Bandnews

2004

Och joa!

20. Apr.. 2004

Nix neues im Staate Dänemark. Wir machen noch immer neue Songs, geben noch immer keine Konzerte und haben eigentlich nix neues zu bieten.
WENN, ja wenn es nicht unermüdlich gute Geister in der Welt geben würde, die trotz stetig hohem Alkoholkonsums kreativ bleiben. Wie der mächtige Kollege von den CHEFDENKERN zum Beispiel. Der hat nämlich mal wieder einen neuen Senf geschrieben, den Ihr hier nachlesen könnt. Dort verdeutlicht er uns auf eindrucksvolle Art und Weise, daß Arbeit Scheiße ist und berichtet aus seinem Aushilfsjob-Leben. Daran sollt Ihr Teil haben & ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen. Von uns gibts dann demnächst auch wieder was neues. Versprochen!
Lasst es Euch gut gehen

Mieschka + the Band

Die Königsdisziplin

20. Apr.. 2004

Wer was kann, geht arbeiten. Wer nix kann, räumt Regale ein. Alles klar, ich stehe also nach langer Zeit endlich wieder im lächerlichen, weißen Kittel vor irgendeinem völlig gestressten Marktleiter, der eine Mischung aus schwäbischem und sächsischem Akzent redet, und wahrscheinlich überhaupt keinen Bock auf diesen faulen Studentensack vor ihm hat. Perfekt!

Im Lebensmittel-Einzelhandel gibt es einen Haufen uninteressanter, belangloser Arbeiten zu verrichten, die in etwa so stumpfsinnig sind wie ich, und durch die man nach ein paar Jahren zum sabbernden Vollidioten mutiert. Ein alter Typ zum Beispiel, der eine heftige Plauze vor sich herschiebt, und ansonsten Bierkästen einsortiert, besteht auf das „Sie“ wenn ich ihn anspreche. Hö! Das finde ich auf Anhieb zwar unglaublich asozial, aber genau deshalb gottcool!

Na gut, ich soll irgendwo hin gehen, mir was zu tun geben lassen. Na wenn’s dann halt sein muss. Ich hoffe, es ist irgendwas, wobei man sich nicht anstrengen muss, und wo mich keiner sieht, so das ich trödeln kann bis der Arzt kommt.

Und dann, nach langen Jahren, höre ich endlich wieder diese bedeutungsschwangeren Worte: „Gehen sie bitte ins Tiefkühlhaus, holen den Spinat und räumen den ein.“ Jepp, kein Problem! Super. Im Tiefkühlhaus sind es geschmeidige achtzehn Grad unter Null, und von allen Seiten blasen einem Riesen Ventilatoren Arktisklima in die Ohren, während kein Tageslicht die Räumlichkeiten je gesehen hat, und nur ein wenig fahles Kunstlicht den Weg weist. Geil! Schönste Arbeit von Welt! Ich kann mir NICHTS schöneres vorstellen.

Gut, ich also ab ins Tiefkühlhaus. Wenn es nicht so lustig wäre, würde ich jetzt Rotz und Wasser heulen, aber stattdessen klettere ich wie ein Eisbär über irgendwelche wackeligen Paletten mit Putenschnitzeln und Eisbeinen darauf, auf der Suche nach tiefgekühltem Spinat. Spinat! Wer, verfluchte Scheiße, frisst so einen Abfall? Ich stehe kurz vorm Tod durch erfrieren, stapele aber zäh einige Pizzas um, und dabei fallen mir fast die Ohren vor Kälte ab, und die Finger lassen sich nicht mehr einwandfrei bewegen. Naja, immerhin schon wieder ne halbe Stunde rum, vier Euro wandern auf mein Konto, alle Achtung!

Kurz bevor mein Herz stehen bleibt gehe ich raus aus der Folterkammer und ab zum Chef, dem berichten das ich den Spinat nicht finde. Soll er doch motzen, das Arschloch, ich bleibe jedenfalls am Leben! Aber was sagt er: „Ach so. Dann ist kein Spinat mehr da. Dann räumen sie die Pizza ein.“

Ich sage nett: „OK“ und denke mir „Du blöder Wichser, willst Du mich eigentlich verarschen?“.

