hab ich mir sagen lassen. Was sich nun alles geändert hat & wo wir nun wirklich spielen, könnt Ihr hier nachlesen. Dies werden dann auch vorerst unsere letzten Gigs sein, denn danach werden wir uns voll und ganz auf neue Aufnahmen konzentrieren. Also nutzt dich Chance. Man sieht sich & bis bald.

Mieschka + Band

Frisch verliebt?

26. Aug.. 2003

Ach Du Scheiße! Ich hab jetzt schon so viele Tränen gesehen, inklusive meiner eigenen, das es an der Zeit ist, ein paar Wahrheiten anzumerken.

Wir alle wissen, wie es ist, wenn man sich gerade verschossen hat. Und wenn das entsprechende Mädel auch noch genau so denkt. Es gibt nichts schöneres, nicht mal saufen. Nicht umsonst wird gesungen „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“.

Die Sache fühlt sich gut an, die Sonne scheint, es gibt nichts wichtigeres auf der ganzen Welt, Spaß ist maßlos untertrieben, Miraculix Zaubertrank könnte nicht annähernd so herrlich sein. Aber wir alle wissen doch auch, das so ein Gefühl auch beim saufen irgendwann eintritt. Und jeder findet sich auch damit ab, das man am Morgen danach den Preis dafür zahlt. Schädel, kotzen, unwohl fühlen. Warum will einfach niemand wahr haben, das die Liebe genau so Nachwirkungen hat? Erst ist man im siebten Himmel, dann in der Hölle. Auf jeden Regen folgt ein Sonnenschein, aber die Sonne scheint nicht ewig! Und ich weiß nitt warüm!

Ich will ja jetzt gar nicht erzählen, das Du schreiend weglaufen sollst, wenn Du merkst, das da mehr ist zwischen Dir und der Heiligen. Aber wenn Dir ein Freund in die Augen sieht, und merkt, das es Dir ernst ist, dann sieht nur er das drohende Unglück. Du nicht! Du kannst es im Moment nicht sehen. Und wenn er Dich zur Vorsicht ermahnt, dann macht er das wahrscheinlich, weil er halt Dein Kumpel ist, und versteht, wie Du Dich im Moment fühlst. Und er macht das nicht, weil er es Dir nicht gönnt!

Und ich habe das auch gerne gemacht, und für meine Ermahnungen immer nur böse Worte von Freunden geerntet. Dann ging JEDES MAL exakt das gleiche Spielchen los. Das frische Pärchen verbringt die ersten Wochen zu Hause. Dann gehen sie wieder aus und jeder freut sich für die zwei. Ich ja auch! Und wie von Geisterhand – welche Überraschung – fängt es irgendwann an zu kriseln. Das geht ein paar Mal gut, irgendwann kommt die Trennung. Und dann folgt meine persönliche Wiederholung, fast wie „Dinner for one“.

Der besagte Kumpel, der mich irgendwann mal mit bösen Worten überschüttet hat, weil ich zur Vorsicht geraten habe, kommt zu mir und heult sich aus. Immer das gleiche Bild, nur die Köpfe sehen jedes Mal anders aus!

Dann kann ich mir die Geschichte anhören, die im übrigen auch immer die Gleiche ist, und danach beteuert er, das ich ja Recht hatte, und das es ihm leid tut, und das er doch bloß mal auf mich gehört hätte. Er kann ja gar nicht verstehen, wie es so weit kommen konnte. Damit hat er ja nie gerechnet. Dann ist der Kerl monatelang in einer schlimmen Krise, fühlt sich Scheiße und ist natürlich für nichts mehr zu gebrauchen. Nach und nach nehmen auch seine Angehörigen immer mehr Abstand, weil sich keiner auf Dauer dieses Gejammer anhören kann.

Verflucht! Wenn man doch einmal mit dem Kopf gegen die Mauer gerannt ist, und danach eine Beule hatte, dann versuchen doch nur die Hartnäckigen noch ein zweites Mal mit dem Kopf durch die Wand zu kommen. Und sogar die werden nicht so bescheuert sein, es ein drittes Mal zu probieren. Und als halbwegs erwachsener Mensch weiß man doch auch, das nach der Sauferei der Schädel folgt. Und genau so weiß man doch auch, das man verliebt sein zwar genießen kann und auch soll, aber es nicht wie das Universum unvergänglich ist. Wenn man mal das Bewusstsein entwickelt hat, dann ist man auf den herben Schlag hinterher vorbereitet. In erster Linie psychisch. Das ist schon mal mehr als die halbe Miete.

Und so clever wie das Aspirin vorm schlafen gehen lenkt man seine Geschicke in der Liebe nicht unbedingt in den ersten Monaten auf eine gemeinsame Wohnung, ein gemeinsames Auto, eine Heirat oder ein gemeinsames Kind! Auch wenn das Herz geradezu danach schreit, und es im Moment so aussieht, als würde es nie anders werden, und man würde sich niemals trennen. Denn dann würde der Schock hinterher bei der Trennung nicht nur Herzschmerz sondern auch dein Bankkonto in arge Bedrängnis bringen.

Also wenn Du beweisen willst, das Du zwar frisch verliebt, aber nicht doof bist, dann antworte Deinen Freunden auf Ermahnungen:

„Mein lieber Freund! Ich weiß es zu schätzen, das Du Dich um mich sorgst! Aber kümmere Dich bitte um Deine eigene Scheiße! Denn ich habe jemanden gefunden, der blöd genug ist, sich mit mir den ganzen Tag von morgens bis abends das Hirn rauszuvögeln, und ich werde damit nicht aufhören, bevor dieser jemand anfängt über Trauringe oder so eine Scheiße zu quatschen!“

...WEIL DE JESCHEID BISS!

The Kollege

Gene Simmons - The Autobiography

26. Aug.. 2003

Na gut, als Macher einer der größten Bands der Welt, die mit Merchandise-Scheiße schamlos um sich schmeißt, kann man auch schon mal einen auf wichtig machen und sein Leben auf schlappen 267 Seiten darbieten.

Alles in Englisch, alles geil. Los. Die ersten sechs Seiten sinniert er ein bisschen über das Leben im allgemeinen und wie er es denn so sieht. Schon geht es los, das er seine Mami von vorne bis hinten huldigt, was auch bis zum Ende des Buches nicht mehr aufhört. Er erzählt, das er 4600 Frauen gefickt hat und davon immer Polaroids gemacht hat. Aber trotzdem ist er ein toller Vater. Seine Kinder und die Mutter seiner Kinder liebt er über alles. Aber heiraten will er nicht, weil er heiraten abgrundtief Scheiße findet. Man soll mit jemandem zusammen sein, weil man will, nicht weil das auf einem Stück Papier steht.

Dann holt er verdammt weit aus. Er wurde am 25. August 1949 in Israel geboren. Sein Name war Chaim Witz und seine Eltern waren arm, aber glücklich. Der Papi hat sich dann irgendwann verpisst, Mami war immer da. Er lernt, wie man Häufchen macht und so weiter. Jedenfalls hat er schon in jungen Jahren gemerkt, that it´s all about power and might.

Mit zehn spielt er gerne Cowboy und ist fasziniert von Superhelden-Comics. Am liebsten mochte er die bösen und dunklen. Etwas später wurde er zum TV-Junkie, der die ganze Zeit eben diese Superhelden guckt. Dann zog er mit Mami nach Amerika und wurde Gene Klein genannt und hat die üblichen Einwanderer-Probleme. Wenn Stars irgendwo im Fernsehen zu sehen waren, war er überwältigt von some kind of Power, welche die Mädchen zum schreien bringt. Fand er gut. Na ja, wer nicht?

Dann fand er als Teeny die Beatles geil und fing irgendwann an Musik zu machen. Da fand er heraus, das die Ladys auf seine lange Zunge standen. Später fand er auch heraus, was man damit alles anstellen kann.

Nach läppischen 58 Seiten ist er auch schon bei seinem zwanzigsten Lebensjahr (gähn), vögelt hier und da und spielt endlich in Bands. Da lernt er ganz unspektakulär Paul Stanley kennen, und beide hatten einen ungewöhnlich großes Ego. Und beide wollten ihre kleine Band nach vorne bringen. Was folgte, waren Scheiß Konzerte, wo keiner hinkam. Kennt man ja. So mit 22 suchten die zwei dann noch ewig lang Mitstreiter für eine Band, die später KISS werden sollte. Sie wollten was ganz großes, einzigartiges schaffen. Zuerst waren sie ganz weiß geschminkt, sah entsprechend Scheiße aus. Besetzungswechsel trallala. Jedenfalls waren die zwei richtige Malocher. Tagsüber Geld verdienen mit Scheißjobs, Abends an der Band basteln. Kann natürlich auch übertrieben sein, ist ja schließlich ein Buch von einem Multimillionär, aber so steht es geschrieben. Damit der Name cooler klingt, nennt er sich ab da Gene Simmons. I would never be Gene Klein again.