Immer noch durchgefroren spaziere ich zurück zum schönsten Ort der Welt, dem Tiefkühlhaus, und sehe, das ich ja eben, fleißig wie ich war, die Scheiß Pizza umgestapelt habe. Fehler. Jetzt komme ich nicht mehr dran. Also alles wieder kehrt Marsch und von vorne, baue auf und reiße nieder hast du Arbeit immer wieder. Bei minus achtzehn Grad. Ohne Handschuhe. Mit einer irren Motivation. Für eine Sklavenbezahlung. Und mittlerweile ohne lächeln, aber dafür mit einem Tränchen im linken Auge, was natürlich sofort gefriert und als kleiner Eiszapfen unter der Wimper hängt. Ich sinn der Durchjefrorenste.

Alles klar, den ganzen Pizzavorrat auf eine Palette gestapelt, und in den Verkaufsraum vor die Truhe gefahren. Boh, ist das schön warm hier. Und was sehen meine zugeeisten Augen: Die Truhe ist bis obenhin voll mit Pizza! Da passt ja gar nix mehr rein! Och nöö, schon wieder alles umsonst.

Aber ich renne jetzt nicht zum dritten Mal in einer Stunde zum Chef und jammere dem was vor, stattdessen gehe ich einfach ins mittlerweile immer gemütlicher werdende Tiefkühlhaus, stelle die scheiß Pizza da ab und schnappe mir einfach ein paar blöde, tiefgefrorene Hähnchenschenkel, die auf einer Palette zwei Meter hoch aufeinander gestapelt sind. Und wieder ab Richtung Verkaufsraum.

Aber ich hätte es mir denken können: Die scheiß Palette ist so dermaßen schief gestapelt, das in der ersten Kurve der ganze Rotz umkippt und sich lustig über den ganzen Boden verteilt. Ich habe bald keine Lust mehr. Wo ist die versteckte Kamera, oder diese dämliche Ben Teewag-Schwuchtel?

Jetzt pimmel ich hier seit einer halben Ewigkeit blöd rum und habe noch NICHTS geschafft! Wenn das einer mitkriegen würde, der würde mich für bekloppt erklären! Egal.

Also noch mal: Alles wieder stapeln, und dabei haue ich mir mit diesen gefrorenen, knüppelharten Hähnchenschenkeln noch den kleinen Finger zu Matsch, freue mich aber, das mein Finger so kalt ist, das ich davon nicht viel merke, aber dafür lustig ein bisschen Blut rumspratzt.

Verkaufsraum, die Hundertste: Während ich auf dem Weg zur Hähnchentruhe bin, kommt zufällig der Chef vorbei, wirft einen kritischen Blick auf die Palette und die sich darauf befindlichen Hähnchenschenkel und lässt mich wissen, das die erst nächste Woche eingeräumt werden dürfen, weil die da erst im Werbeblättchen sind.

Ey Leute, datt macht doch keinen Spaß hier! Stattdessen meint der Chef, ich solle die Tiefkühl-Fertiggerichte holen, die seien aber ganz hinten in der Ecke, naaa, wo wohl? Richtig, in meinem persönlichen Büro, im Tiefkühlhaus, und er würde jetzt erst mal Mittagspause machen.

Eigentlich müsste ich jetzt die ganze Hütte hier abfackeln, nur so zum Spaß an der Freude!

Aber, der kleine Kollege nicht doof, hat ja ne Ausbildung gemacht, hat ja die Königsdisziplin von der Pike auf gelernt: Ich spaziere also zur erstbesten, verschüchterten Aushilfe, also ein Typ der noch weniger Ahnung hat als ich , und erkläre dem, das der Chef gesagt hat, er solle doch bitte sofort die Tiefkühl-Fertiggerichte einsortieren. Danach gehe ich mir sofort ein Metal-Magazin und eine Cola kaufen, und setze mich in den Aufenthaltsraum. Bei so einem großen Kaufhaus merkt das kein Schwein, und es interessiert auch keine Sau!

Mittach! Füße hoch. So lässt sich Geld verdienen!

Eine knappe Stunde später sehe ich, das die Aushilfe sehr fleißig war (IDIOT!), und schicke ihn zurück an seine eigentliche Arbeit. Kurz später kommt der Chef und lobt mich, weil die Fertiggerichte so schön eingeräumt sind. Oh, ja, toll, super, los, feier mich ab! Du Penner.

Jedenfalls bin ich gerade auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als bloß-was-anderes-als-Regaleeinräumer!

Prösterchen!

The Kollege

Was ist besser?

01. März. 2004

Was ist besser?

So – da ahnt man nichts böses und sitzt beim Benny im Keller mit nem Bier in der Hand, liegt da ne BRAVO rum. Hat angeblich der Nicola mitgebracht. Jaja. Klar. Mir fällt der Artikel „Prepaid oder Laufzeitvertrag“ auf. Ich denke mir nur, hmm, kann man ja auch prima „Nutte oder Olle“ draus machen. Passt wie Arsch auf Eimer. Hier der Artikel mit Komentaren in Klammern, den Rest kann sich jeder denken.

Bei Dir ist ein neues Phone fällig, aber Du weißt nicht genau, welche Vertragsform (ficken?) Du wählen sollst? – BRAVO erklärt Dir, welche Vor- und Nachteile Prepaid-Handys (Puff) gegenüber Laufzeitverträgen (Beziehung mit ner Ollen) haben...

Prepaid-Handy

„Prepaid“ heißt auf Deutsch so viel wie „vorbezahlt“ (klar, Nutten bezahlt man ja auch im voraus) – und genau das ist der wesentliche Unterschied gegenüber einem Laufzeitvertrag: Bei einem Prepaid-Handy telefonierst (fickst) Du ein Guthaben ab, das Du zuvor eingezahlt hast.

Vorteile: Durch das Prepaid-Verfahren (Puffbesuch) entfallen sowohl monatliche Grundgebühr (Kino, Essengehen, Einkaufen, etc.) als auch Vertragsbindung über einen längeren Zeitraum. (Beziehung, Ehe) Da Du selbst bestimmst, wie viel Du im Monat telefonierst (fickst), bietet ein Prepaid-Gerät (Nutte) zudem eine perfekte Kostenkontrolle! (pro Fick ein Einheitspreis) Um ein Prepaid-Handy zu bekommen, musst Du in der Regel 16 Jahre alt sein (ich dachte man kommt erst mit 18 in den Puff?) und dem Netzbetreiber (Zuhälter?) einen gültigen Personalausweis vor legen. Bist Du noch unter 16, dann lass einfach einen Elternteil für Dich unterschreiben! (Mami, Mami, unterschreibst Du? Ich will in den Puff gehen)

Nachteile: Die Tarife (ca. 50 Euro) sind in der Regel höher als bei einem Laufzeitvertrag (wer bezahlt schon seine Olle?) – wer mit einem Prepaid-Phone (Nutte) recht viel telefoniert (fickt), darf sich nicht wundern, wenn das Guthaben schnell (2 bis 3 Minuten) dahinschmilzt. Und wenn Dein Konto auf null ist, musst Du es erst wieder aufladen – das kann mitunter nerven! Weiterer Nachteil: Für ein gutes Prepaid-Handy (Nutte) musst Du zwischen 100 und 200 Euro (Edelnutte?) hinblättern. Da ein Prepaid-Phone zudem ein so genanntes SIM-Lock hat, funktioniert es mit keiner anderen SIM-Karte. (totaler Quatsch)
 

Laufzeitvertrag

Wie der Name schon sagt, unterzeichnest Du einen bindenden Vertrag (Ehevertrag oder Beziehung), der in der Regel über einen Zeitraum von zwei Jahren läuft.

Vorteile: Bei einer Vertragsbindung (Olle) erhälst Du günstigere Tarife (stimmt). Telefonieren mit einem Laufzeitvertrag (Olle ficken) ist in der Regel billiger als mit einem Prepaid-Handy; das lästige Guthaben-Aufladen entfällt ebenfalls (so lästig ist das doch nicht). Ein großer Vorteil beim Laufzeitvertag sind die günstigen Phones: Ein Spitzenhandy (eine Einstellige) kannst Du mitunter schon für einen Euro bekommen! Das Angebot ist zudem größer (nicht alle Frauen sind Nutten) und Vertragshandys funktionieren mit jeder SIM-Karte.

Nachteile: Ein vorzeitiger Ausstieg (Scheidung, Schlußmachen) aus dem Vertrag ist nur in seltenen Ausnahmesituationen möglich. Hinzu kommt ein monatlicher Grundbetrag (Blumen oder Geschenke kaufen). Du löhnst also auch dann, wenn Du in einem Monat mal nicht telefonierst oder simst (passiert wenn die Olle nicht die Schere macht). Es gibt inzwischen aber schon Einsteigerverträge (Fickbeziehung?, Hartgeldstrich?), bei denen nur ein monatlicher Mindestbetrag von fünf Euro abzutelefonieren ist. Um einen Laufzeitvertrag abschließen zu können, musst Du 18 Jahre sein (Verführung Minderjähriger!). Natürlich kann auch ein Elternteil für Dich den Vertrag abschließen (hä? Wie soll das gehen?). Aber Achtung: Die Eltern können dann auch Deine Telefonkosten (wie oft man fickt) überprüfen (das geht die einen scheißdreck an)!
 