Jedenfalls haben viele Gitarristen vorgespielt. Irgendwann kam irgend ein Arschloch rein und spielte los, obwohl er noch gar nicht dran war. Gene und Paul waren schon immer anständige Leute, gute Geschäftsleute mit guten Manieren. Die haben so gar nichts mit irgendwelchem Rockstargehabe zu tun. Und dann kommt da so ein ungepflegter Heini rein, sieht aus wie aus der Gosse, ganz ohne Manieren. Gene motzt rum, das er jetzt besser saugut spielt, ansonsten fliegt er hochkant raus. Sie spielen im „Deuce“ zwei mal vor, beim dritten Mal reißt er ein Gottsolo runter und schon ist er eingestellt. Auf die Frage, wie er denn heißt, entgegnet er: „ Paul Frehley.“ Gene sagt: „We can´t have two Pauls in the Band!” Darauf er: “Call me Ace!“ Darauf Gene: „Call me King!” I wasn´t joking. Neither was he.

Jedenfalls mit Peter Criscuola stand die Vier-Mann-Band. Pretty early on Paul and I were aware that we had just met two types of people that we had never been around before. They drank and were attracted to violence.

Ace hat früher schon nur gesoffen und hat niemals auch nur eine Box auf die Bühne geschleppt. So ein richtig versoffenes, faules Stück Scheiße. Geil! Er konnte wohl sein ganzes Leben nichts anderes außer saufen und cool Gitarre spielen. Gott! Außerdem kam er niemals pünktlich. Also genau das, was man in einer Band überhaupt nicht gebrauchen kann.

Aber er war halt damals als einziger fähiger Gitarrist verfügbar. Und auch wenn es nicht genau im Buch steht, merkt man, das da keine ehrliche Rockband gemacht werden sollte, sondern ein bis ins Detail durchgeplantes Produkt. Das Produkt KISS. Also das genaue Gegenteil von dem, was alle Bands auf der Erde wollen. Gene sagt über Ace: „It was a nightmare from the very first day... it was never about friends, it was never about hanging out. It never was, and to this day it still isn´t.” Schade eigentlich.

So 1972 stand dann endlich der Name, das Styling, die Idee, das Konzept, ein paar Klasse-Songs und so weiter. Nach endlosem Vorspielen für Plattenfirmen und kleinen Pisskonzerten, wo es immer Ärger mit Ace gab, ging es dann los. KISS machten sich auf die Welt zu erobern.

Gene hat angeblich nie gesoffen und nie was mit Drogen zu tun gehabt. Ja, klar, und ich bin der Papst. Aber er betont es immer wieder, so das man ihm den Scheiß glatt abkaufen könnte. Jedenfalls hat er sich von Anfang an immer die Zeit mit ficken vertrieben. Weil er jescheid is. So 1974 kam die erste Platte raus und die Jungs sind die ganze Zeit rumgetourt und er hat rumgehurt. Zwei Jahre später waren sie Superstars und haben Stadien ausverkauft. Wer hätte das gedacht? Die ganze Zeit über sind Querelen mit Ace, mit Managern und mit Gott und der Welt an der Tagesordnung, aber Gene und Paul wollten immer mehr. Höher hinaus, mehr Geld, mehr Ruhm, mehr Macht, mehr Frauen. Dann wird er mal als Satanist verschrieen, was aber Unfug ist. Und er ist davon überzeugt, das er den Kleiner-Finger-Zeigefinger-Gruß erfunden hat, weil er sein Pick immer mit Mittel-und Ringfinger hält. Er hat sich das Bassspielen nämlich selber beigebracht. Und ich mutmaße, er hat eine entsprechend erbärmliche Technik.

Er erzählt unglaublich viele Geschichten, mal interessant, mal nicht. Er hat viele Models gebumst, unter anderem die Mutter von Liv Tyler, a model who was very friendly with a number of rock stars.

1977 kam die dritte Platte raus und verkaufte sich mal lässig eine Millionen mal. Das ist ja recht OK. KISS nahmen alle Vermarktungschancen wahr, unter anderem ein Kiss-Comic. In die Tinte gaben die Jungs ihr Blut. Yeah. 1978 lernt er Cher kennen und lieben. Aber er will sich um Gottes Willen nicht binden. Lieber in der Gegend rumficken. Er findet da den Gedanken an Familie und Kinder noch Scheiße. Das ändert sich erst viel später.

Ace wird immer verdrogter und versoffener, die Bandmitglieder hängen sich seit Jahren auf der Pelle und sind sich überdrüssig und die Soloalben-Scheiße fängt an um sich zu greifen.

1980 flog Peter raus, aber natürlich nur um seiner eigenen Gesundheit Willen, und Paul Caravello stieß zu KISS, der mal glatt in Eric Carr umbenannt wurde. KISS gaben sich zum ersten Mal unmaskiert. Gut für die Karriere. Ace kackte nur noch ab und Eddie Van Halen bot sich an doch bitte bei KISS spielen zu dürfen!! Aber Gene wollte lieber einen unbekannten Gitarristen, weil Eddie schon bekannt war und er nicht wusste welchen Charakter er bei KISS hätte übernehmen können.

Touren, Probleme, Hickhack, vögeln, Mami war immer schon die beste, stinkend reich, und Anfang/Mitte der glorreichen 80er muss Gene seine Fresse auch noch in Filmen präsentieren, unter anderem mit Tom Selleck alias Magnum in „Runaway“. 1984 lernt er Shannon Tweed kennen, auf dem Anwesen vom Playboy-Übervater Hugh Heffner. Gott hab ihn Selig. Shannon war wohl super. Äußerlich konnte man nicht motzen, und sie hat ihn machen lassen was er wollte. Kein Geschrei, kein „wann kommst du wieder?“. Perfekt!

1985 kam „Asylum“ raus und war natürlich locker Platin. Hach Gottchen, wat kost´ die Welt? Gene, Paul, Eric Carr und Bruce Kulick ohne Make-Up im Strom der Hair-Metal-Bands.

Shannon ist schwanger. War von ihm jedenfalls nicht geplant. Gene kann an nichts anderes mehr denken, wird er so ein Scheiß-Vater sein wie sein eigener? Die typischen ich-werde-bald-Papa-Sorgen: Werde ich gut sein, kann ich überhaupt für andere Sorge tragen, wie wechselt man eigentlich eine Windel? Dann schreibt er ewig viele Seiten über ein ganz neues Lebensgefühl-Papi sein. Klingt jedenfalls sehr überzeugend und rührt geradezu zu Tränen. Er ist bei der Geburt dabei, trennt die Nabelschnur, hält ihn zum ersten Mal im Arm, will ihn nicht wieder weggeben und schwört sich selber alles für den Kleinen zu tun und um ihn zu kämpfen, auch wenn er selber dabei draufgeht. Er war noch nie so glücklich und kann sich gar nicht vorstellen, wie das denn war, als er noch keine Kinder haben wollte. Aber heiraten ist immer noch nicht, weil Scheiße. Deswegen besteht er auch darauf, das Shannon nicht als seine Frau dargestellt wird.

Dann folgen sogenannte KISS-Conventions, wo KISS erst ein paar Stücke unplugged spielen, um danach den Fans Rede und Antwort zu stehen. Damit treten sie angeblich die Welle von MTV Unplugged los. Ein weiblicher Fan erzählt auf einer dieser Conventions, das ihr Freund vor kurzem gestorben ist, und sie gebeten hat, eine Kiss-Platte mit ins Grab zu legen. Sie hätte niemals verstanden, wie so eine Loyalität zu Stande kommen kann, aber seit sie so viele nette, und von KISS besessenen Leute auf der Convention kennen gelernt hat, versteht sie das. Dann ist sie zusammengebrochen. Der komplette Saal war totenstill. Und Gene betont damit ein weiteres Mal, das KISS-Fans die besten überhaupt sind, und er sie niemals enttäuschen würde. Blabla.