Ende des Artikels!

So – dann bleibt noch offen, was eine Kurzmitteilung dann ist. Burn meinte ein Quickie. OK!

Ich hoffe jetzt weiß auch jeder, warum Frauen länger telefonieren (brauchen) als Männer.

Prost!

Graf Disco

Guten Morgen!

26. Febr.. 2004

Da unser altes Gästebuch des Öfteren einfach tagelang offline war - und wenn es dann doch mal funktionierte, mit Werbung nervte, verkünden wir mit Stolz, Euch mit dem heutigen Tag ein neues, schickes Gästebuch präsentieren zu können. Nicht nur, daß dieses eben schicker als alle anderen Gästebücher ist, nein - dort kann man auch gleich auf Einträge antworten, die irgendwann mal geschrieben worden sind. Womit das selten besuchte und eigentlich auch unnötige Forum überflüssig geworden ist & ebenfalls mit dem heutigen Tage vom Bildschirm verschwindet.
Ich habe keine Kosten und Mühe gescheut, die alten Beiträge einzeln abzutippen und sie ins neue GB einzufügen. Also gebt Gas, tragt Euch ein & zeigt mir, daß meine Mühe nicht umsonst war.
Ach ja! Und ein neuer Senf ist online. Diesmal vom Graf Disco...
Viele Grüße, Viel Spaß,

Mieschka

 

Joa, einen Monat lang keine Neuigkeiten...

13. Febr.. 2004

Muss ich wohl wieder mal was schreiben. - Also. Wir sind fleissig am Proben und schreiben neue Songs, so daß es ganz gut aussieht, daß wir dieses Jahr noch was gebacken bekommen. Für Einzelheiten ist es aber noch ein wenig früh, so daß Euch wohl nichts anderes übrig bleibt, als ab und zu mal wieder hier rein zuschauen.
Dafür gibt es mal wieder einen neuen Senf !!!! Das ist doch auch schon mal was.
Weiterhin geht es so langsam aber sicher auch mit der Konzertplanung 2004 los. Auch da steht aber noch nichts fest & so müsst Ihr Euch auch hier ein wenig gedulden... ;-(
Momentan gibt es ein paar Probleme mit dem Gästebuch. Daran wird gearbeitet & ich verspreche Euch, daß es diesmal ein richtig cooles GB wird. Wartet ab.
Vorerst habe ich, damit Ihr aber wenigstens noch was zu tun habt, einen neuen P(r)oll eingerichtet.

Sorry für die nichtssagenden News. Ich hoffe mal, daß ich Euch schon bald mehr berichten kann. Lasst es Euch gut gehen.

Mieschka

Yeah, das lob ich mir

11. Jan.. 2004

Nix zum Hören, dafür was zum Lesen,
gibt es mal wieder was vom Kollegen, denn

Eun neuer Senf ist da !!!! Viel Spaß beim dabei!

Mieschka

Im Westen nichts neues

09. Jan.. 2004

Hallo Volk östlich von Köln. Ich habe gekotzt!

Endlich mal wieder! Dabei habe ich mir das überhaupt gar nicht vorgenommen. Ich habe nämlich jetzt vorlesungsfreie Zeit, auch Semesterferien genannt. Oder die Zeit, in der ich zwar auch nicht studieren gehe, aber auch gar nicht könnte, wenn ich wollte.

Nun gut, wie habe ich denn diese glanzvolle Tat vollbracht? Nun, wer nix zu tun hat, säuft ja auch kräftig, und das über alle Maßen hinaus, und so oft es nur geht. Und nach dem Aufstehen erst mal Frühschoppen. Da bleibt es nicht aus, dass man auch irgendwann gar nicht mehr einschätzen kann, ob man jetzt voll, nüchtern oder schon tot ist. Ich bin vorher noch nie beim kacken vom Pott gefallen. Selten so gelacht. Nun ja, dabei wollte ich doch nur ein bisschen die mächtigen STRANDGUT gucken, Nachwuchs aus unserer Heimat. Die haben vor den NITRO JUNKIES gespielt, netter Skatepunk von netten Jungens, die eine ewig lange Tourliste haben.