Ende der 90er kommt dann die riesige Reunion-Tour. Wieder der alte Stress wie vor 20 Jahren mit Ace, und nicht zuletzt deswegen ist er der Meinung, das KISS musikalisch noch nie so schlecht waren. Manche Menschen ändern sich nie. Trotz Sorgen, ob alles klappt, funktioniert alles viel besser als geplant. Aufmerksamkeit in den Medien, volle Stadien, und noch mehr peinlicher Merchandise. I´m here to tell you it´s all good. We don´t hide behind that mask. We worked hard. Bands have come out and said that we´re corporate while they have integrity, and they can point fingers, but the IRS makes no distinction. When you make money, it´s called earned income. As a rock band, you are business, and you have to seize every opportunity to promote your product.

Entwaffnend ehrlich, was? Aber auch geldgierig. Kann man sich jetzt dran totdiskutieren und totphilosophieren ob das gut ist oder nicht.

Er glaubt aber auch, das KISS niemals ihr ganzes Potenzial ausgeschöpft haben, weil die Band niemals eine Einheit war.

Jedenfalls gibt er mehrere, klare Statements ab was das spielen von alten Songs angeht. „...the most satisfying part is still getting up on a stage and playing KISS songs that fans have come to love, from “Strutter” to “Deuce” to “Rock and Roll All Nite”.”

Und seine zwei Kinder, Nicholas und Sophie, können von sich behaupten, das beide Elternteile schon mal auf dem Cover vom Playboy waren. Immerhin.

Und er spricht mahnende Worte gegen Drogen, auch wenn er betont, das jeder machen soll was er will, und das er kein Beschützer von irgendwem ist und so weiter. Aber er sagt, das er gesehen hat, wie Drogen einem die Fähigkeit vernebeln, intelligente Entscheidungen zu treffen.

Jedenfalls liest sich das Buch erst total Scheiße, wird dann aber immer interessanter, und am Ende sieht man die ganze KISS-Sache, und somit die ganze Rock and Roll-Sache mit anderen Augen. Er scheint auch wirklich ehrlich in allem zu sein, aber in erster Linie ist er ja schließlich Geschäftsmann.

Someday soon, just after the final chords of „Rock and Roll all Nite“ ring out on the Shea Stadium stage, I will pick up my bass and exit stage right…and playing the final show will be bittersweet…”

Ich bin jedenfalls froh, das ich das Buch durchgelesen habe. In erster Linie, weil ich jetzt endlich wieder was anderes hören kann außer KISS. Obwohl, wer will das schon?

The Kollege

Ja da bin ich wieder zurück...

26. Aug.. 2003

...aus dem schönen Texel/Holland. War ´ne geile Zeit und gute Erholung für mich und ich kann mich nun wieder voll und ganz der Bockwurschtbude widmen. Mit Erfolg. Denn nun steht auch endlich unser 3. Gig unserer 3-Tagestour im September statt. Da verschlägt es uns nun auch nach Mainz. Die gesamten 3 Konzerte werden wir dabei übrigens von der tschechischen Punklegende E!E unterstützt. Wir freuen uns schon tierisch drauf. Wo wir sonst noch dieses Jahr unterwegs sind, erfahrt Ihr wie immer unter der Rubrik Konzerte. Einige Gix kommen ja da noch in diesem Jahr auf uns und Euch zu. Wenn die aber "erledigt" sind, werden wir uns erstmal eine kleine Livepause gönnen und endlich am neuen Album arbeiten. Wann dies erscheint ist noch nicht genau raus, aber ganz sicher wird dies erst Mitte nächsten Jahres der Fall sein. Ihr solltet also die Chance nutzen und wenigstens einem der Konzerte beiwohnen ;-)
Ganz sicher wird es aber hier immer wieder ab und zu was neues geben. Euch soll ja schließlich nicht langweilig werden. Wer weiß, vielleicht gibt es ja doch ab & zu mal eine kleine Überraschung hier zu bestaunen.
Zum Beispiel ein neues Gewinnspiel. Das haben wir nämlich mal wieder am Start. Nähere Infos dazu findet Ihr hier.
Beim anderen Gewinnspiel, an dem WIR teilgenommen haben, wo es den Gig mit den Mighty Mighty Bosstones zu gewinnen gab, haben wir natürlich nicht gewonnen. Dafür sind wir aber bei 280 teilnehmenden Bands unter die letzten 50 gekommen. Einen genauen Platz weiß ich nicht. Aber trotzdem. Das wir so weit gekommen sind, ist ja auch schonmal was. Danke an alle, die uns unterstützt haben.
Ja, und last but not least, hat uns der Kollege von den großartigen Chefdenker zwei neue, kleine, höchstinteressante Stories zugeschickt, die Ihr unter Senf nachlesen könnt.

Das war´s auch schon. Haut rein.

Mieschka + Band

Eigentlich gibt es jede Menge Neuigkeiten...

03. Aug.. 2003

Allerdings habe ich momentan nicht die Zeit, diese Euch zu erklären. Morgen nämlich, fahre ich für 3 Wochen in den Urlaub. In dieser Zeit wird es hier auch keine Aktualisierungen geben. Sorry. Geniesst lieber auch den Sommer, statt hier am Computer rumzuhängen. Alles weiter gibt es dann, wenn ich zurück bin. Das ist ja fast so geheimnisvoll wie Weihnachten, was? Stimmt. Vorfreude ist die schönste Freude...

Also bis bald.

Mieschka + Band

Das vergangene Wochenende...

14. Juli. 2003

...war mal wieder eines nach unserem Geschmack. Viele Leute tanzten bei unserem Gig beim OBOA und enterten schließlich am Ende unseres Sets die Bühne, was den anwesenden Tontechnikern weniger gefiel. Für uns war´s jedoch eine geile Party und wenn es nicht zu regnen angefangen hätte, hätten wir bestimmt noch einige Songs mehr gespietl. Naja, kann man nicht ändern. Wir kommen aber bestimmt zurück.
Da es so spät und so dunkel war, haben einige Leute bestimmt nicht unseren Stand gesehen. Wenn Ihr also eines der 2 neue T-Shirts oder etwas anderes bestellen wollt, besucht einfach unseren Intershop.
Beim Ranking auf www.warpedtour.de hat sich auch wieder was getan. Unglaublich, aber wir haben weitere 75 (!) Bands hinter uns gelassen. Was bedeutet, daß nur noch 125 davon (mit uns) im Rennen sind. Wer sich noch nicht beteiligt hat, sollte dies schnell nachholen. Bis zum 19.7. läuft die dritte Runde und auch da wollen wir noch nicht rausgeworfen werden. Klickt also auf o.g. Link und stimmt schnell für uns ab. Weitere Ergebnisse findet Ihr wieder hier.
Ansonsten lassen wir es Konzertemässig ertmal wieder etwas ruhiger engehen & konzentrieren uns darauf, neue Songs zu machen, obwohl dies nicht den aktuellen Umfragergebnissen des P(r)olls entspricht. Auch dazu demnächst wieder mehr Info´s - schaut also regelmäßig hier wieder rein.

Wir sehen uns.

Mieschka + Band

Pünktlich zum OBOA...

09. Juli. 2003

...gibt es bei uns 2 neue T-Shirts im Intershop zu bestellen. Die Dinger sehen natürlich wieder hervorragend aus und lassen JEDE Person so schick aussehen, daß keiner mehr die Augen davon lassen will.
Beim Gewinnspiel, wo es um den Auftritt mit den Mighty Mighty Bosstones geht, sind wir einer Runde weiter! Dank an all die, die sich beim Gewinnspiel auf www.warpedtour.de beteiligt haben. Wir haben einfach mal eben am vergangenen Wochenende 80 (!) Bands hinter uns gelassen. Doch das war nur der erste Schritt. Der 12.07. ist nun der nächste Stichtag und es fliegen die nächsten Bands raus. Wenn Ihr bei diesem Gewinnspiel also noch nicht mitgemacht habt, dann tut es unbedingt jetzt & wählt dabei UNS aus, wenn es zur Bandauswahl geht. Wie die Ereignisse weiter verlaufen, halten wir Euch hier auf dem Laufenden.
Am kommenden Wochenende wird unsere Heimatstadt Frankfurt (Oder) 750 Jahre alt. Uns Mikro wird dabei bem großen Festumzug mitspielen. Das solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen. Wenn Ihr nicht in der Nähe wohnt, könnt Ihr Euch das Ganze auch im Fernsehen anschauen, und zwar beim RBB-Brandenburg. Vielleicht erkennt Ihr ihn ja.
Apropos Brandenburg. Wir sind neben den "üblichen verdächtigen" anderen Frankfurter Bands mit 2, jedoch bereits veröffentlichten, Stücken auf dem, frisch erschienen "Punk´n´Oi in Brandenburg"-Tapesampler vertreten. Herausgegeben wird das Ding von Kotzetapez. Dort, sowie auf Konzerten oder einigen Mailordern kann man das Teil sicher finden. Watch Out.
Also, wir sehen uns hoffentlich auf dem OBOA bzw. einem der nächsten Gigs.
Übrigens haben wir bereits 10 neue Songs geschrieben, die irgendwann dann auf dem nächsten Album erscheinen werden. Lange kann es also nicht mehr dauern ;-)

Macht´s gut.

Mieschka + Band

Wenn man(n) mit seine Freundin zusammen wohnt

28. Juni. 2003


Ich kann doch nichts, was soll ich denn für Ratschläge geben? Ach so, ja, da war ja was! Ich bin ja jetzt seit geschlagenen acht (!) Jahren fast durchgehend liiert. Also so was wie alleine sein kenne ich gar nicht mehr, und den Scheiß Klodeckel mache ich schon aus reinem Überlebensinstinkt runter.

Denn anfangs stört einen die Motzerei der Lebensgefährtin über den offenen Klodeckel gar nicht. Irgendwann, nach ein paar geduldigen Monaten, motzt man einfach zurück, bis es wieder einige Monate später so lästig ist, das man automatisch nach dem Pissen denkt: "Wenn ich den doofen Deckel jetzt oben lasse, dann heult die Alte wieder rum. Boh nä, da hab ich jetzt echt keinen Bock drauf. Andererseits, wenn ich den jetzt runterklappe dann hat sie es geschafft und mich geistig versklavt. Was wird wohl dann als nächstes kommen? Hmm..." Einmal angefangen darüber nachzudenken kann man nie wieder aufhören. Einerseits möchte man seinem Partner, den man ja gern hat, auch einen selbstverständlichen Gefallen tun, andererseits ist das doch total bescheuert, denn das tut ja keinem weh wenn der oben bleibt, aber wiederum wenn es sie doch stört könnte man ja nett sein, aber es ist und bleibt nutzloser Aufwand, aber für seine Freundin... denk denk denk...

...das hört nicht auf!

Irgendwann, in einer äußerst schwachen Stunde, da kommt auch dieses bekloppte Thema wieder aufn Tisch. Und überwältigt von der augenblicklichen Harmonie schwört man hoch und heilig, beim Barte seiner Großmutter, das man den verfluchten Deckel ab jetzt ganz bestimmt immer runterklappt, weil man ja so was von verliebt ist und weiß Gott wie Rücksicht aufeinander nehmen möchte und den anderen gerade noch viel doller lieb hat als sonst.

Ab jetzt.

Die Harmonie hält einen Abend lang an, und die Tage darauf ärgert man sich das man dieses dämliche Versprechen gegeben hat, und zwar jedes Mal nach dem Pissen. Aber man steht ja zu seinem Wort und macht jedes Mal artig den Deckel runter.

Es dauert höchstens ein paar Tage da steht die nächste Meinungsverschiedenheit vor der Tür und sie wird beiläufig irgend einen Spruch ablassen der sich auf den beknackten Deckel bezieht. Irgendwas in der Art, das Du ja jetzt endlich vernünftig geworden bist und Dich so verhältst wie sie sich das vorstellt.

Man ist natürlich schwer verärgert, weil man nicht das Gefühl hat das diese immer wiederkehrende und überflüssige Handlung des Klodeckelschließens als Arbeit anerkannt wird sondern als Selbstverständlichkeit abgetan wird. Man kommt sich vor wie ein Hund der von seinem Frauchen ein Bällchen geworfen bekommt und dann wie von Sinnen hinterher rennt. So als wäre man dressiert worden auf Befehl Männchen zu machen. Was ist also aus Trotzigkeit zu tun? Von da an geht alles lustig von vorne los: Der Deckel bleibt oben! Und zwar mit Absicht! Weil es ja so nicht geht, mein Fräuleinchen! Ich zeige Dir schon wer hier der Herr im Hause ist.

Einige Zeit wird sie nichts sagen, und der Sieg scheint in greifbarer Nähe. Irgendwann ist man einfach nur noch froh, das man jetzt den Scheiß Deckel oben lassen kann, sich kein Gemaule anhören muss und die Sache aus der Welt scheint.

FALSCH! Nicht mit einem Menschen weiblichen Geschlechts! Wiederum einige Zeit später - Du wirst die Sache längst ins Schattenreich des Vergessens gedrängt haben - da läuft mal wieder irgend eine sinnlose Diskussion. Und im Zuge Deiner - selbstverständlich lupenreinen - Argumentationen wägst Du Dich schon auf der Seite der Gewinner und Zack - kommt wie aus dem Nichts Deine damalige Trotzhandlung wie eine Dampframme auf Dich zurück!

Schon ist die Angewohnheit den Klodeckel oben zu lassen das schlimmste auf der ganzen Welt! Kein Brandstifter, kein Amokläufer und kein Charles Manson dieser Welt könnte Deiner Freundin je so etwas schreckliches antun, wie Du es jeden Tag machst indem Du diesen saudämlichen Deckel
oben lässt!! Aus! Punkt! Ende! Schluss! Basta! Kein Wenn und Aber! Du bist das Arschloch, der Drecksack, die rücksichtslose Sau! Und das wieder und wieder und auch noch mit voller Absicht!

Somit hat Sie Dich ganz fies abgezockt und ins offene Messer rennen lassen, und Du kannst nichts mehr machen als Dich geschlagen geben und Dir merken, das Frauen viel gemeiner und berechnender sind als Du es Dir in Deinen wildesten Träumen ausmalen könntest. Ein paar Tränchen im Auge Deiner Liebsten tun ihr übriges und sprengen Dein Herz entzwei und brechen damit jeden Rest von Widerstand. Was machst du also? Ganz klar, der Deckel kommt ab jetzt immer brav runter.

Denn das hat ja plötzlich ganz viele Vorteile.

Du beweist Dir, Deiner Partnerin und der ganzen Welt das Du ja doch nicht so ein Riesenarschloch bist. Jedenfalls nicht so wirklich. Und der Größte Vorteil: Für einen mittlerweile winzig erscheinenden Aufwand hast Du es geschafft, das Dir die Partnerin nicht die Ohren voll jammert! Nicht heute, nicht morgen, und schon gar nicht irgendwann wenn Du gerade glaubst Recht zu haben. Irgendwie versuchst Du darüber zu stehen und redest Dir ein, das Du ja nett sein willst, das es ja egal ist wer nun Recht hat weil ihr euch ja lieb habt und das sie Doch ihren Scheiß Willen haben soll! Verdammt!

Somit hat man das Stadium von alten Ehepaaren erreicht: Sie hat Recht und Du Deine Ruhe! Wie lautet also mein kluger Ratschlag an alle, die gerade zusammen in eine Wohnung ziehen wollen?

TUT ES NICHT.

Und wenn, dann schraub um Gottes Willen den Klodeckel ab!

Glück auf!

The Kollege

Trotz Prüfungsstress...

19. Juni. 2003

...hat es der mächtige Kollege geschafft, einen neuen Senf zu schreiben. Wiedermal erstaunt darüber, Dinge klar & deutlich auf den Punkt zu bringen dankt die Band dem Verfasser. Klick.

Einige von Euch haben es schon im Newsletter erfahren (wer ihn nicht bekommen hat - dann schnell auf der Hausseite eintragen !!!), daß die BOCKWURSCHTBUDE das erste Mal ernsthaft an einem Gewinnspiel teilnimmt & einfach mal schauen will wie weit man da so kommt..

Und zwar geht es um folgendes: Passend zur kommenden Vans Warped Tour 2003 DoppelCD launcht SideOneDummy Records eine eigene deutsche Homepage und bringt den deutschen Skate- und Punkrock-Fans gleich 2 Gewinnspiele! Das Highlight: Deutsche (auch AT und CH) können einen Auftritt mit den Mighty Mighty Bosstones gewinnen!!! Deshalb sollt Ihr vom 28.6.2003 bis 30.7.03 wird auf der Seite www.warpedtour.de bei einem Gewinnspiel teilnehmen, bei der Ihr außerdem Vansschuhe, Vans Warped Tour CDs, BlackFlys Sonnenbrillen, HurleyShirts usw. gewinnen können. Jeder Gewinnspielteilnehmer kann dabei angeben, welcher registrierten Band (das sin WIR !!!) er einen Auftritt mit den Bosstones "gönnt".
Also - gebt Euch keine Blöße und unterstützt uns ein wenig, indem Ihr o.g. Link folgt und uns wählt.