Überhaupt höre ich viel STRANDGUT, das Demo nennt sich „Strandgut im Takkatukkaland“, und der „Hit“ darauf ist „Sportler“ (am meisten hasse ich Sportler, Sportler sind Scheiße!). Und wenn nicht gerade SOCIAL DISTORTION mit „Story of my life“, „Sick Boys” und “Ball and Chain” in genau dieser Reihenfolge rauf und runter läuft, dann laufen die Kölner SELFMADE MILLIONAIRES, die nicht nur Konsequent ihre eigene Homepage ignorieren, sondern auch noch den Kracher „Du Arsch“ im Gepäck haben (Verdammte Zeit hau ab du Arsch, warum bist Du nie zufrieden, warum willst du alles). Zu so Texten spielt man halt Gitarre, wenn man früher bei KNOCHENFABRIK Schlagzeug gespielt hat!

Natürlich dürfen die übermächtigen DIE THE ATOMAREN ÜBERMENSCHEN nicht fehlen, mit dem Überkracher „God Bless Mike Ness“, und mein Gitarrensolo wird artig immer zwei Mal gehört! Mann, bin ich geil! Aber nicht so geil wie die Kölner FUCK A DUCK mit dem Smasher „Oi Oi Straßenbahn“ vom Demo „Ente Roh“ (Oi Oi Straßenbahn, wir wollen in die Kneipe fahren, Oi Oi Kneipe fahren, wo bleibt denn die Scheiß Straßenbahn). Da gibt es nur eine Kapelle, die das toppen kann: DIE BOCKWURSCHTBUDE mit „Oi!kalyptusbonbon“, wo der Titel bereits den ganzen Text repräsentiert.

Einmal losgerockt, nie mehr gestoppt!

Dann ist erst mal Rotz und Speichel pur dran, die Kölner KINGS OF LAS VEGAS, mit ihrem neuen, zweiten Demo „Wrecked but ready to go“. Lieber Himmel, was ein geiler Name, was eine geile Band, was ein Hit: „Demolition Joyride“ (I´m moving through the night, and I know that I´ll feel fine after my Demolition Joyride). Weiter mit Rotze: INTEROZITOR mit „Phonebooth“, Krach im Quadrat.

Natürlich zum runterkommen SCHROTTGRENZE mit „Reibung, Baby“, um dann ganz weich zu werden und RETARDED CHAMBER DOGS´ „Rotten Soul“ reinzulegen, um danach die D-SAILORS mit „The Devil stole my saxophone“ abzufeiern, die im übrigen dazu auf ihrer Seite ein Video anbieten, in dem sie zeigen, wie geil es doch in Brasilien war. Säcke! Und der doofe Caddy von den mächtigen WOHLSTANDSKINDERN war auch noch dabei, zum abfeiern erst mal „Rock ´n Roll Opa“ hören.

Groß geworden sind die ja auf dem Label „Vitaminepillen“, und der Labelnachwuchs heißt LAKANUKIE, wo erst mal „Almost famous“ aufgelegt wird. Mit denen haben wir CHEFDENKER auch schon gespielt, Tappingsolo von „Sinn des Lebens“ hören, und mit dabei waren die mächtigen DELIKAT da hinten aus oirer Gegend. Aber ne Platte haben die immer noch nicht geschickt, selber schuld.

Dann müssen wir halt nach Spelle ausweichen, wo die grandiosen SUPERFREUNDE herkommen (hast du schon mal ein intelligentes Gespräch geführt, ich schon, aber noch nie mit einer Frau). Scheiß Sexisten in BHs und Strapsen, dafür gibt’s erst mal die Mädelsband DIE PARASITEN mit „Neue Männer“ (ich sprühs auf jede Wand neue Männer braucht das Land), und danach direkt Deutschermädchenpunkpoprock LILI mit „Farin U.“ (Ich hab sein Poster an der Wand und sein Photo in der Hand, ich hab sein Bild im Portemonnaie damit ich ihn auch immer seh). Der Mann von der Gitarristin spielt bei 3 AGAINST GRAVITY, Hit „Universe by foot“ hören. Die hatten früher mal ne andere Band, im Stil von TURBONEGRO, „Get it on“ einlegen.