Tja, dann macht´s mal gut. Demnächst wieder mehr.

Mieschka

Oh Gott bitte nicht: Familienessen !

11. Juni. 2003


Letzte Woche wurde ich ganz übel auf dem falschen Fuß erwischt.

Ich wurde unter Zeugen gefragt (oder eher schon bedrängt) ob ich nicht am Sonntag am gemeinsamen Mittagessen teilnehmen möchte. "Wie? Gemeinsames Mittagessen?" dachte ich mir. "Von mir aus kann kommen wer will, solange sich jeder selber Bier mitbringt." Ich bin ja schließlich nicht die Wohlfahrt.

Es stellte sich allerdings heraus, das damit eine Fahrt zur "Schwiegeroma" und ein Drei-Gänge-Menü gemeint war. Da ich dämlicherweise vorher erwähnte ich habe Sonntag nichts vor musste ich zusagen. Scheiße!

Es kam wie es kommen musste. Ich wurde brutal von meiner Lebensgefährtin geweckt. "Wer saufen kann, kann auch aufstehen!" höre ich. In meinem Kopf tausend Bauarbeiter und Sternchen vor meinem linken, halb geöffneten Auge. Tatsächlich schon Mittag? Ich beginne eine kurze, sinnlose Diskussion, das sie mich doch bitte schlafen lassen und bei Oma entschuldigen möchte. Aber Oma hat ja jetzt extra für mich mitgekocht und freut sich schon seit Tagen.

Auf dem Beifahrersitz schlafe ich noch kurz ein und schon sitze ich bei Oma im Wohnzimmer. Ich befürchte, dass das Mittagessen hier nicht wie bei mir fünf Minuten dauern wird. Ich rechne mit einer Stunde, also von dreizehn bis vierzehn Uhr. Um vierzehn Uhr dreißig wird der Nachtisch gereicht. Mittlerweile stört es mich gar nicht mehr, das sich die versammelte Sippschaft gnadenlos anschweigt. Ich resigniere und prügel mir diese komische, wabbelige Matsche in den Hals. Ein Königreich für eine Pizza. Und eine Motörhead-Platte.

Als ich kurz nach fünfzehn Uhr vernehme das es gleich noch Kaffee und Kuchen geben soll schießen mir die Tränen in die Augen. Was habe ich in meinem letzten Leben bloß falsch gemacht? Ihr könnt doch nicht ernsthaft glauben, das ein junger Mann in der Blüte seines Lebens nichts anderes im Sinn hat als sich Sonntag Nachmittag der erwartungsvollen Freude einer Schwarzwälder Kirschtorte hinzugeben. Könnt ihr doch nicht!

...aber sie können.

Der letzte Bissen von der zweiten Sorte Kuchen guckt mir noch aus dem Hals als Oma mit einer weiteren Sorte antrabt. Jetzt habe ich aber die Schnauze voll! Ich bin satt, und das schon seit sage und schreibe drei Stunden!

Ob es nicht schmeckt, werde ich gefragt. "Nein, es schmeckt zum kotzen!" denke ich. "Oh, doch, wunderbar, sehr lecker", antworte ich. "Ich bin nur satt."

In der Hoffnung, es bald geschafft zu haben, ignoriere ich die fünf Schläge dieser abgrundtief hässlichen Standuhr, die mich die ganze Zeit auszulachen scheint. Vor Langeweile und Ärger darüber, den Tag die Toilette runtergespült zu haben habe ich das Gefühl platzen zu müssen. Das können allerdings auch die sechs Tassen Kaffee und die Tüte Kekse sein , die mir Oma permanent reinschaufelt.

Zwischendurch habe ich mir mal erklären lassen wer in den 70er Jahren warum wie cool war, und wer welchen dollen Otto in der Schule gebracht hat. Das lachen ist aufgesetzt und kommt wahrscheinlich nur vom Koffeinschock. Außerdem weiß ich jetzt was ich beruflich denn nun richtig mache und was ich noch richtiger machen könnte und wer es denn nun am allerrichtigsten macht.

Als das helle Licht am Ende des Tunnels beinahe ganz klar zu sehen ist bittet Oma zur Terrassenaudienz. Draußen sitzen ist ja soo gemütlich. Ja klar, und um so vieles interessanter als drei Meter weiter rechts im Wohnzimmer.

Es gibt halt Tage, die gibt es einfach nicht!

So sitzen wir also auf der Terrasse rum und unterhalten uns über den Rasen. Länge. Dünger. Pflege. Rasenmähertyp und Gartenschlauchpreise. Meine Partnerin versteht meine Anspielungen nicht das ich nun endlich nach Hause muss. Sie fragt warum und ich habe natürlich keinen nachvollziehbaren Grund. Sie versteht es einfach nicht.

Als die Uhr halb sieben schlägt überlege ich angestrengt ob ich mich von meiner Partnerin trennen sollte. Ich schlafe mit offenen Augen und werde nur kurz aus meinen Träumen gerissen als das Wort "Abendessen" fällt. Oh Gott! Schweig stille, mein Herz! Als ich gefragt werde ob ich auch was essen will bin ich zum ersten Mal für heute einfach nur ehrlich und gebe zu verstehen das ich wahrscheinlich die ganze nächste Woche keine Nahrung mehr zu mir nehmen muss und das wir uns jetzt verpissen.

Zu Hause angekommen steige ich aus dem Auto und gehe direkt Richtung Stadt. Auf die Frage meiner Partnerin was ich denn vorhabe antworte ich: "Wer früh aufstehen muss, muss abends auch saufen!"

Prost.

The Kollege

Was eigentlich daran so geil?

11. Juni. 2003


Manchmal wird man mit echt kritischen Fragen konfrontiert. Wenn man da eine vernünftige Antwort finden müsste hätte man schwupps diwupps ein ernsthaftes Problem. Zum Beispiel was daran so geil ist Gästebücher von Bands vollzumüllen. Tja, gar nichts. Und warum machen wir das dann? Vielleicht eine genetische Störung? Ich weiß es nicht, ich will es aber auch nicht wissen. Es ist ja auch totaler Schwachsinn, sich für einen Arsch voll Geld Gitarren zu kaufen, um dann in einem noch teureren Raum, der wie Köter stinkt, mit ein paar verschwitzten Typen Endlosdiskussionen darüber zu führen, ob man sich jetzt "Bügeln mit System" nennt oder ob man ein Stück nicht doch besser in A-Moll spielen sollte.

Genau so bescheuert wie überteuerte Rätselzeitschriften zu kaufen oder wach zu bleiben um Bernd Brot zu gucken. Vielleicht macht das aber einfach ein bisschen mehr Spaß als pünktlich jeden Sonntag um dreizehn Uhr bei Mama und Papa am Mittagstisch zu sitzen und zu erzählen wann der Nachbar wieder den Rasen mähen will.

Und warum gibt man ein Schweinegeld für Bier aus wovon man eine Wampe kriegt, aus dem Hals stinkt, dämliche Scheiße süttert und dabei lallt wie Karl Arsch? Ja warum denn? Weiß ich doch nicht, wahrscheinlich ist das auch lustiger als jeden Abend mit der Schwiegermama vier Stunden vorm Monopoly-Brett zu sitzen und sich das hundertste Mal darüber zu begackern das jemand jetzt - oh weh oh Graus - ins Gefängnis muss und dabei nicht über Los gehen darf.

Warum begibt man sich jedes Mal wieder wissentlich in die Gefahr, von irgendeinem besoffenen Karl-Heinz drei Stunden lang seinen bescheuerten Seelenmüll an die Backe getextet zu bekommen? Das ist nämlich überhaupt nicht lustig, im Gegenteil, das ist einfach nur ganz schrecklich lästig. Das ist nämlich genau so schlimm wie bei Oma Käthe und Onkel Jupp beim Kaffee zu sitzen und sich ebenfalls das einhunderttausendste Mal anzuhören wie viel Pfennig das Brötchen damals denn noch gekostet hat.

Vielleicht kann man ja besoffen einfach alles ertragen, weil man überhaupt nicht zuhört, nicht bei einem einzigen Wort. Und wenn man dann den Arsch so richtig schön voll hat wird das ja auch alles schon wieder lustig.

Vielleicht macht saufen auch gar keinen Spaß. Vielleicht ist es nur die psychische und physische Abhängigkeit. Ganz bestimmt ist sie das! Ich sage: Na und? Mir doch egal! Prost! Und wenn mir die ganzen Sinnlosigkeiten mal langweilig werden, dann kann ich immer noch mit der Oma Käthe und dem Onkel Jupp Halma spielen und den Geschichten aus der Gruft lauschen.

Hm. Warum eigentlich nicht? Wir wollten ja ohnehin mal wieder zum Bauer Ewald auf den Prickingshof. Hauptsächlich um noch mal zu sehen wie wir auch mal sein werden. Nämlich alt. Sehr alt. Das kann man sich da ganz genau ansehen, denn der Prickingshof ist so was wie das Disneyworld für Bauern. Da gibt es ein Bällebad und kleine Trecker für Kinder, ein Restaurant und den größten Zuchtbullen Europas für die Frauen, und für die Männer - jetzt kommt der Blick in unsere Zukunft - eine Kneipe!

Suuuuper! Das muss man sich mal vorstellen: Man muss morgens um sieben Uhr (!) an der Haltestelle stehen, damit einen der Reisebus abholt. Dann zahlt man auch noch eine Gebühr von zehn Euro um mit einer Horde stinkender Rentner zum Arsch der Welt zu eiern. Danach muss man sich selbstverständlich erst mal vier Stunden lang eine Verkaufsveranstaltung mit Pötten und Pfannen antun, nur damit man mal kurz über den Hof latschen kann und am Ende umsonst ein Wurstpaket mit vielen leckeren Würsten geschenkt bekommt. Also ganz ehrlich: Ein Traum!

Aber die Profis, also die Rentner die da öfters hinfahren, die machen das etwas geschickter. So wie der Opa vom Holz, dem "Duschen..."-Webmaster. Erst mal stellen die ihre Familie zu Hause oder weiß der Henker wo ab. Dann gehen die direkt nach dem Ankommen in die Kneipe. Raus aus dem Bus, strammen Fußes vorbei an der Tür die zur Verkaufsveranstaltung führt und dann: Aaaah, Frühschoppen beim Bauer Ewald aufm Prickingshof! Zum Wohlsein.

Ja na und? Fragt die denn etwa einer warum die das machen? Wer will denen das denn verbieten? Und geht es denen schlecht dabei? Na bestimmt nicht! Na also.

Was haben wir jetzt damit bewiesen? Weiß ich doch nicht, aber ich muss mal wieder feststellen: BIER TRINKEN IST LEIDENSCHAFT!

Und nicht bloß ein gammliges Hobby wie Auto fahren.

Wenn ich dann so meine "Petra" vom Juni 2003 aufschlage, und geschmeidig auf Seite 172 schaue, dann weiß ich, das ich Recht habe, und zwar mit jedem Wort. Da wird nämlich ein durchaus sinnvoller Test gemacht: "Der neue Mercedes CLK-Cabrio". Mensch, darauf habe ich gewartet. Und als Bonus: "Die schönsten Sonnenbrillen und die nettesten Cabrio-Strecken". Zitat: "Für traumhafte Blicke hinter die erste Alpenkette lohnt sich die Route von Bad Tölz über Lenggries, Jachenau, den Walchensee und Kochel." Ja, genau, ich selber hätte es nicht besser formulieren können. Eine wahrhaft göttliche Cabrio-Strecke! Mit Verdeck wäre die Scheiße! Aber zum Glück fragt mich ja niemand, warum ich die Petra lese. Ich frage ja auch nicht warum es sich von Bad Tölz nach Kochel ohne Verdeck besser fahren lässt. Denn wer viel fragt kriegt viel Antwort. Und dann hätte man schwupps diwupps ein ernsthaftes Problem, das sich nicht mit Alkohol lösen lässt.

Prost.

The Kollege

Neuer Senf

11. Juni. 2003

Das geht ja ab, wei Schmidt´s Katze. Was Pfeffer in einem Jahr nicht hinbekommen hat, schafft der Kollege in einer Woche. Zwei (!) neue Senf´s sind online.
Viel Spaß beim lesen. Auußerdem gibt´s Bilder vom letzten Berlinauftritt zu sehen.

Mieschka

WinAmp Skin

05. Juni. 2003

Der erste WinAmp-Skin ist im Media-Bereich zu finden! Da macht das anhören der Songs gleich doppelt so viel Spaß! Jetzt downloaden !!!!

Mieschka + the Band

...wie man es nicht macht!

01. Juni. 2003


Der mächtige Raki schreibt auf der Kinderhomepage wie man sich als Band zu verhalten hat wenn man es zu etwas bringen will. Davon habe ich keine Ahnung, aber ich kann euch erzählen wie man sich verhalten sollte wenn man zehn Jahre am Stück überhaupt keinen Erfolg haben will.

Grundsätzlich ist es auf dem Dorf wesentlich einfacher erfolglos zu sein als in der Stadt. Notfalls überzeuge deine Eltern aufs Land zu ziehen, am besten auf einen Bauernhof fernab jeglicher Zivilisation.

Als erstes sollte man so in der fünften Klasse spätestens seine erste Band gründen. Dabei ist es sehr hilfreich, wenn man einen Bandnamen und ein Logo hat, und das auf jeden Tisch, an jede Häuserwand und auf jeden Rucksack sprüht noch bevor irgendjemand ein Instrument hat oder auch nur annähernd eins spielen kann.

Wird man auf diese Nebensächlichkeit aufmerksam gemacht gilt es diesen Klugscheißer nach allen Regeln der Kunst fertig zu machen.

Irgendwann wird es dann doch nützlich werden irgendein Instrument zu lernen, ungefähr zu dem Zeitpunkt wo die ersten Konzerte geplant werden. Die Verteilung vollzieht sich nach einem einfachen Schema: Jeder guckt zu Hause im Keller und auf dem Speicher ob da vielleicht irgendwas
rumliegt. Es sollte so ähnlich aussehen wie auf den Rockstarvideos, das heißt Blockflöten sehen nicht cool genug aus und fallen somit raus. Wer ein Instrument findet hat somit seine Position festgelegt. Die anderen müssen sich irgendwas leihen. Wer sich selber für den Größten hält singt. Alles klar.

Wie man so einen Gitarrenapparillo bedient steht in feinen Anfängerlehrbüchern wie zum Beispiel von Peter Bursch, die man natürlich nicht durcharbeiten sondern erst mal nur lesen sollte um dann die wichtigsten drei oder vier Seiten in Ansätzen auszuprobieren.

Schlagzeug spielen kann eh jeder und beim singen sollte es die ersten drei Jahre nur um die Wortwahl und nicht um Töne gehen. Alles klar, der Schule Bescheid geben das man eine Band hat, schon kann man auf der Schuldisco seine ersten Einfältigkeiten zum besten geben. Je mehr Leute es kacke finden desto besser. Finden es alle kacke dann habt ihr eine Lebensaufgabe gefunden.

Ab da sollte es Hauptaufgabe sein sich im Proberaum (oder Kinderzimmer) einzuschließen um die ganze Zeit Überhits zu komponieren die nach Möglichkeit nicht mehr als drei Akkorde haben sollten, und die müssen konsequent hoch und runter gespielt werden. Von so was wie Songaufbau sollte man sich stets distanzieren.

Des weiteren muss man die ganze Zeit jammern das niemand anruft um die Band einzuladen und sich gegenseitig immer versichern das man die geilste Band hat die man haben kann. Andere Bands sind grundsätzlich kacke, nur aus dem Grund weil es nicht die eigene ist. Kooperationen mit Leuten aus anderen Bands stehen unter Todesstrafe.

Irgendwann kommt man nicht drum herum ein Demo aufzunehmen. Dazu sucht man sich das arroganteste Arschloch mit der größten Fresse aus um ihm für eine lächerliche Schrottaufnahme das ganze Taschengeld der letzten Monate in den Arsch zu blasen. Kurz später sollte man das Demo dem Müll übergeben.

Man sollte so viel Zeit wie irgend möglich damit verbringen Musikvideos auswendig zu lernen und parallelen zur eigenen Band herauszuarbeiten. Dann sollte man so schlecht es nur geht Riffs und Licks klauen um sie mit dem erbärmlichsten Sound schlecht gespielt wiederzugeben.

Somit wären die ersten drei Jahre mehr als ausgefüllt.

So langsam fängt es an sich musikalisch zusammenzufügen. Das will heißen: Man sollte langsam merken das man eine Gitarre mehr als einmal im Jahr stimmen muss und das sich das kaputte Snarefell nicht von selber repariert. Außerdem wird es langsam Zeit das Mikrofon von der E-Gitarre
wegzunehmen und sich ein Kabel zu besorgen. Die Stereoanlage dient auch nicht weiter als PA und weicht den ersten monströsen 10-Watt-"Verstärkern".

Frisch ausgerüstet braucht man keine Konzerte klarmachen weil man ja jetzt keinem mehr was beweisen braucht. Man weiß ja wer der beste ist. Muss man trotz größter Bemühungen im Probekeller zu verrecken doch mal auf irgend eine Bühne sollte man sicherstellen das man keine Gage bekommt, die komplette PA selber ankarren muss (man hat natürlich selber keine!) und das auch ja keiner Werbung macht damit auch bloß keiner kommt. Um so Nebensächlichkeiten wie ein Bus zum Transport der selber gebauten, tonnenschweren Boxen wird sich frühestens drei Stunden vor Konzertbeginn gekümmert.

Jetzt das wichtigste, nur für Profis:

Konzerte müssen immer was besonderes haben. Zum Beispiel empfiehlt es sich brennend Samstags neben einer Ampel an der Kreuzung seinen Schund aufzubauen, nur weil der Besitzer von dem Sportgeschäft daneben glaubt das die Leute in Scharen in seinen Laden stürmen werden! Das bringt es voll! Das ist der Karriereschub für deine Band.

Des weiteren sollte man keine Mühen scheuen auch auf Geburtstagen von irgendwelchen Freunden im Garten unterm Holzdach zu spielen, die wiederum nur Freunde haben die ausschließlich komplett andere Musik haben wollen. Beispiel: Schraddelpunkband / Ballermannpublikum. Zwischenrufe wie "Ey, macht ma n Anton!" sind als großes Kompliment zu werten.

Wenn das Bistro im Heimatdorf einen gemütlichen Nachmittag im freien mit Kaffee und Kuchen plant und sogar Bullriding anbietet sollte man auf jeden Fall dabei sein. Man stellt sich am besten auf einen gammligen Hänger. Dann wartet man einfach ab ob nicht jemand kommt, und wenn man festgestellt hat das tatsächlich niemand kommt fängt man an.

Am wichtigsten sind Flohmärkte in der Schule. Man sollte sich am besten zwischen dem Briefmarkenstand und der Schmetterlingsausstellung positionieren, denn da tanzt für gewöhnlich der Pogo-Mob.

Wenn dann Geschwisterliebe gecovert wird sollte der Schrei markerschütternd sein, so das Omi sich am Schwarzwälder Kirsch verschluckt und sich beschwert.

Das Tüpfelchen auf dem i bildet dann ein Konzert deiner Band in der Dorfdisco ewig viele Käffer weiter. Das Konzert sollte so wenig wie möglich beworben werden, das euch die genervten Discoprolls auch richtig schön hassen für die untanzbare Musik die da plötzlich die schönen Chartkracher unterbrechen. Zwei Besoffene Metaller sollten dann noch bei einem Death-Metal-Jam ins Mikrofon gröhlen und schon könnt ihr eine weiteres Dorf euer eigen nennen.

Wenn dann mal alles irgendwie zu glatt gehen sollte kann ja immer mal jemand aussteigen. Man sollte es eh vermeiden, länger als fünf Monate mit den gleichen Leuten zu spielen. Denn jemanden einzuproben dauert viel länger als alles andere und bringt zudem absolut nichts! Ganz zu schweigen von der ewigen Sucherei bis sich mal jemand findet der blöd genug ist in deiner Band zu spielen.

Dann werdet ihr merken, das bereits sechs bis sieben Jahre ins Land gezogen sind in denen ihr nichts, nichts, und nichts geschafft habt. Dann kann man prima spekulieren woran es liegt. Am Mikro? Falsches Kabel benutzt?

Spätestens ab da sollte man sich richtig fies auf die Nerven gehen. Und das Tag für Tag. Das zieht man dann noch mal geschmeidige zwei, drei Jahre durch. Dabei darf man sich bloß nicht im klaren darüber sein warum man sich das eigentlich antut.

Irgendwann sollte man sich trennen, das man ja auch nicht in die Verlegenheit kommt das die letzten Jahre was gebracht haben könnten!

Puuh, gerade noch so geschafft.

Herzlichen Glückwunsch! Applaus! Luftballons! Du hast gerade mal ganz lässig zehn geschmeidige Jahre total und komplett die Toilette runtergespült. Super! Astrein! Sauber!

Selten so gelacht.

The Kollege

Es ist Kindertag !!!

01. Juni. 2003

Jawoll. In diesem Sinne hoffe ich, daß Ihr diesen schönen Tag auch genossen habt. Eigentlich bin ich ja viel zu müde, Euch mit ordentlichen Infos zu versorgen. Und meine Augen jucken vom Oi!schnupfen. Aber wat mut, dat mut...
Also zuerst mal ein kleiner Rückblick auf´s vergangene Wochenende. Auch wenn wir nur kurz zugegen waren, war es trotzdem ein gelungenens Festival. Endlich mal Stromausfall mitten im Set. Noch nie gehabt. Super. Trotzdem Superstimmung und wenn es klappt, sind wir nächstes Jahr gern wieder dabei.
Vorort ging auch noch unser letztes rotes Girlie weg & auch von den restlichen Shirts haben wir nicht mehr sooo viele. Wenn Ihr Euch also noch ein BWB-Shirt sichern möchtet, dann verweise ich nochmal ausdrücklich auf unseren Intershop.

Vielleicht ist dem ein oder anderen von Euch aufgefallen, daß es in unserer Menüleiste zwei kleinere Änderungen gibt. Zum einen gibt es nicht mehr die Rubrik Audio. Die heißt jetzt Media. Ganz einfach deshalb, weil wir, oder besser gesagt unser Helmut momentan an einem Video basteln, deß es demnächst dann dort herunterzuladen gibt. Wann das genau sein wird, kann keiner sagen. Helmut zeigt sich nämlich anfangs immer sehr enthusiastisch und später, nach 3 Monaten...
Was ich damit sagen will ist: Es kann noch ein Weilchen dauern. Wartet einfach ab & wir lassen uns auch überraschen.
Zum anderen & das präsentieren wir voller Stolz: Haben wir einen neuen Gastschreiber. Das ist der Grund, warum "Pfeffer´s Senf" ab sofort nur noch Senf heißt. Schaut einfach selbst mal nach, warum.

Ansonsten war es das auch schon. Man sieht/hört sich.

Euer

Mieschka + the Band

Nahbend!

16. Mai. 2003

Wie ich gerade hier so schöne Musik von den Kings of Nuthin´ höre, dachte ich mir, Euch mal wieder ein paar News zu schreiben.
Ich weiß gar nicht, ob ich schon mal erwähnt habe, daß ich eine kleine Radiosendung in Berlin habe, die wenn Ihr dort im Empfangsbereich wohnt, ruhig mal reinziehen solltet. Da habe ich nämlich o.g. Band entdeckt. Wenn´s Euch interessiert schaut auch ruhig hier mal rein.
Jetzt aber zur Bockwurschtbude. Gestern haben wir mal wieder ein wenig geprobt und gleich mal eben an einem neuen Song gefrickelt. Texte liegen auch schon noch mehrere bereit, so daß wir momentan auf ca. 9 Songs kommen. Das reicht natürlich noch nicht für eine neue Platte. Aber wir arbeiten dran. Zumindest könnt Ihr aber den ein oder anderen davon schon ab und zu live bewundern. Apropos "Live". Wir arbeiten ebenfalls mit Hochdruck daran noch einige Konzerte in diesem Jahr zu organisieren. Wenn Ihr noch Kontakte habt oder wir bei Euch spielen sollen, dann scheut Euch nicht, mit uns in Kontakt zu treten.
Wir müssen nur sehen, wie wir das alles unter einen Hut bringen, daher habe ich zu diesem Thema auch gleich mal einen neuen P(r)oll bereitgestellt. Ich hoffe wieder, Ihr beteiligt Euch dort zahlreich.
Und last but not least, gibt es mittlerweile ein paar neue Logoentwürfe, die wir von freundlichen Zeitgenossen zugeschickt bekommen haben. Die könnt Ihr Euch hier anschauen. Oder Ihr macht selbst beim aktuellen Gewinnspiel mit und könnt Euren Entwurf auch mal hier finden. Noch läuft das Gewinnspiel.
Und wo wir gerade beim spielen sind, habe ich für Euch auch gleich noch einen Link des Monats. Lasst Euch überraschen.
In diesem Sinne wünsche ich Euch noch einen schönen Mai.

Euer

Mieschka + the Band

Frohe Ostern!

19. Apr.. 2003

HochzeitsgigUnd nicht vergessen: Wer Ostern mit den Eiern spielt, hat Weihnachten die Bescherung.
Eigentlich gibt´s gerade nicht großartig viele NOi!igkeiten. Nur vielleicht die, daß wir am vergangenen Donnerstag (leider ohne Robert, da er in HH arbeiten mußte) daß erste Mal auf einer Hochzeit gespielt haben. Kurzfristig eingeladen, sollten wir 2-3 Songs zum Besten geben. Als der Bräutigam aber noch St.Pauli (von unserem ersten Tape) hören wollte mußten wir wirklich aufgeben. Schließlich haben wir den Song mindestens 5 Jahre nicht mehr gespielt. War wirklich ´ne lustige Sache & da wir bei sowas nun auch Erfahrung vorweisen können, bieten wir Euch folgenden Service an: Wir spielen auf Eurer Hochzeit (150 EUR), eurem Geburtstag (100 EUR), eurer Beerdigung (250 EUR). Weitere Festlichkeiten und Preise bitte auf Anfrage.

Auch schick war die Party am "Kardonnerstag" in Frankfurt (Oder), wo unsere befreundete Band aus Eisenhüttenstadt namens "Schraubenzieher" zusammen mit den anderen Frankfurter Punkbands in der MuFa zu Frankfurt (Oder) spielte. Alle Leute, die nicht da waren, haben gehörig was verpasst.
Als Erfolg stellte sich heraus, als ein paar Beamte ein chemisches Waffenlager Saddam Husseins in der Mufa entdeckten. Blöderweise stzten sie dabei ein wenig CS-Gas frei, so daß die Veranstaltung kurz unterbrochen werden mußte. Aber ein bisschen Schwund ist ja immer...
Spätestens Weihnachten wird es wieder eine solche Veranstaltung geben. Also merkt sie Euch vor und steht danach nicht wieder da, wie die Blöden.

Ja, das wars dann auch schon. Man sieht sich hoffentlich auf einem der beiden Konzerte nächste Woche. Viel Spaß bis dahin & macht´s gut.

The

Mieschka

Wollen wir doch mal ein wenig Fremdwerbung machen.

28. März. 2003

Eine von uns gut befreundete Band namens "Schraubenzieher" spielen am 17. April in der Musikfabrik Frankfurt (Oder). Schaut Euch die mal unbedingt an. Die sind a) gut und b) sehr lustig. Desweiteren spielen dort noch die Flutboys und Telekoma.

Dann ist ab Montag übrigens ein neuer CDR-Sampler erhältlich, wo wir mit drauf sind. Mehr Info´s darüber & bestellen könnt Ihr das Teil hier.

Euer

Mieschka

Senf - Krieg ist Scheisse!

23. März. 2003

Danke, großer Staatsmann George W. Bush. Danke, dass Sie jedem gezeigt haben, welche Gefahr Saddam Hussein darstellt. Viele von uns hätten sonst womöglich vergessen, dass er chemische Waffen gegen sein eigenes Volk, gegen die Kurden und die Iraner eingesetzt hat. Hussein ist ein blutrünstiger Diktator und eine der augenfälligsten Verkörperungen des Bösen in der heutigen Welt.

Aber nicht allein dafür wollte ich Ihnen danken. Während der ersten zwei Monate dieses Jahres 2003 haben Sie der Welt eine Reihe anderer, wichtiger Dinge gezeigt.

Ich möchte mich daher in Anlehnung an ein Gedicht, das ich als Kind gelernt habe, bei Ihnen bedanken:

Danke, dass Sie allen gezeigt haben, dass das türkische Volk und sein Parlament nicht käuflich sind, auch nicht für 26 Milliarden Dollar.

Danke, dass Sie der Welt gezeigt haben, welch tiefe Kluft zwischen den Entscheidungen der Machthaber und den Wünschen des Volkes liegt.

Danke, dass Sie uns vor Augen führen, dass weder José Maria Aznar noch Tony Blair ihren Wählern die geringste Achtung und Wertschätzung zeigen. Aznar bringt es fertig, darüber hinwegzusehen, dass 90 Prozent der Spanier gegen den Krieg sind, und Blair ist die größte Demonstration der vergangenen dreißig Jahre in England schlichtweg egal.

Danke, dass Sie Tony Blair dazu gebracht haben, mit einem Dossier, das ein Plagiat einer Arbeit war, die ein Student zehn Jahre zuvor geschrieben hatte, vor das britische Parlament zu treten und es als vom britischen Geheimdienst erbrachten schlagenden Beweis vorzustellen.

Danke, dass Sie Colin Powell gestatten, sich selbst zum Narren zu machen, indem er dem UN-Sicherheitsrat Fotos vorlegt, die eine Woche später von Hans Blix, dem Chef der UN-Rüstungskontrollkommission zur Entwaffnung des Irak, öffentlich angefochten werden.

Danke, dass Sie mit Ihrer Haltung dafür gesorgt haben, dass bei der UN-Vollversammlung der französische Außenminister Dominique de Villepin mit seiner Anti-Kriegsrede Applaus geerntet hat, was meines Wissens vorher nur einmal in der Geschichte der UNO, im Anschluss an eine Rede
Nelson Mandelas, geschehen ist.

Danke, dass Sie mit allen Ihren Bemühungen, den Krieg voranzutreiben, dazu beigetragen haben, dass die sonst untereinander zerstrittenen arabischen Nationen sich bei ihrem Treffen in Kairo in der letzten Februarwoche erstmals einstimmig gegen jedwede Invasion ausgesprochen haben.

Danke, dass Sie mit Ihrer rhetorischen Behauptung, die UNO habe nun die Chance, ihre wahre Bedeutung zu zeigen, sogar die zögerlichsten Länder dazu gebracht haben, sich gegen jede Art von Angriff gegen den Irak auszusprechen.

Danke, dass Sie mit Ihrer Außenpolitik den britischen Außenminister Jack Straw zu der Erklärung verleitet haben, im 21. Jahrhundert könne es Kriege geben, die sich moralisch rechtfertigen ließen, wodurch Straw seine ganze Glaubwürdigkeit verlor.

Danke, dass Sie versucht haben, ein Europa auseinander zu dividieren, das für seine Vereinigung kämpft. Es wird ihm als Warnung dienen.

Danke, dass Sie geschafft haben, was nur wenigen in diesem Jahrhundert gelungen ist: Millionen Menschen auf allen Kontinenten im Kampf für dieselbe Idee zu vereinen, auch wenn diese Idee nicht ihre ist.

Danke, dass Sie uns wieder fühlen lassen, dass unsere Worte, wenn sie vielleicht nicht gehört, so zumindest ausgesprochen wurden. Das wird uns in Zukunft noch mehr Kraft geben.

Danke, dass Sie uns missachten, dass Sie alle marginalisieren, die sich gegen Ihre Entscheidung stellen, denn die Zukunft der Erde gehört den Ausgeschlossenen.

Danke, denn ohne Sie hätten wir nicht erkannt, dass wir fähig sind, uns zu mobilisieren. Möglicherweise wird es uns diesmal nichts nützen, aber ganz sicher später einmal.

Nun, da es keinen Weg zu geben scheint, die Trommeln des Krieges zum Schweigen zu bringen, möchte ich wie ein europäischer König einst zu seinem Invasoren sagen: "Möge dein Morgen schön sein, möge die Sonne auf den Rüstungen deiner Soldaten strahlen, denn noch am Nachmittag werde
ich dich besiegen."

Danke, dass Sie uns - einer Armee anonymer Menschen, die wir die Straßen füllen, um einen Prozess aufzuhalten, der bereits im Gange ist - erlauben zu erfahren, wie man sich fühlt, wenn man machtlos ist, und aus diesem Gefühl zu lernen und es zu verwandeln.

Also, genießen Sie Ihren Morgen und welchen Ruhm er Ihnen auch immer bringen mag.

Danke, dass Sie uns nicht zugehört und uns nicht ernst genommen haben. Doch Sie sollten wissen, dass wir Ihnen sehr wohl zugehört haben und Ihre Worte niemals vergessen werden.

Danke, großer Staatsmann George W. Bush. Herzlichen Dank.
 

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Diogenes Verlag,

Übersetzung von Maralde Meyer-Minnemann

Wer P. Coehlo nicht kennt, einige Eckpunkte:
 

Gebohren 1947 in Rio de Janeiro - Verhaftung durch die Regierenden
Militärs in den 70ern, seine Texte waren zu kritisch - 1980 Entlassung
aus der Haft - Studium in einem spanischen Orden und Pilgerung nach
santiago de compostela (zu fuß) - dort inspiration zu "der Alchimist"
(übersetzt in 34 Sprachen. millionenfache Auflage)