Wer von Rock redet, kommt nicht um „Love at first fright“ von den MURDERDOLLS herum, aufdrehen. Dieser Gitarrist wiederum spielt bei SLIPKNOT Schlagzeug, „Peple = Shit“ abfeiern. Schon ist der Bogen zum Metal geschlagen, und im Fernsehen läuft gerade PINK, das wird aber nicht gehört, da hört der Spaß nämlich auf, aber die Bassistin von PINK hat eine Metalband (!) mit Namen FIREBALL MINISTRY. Davon hab ich nix, Mist! Dann muss es halt „Warriors of the World” von MANOWAR tun. Ah, True Metal tut so gut! Fast so gut wie RAGING SPEEDHORN´s „Mandan“ und PANTERA´s „Fuckin Hostile“. Mann, ich hab PANFUCKINTERA früher fast so viel gehört wie MEGADETH, „Skin o´ my teeth“ auflegen.

Und wo wir gerade bei Zähnen sind: Letztens war ich beim Zahnarzt. Ich dachte mir ich hab ja jetzt Zeit, wenn er jetzt ein paar von den Dingern rausholt, dann kann ich wenigstens schön mit einer dicken Backe zu Hause liegen, rumjammern, und mich von meiner Frau gesund pflegen lassen. Mit anderen Worten: Die muss dann Bier kaufen gehen.

Nun gut, ich also Termin gemacht, hin, und ich war wirklich zu allem bereit. Vor allem für diese geile Betäubungsspritze, die einem den Unterkiefer runterfallen lässt, so dass man stundenlang alles und jeden vollsabbert. Und reden kann man dann auch nicht mehr, cool, wenn dann jemand anruft. Der hält einen dann wieder für besoffen.

Ja egal. Ab auf den Zahnarztstuhl, duftiges Aroma rundherum, der Typ guckt sich alles an. Dann redet er irgend einen Kauderwelsch, den man nicht versteht. Und ich freue mich schon, das es gleich losgeht. Dann sagt er: „Alles in Ordnung. Wiedersehen.“ und verpisst sich. Ich wäre dem beinahe an den Hals gesprungen, was soll das denn bitte? Ich verlange hier eine ordentliche Behandlung mit allem drum und dran. Wofür bezahlt schließlich die Gesellschaft meine Krankenversicherungsbeiträge?

Scheiße.

Ja. Dann konnte ich wieder nach Hause gehen. Toll. Hab ich „Bob der Baumeister“ geguckt. „Tolle Geschichten rund ums Baggern, Schaufeln und Reparieren“. Die Folge hieß „Rumpel und sein Anhänger“.

Rumpel soll Bauer Gurke eine Ladung Schotter bringen, Knolle fährt auf dem Anhänger mit. Aber Knolle ist so blöd und löst den Anhänger, der dann den ganzen Berg runtersaust, und sogar alleine schwierige Kurven meistert. Das war vielleicht spannend. Nicht umsonst hängt ein Poster von Bob über meinem Bett.

Alles was ich damit sagen will, ist, hier gibt es nichts noies. Aber bald gehen CHEFDENKER wieder auf Tour, endlich. Und in der Woche mache ich jetzt Sport, igitt, auch wenn Sportler Scheiße sind, aber dafür weiß man am Wochenende endlich wieder, das man einen im Kahn hat.

Und bis dahin kann man ja Musik hören. Prost.

The Kollege

Silvester 03 auf 04 - Und, was habt ihr so gemacht?

09. Jan.. 2004

Joh, normalerweise kann man sich ja vor Angeboten kaum retten. Hier was privates, da was großes, hier eine Band, da ein Haufen hübscher Damen. Ja, klar. Aber manchmal kommen kaum Angebote ins Haus geflattert. Dieses Jahr mussten wir uns zwischen zwei ernsthaften Sachen entscheiden: Clausomat spielt mit seiner Ramones-Coverband im Punkrock-Schuppen Nummer Eins in Köln - dem Sonic Ballroom, oder wir gehen auf eine stinknormale, öffentliche Popperfeier. Da wir ja Stil haben, sind wir selbstverständlich auf die Popperfeier gegangen! Das hat aber nur wenig damit zu tun, daß man da die ganze Nacht umsonst saufen kann, wenn man weiß wie es geht. Und es hat auch nichts mit dem kurzen Heimweg zu tun: Sogar kriechend unter zwei Minuten.

Alles klar, fast alle im Sonic, und der dreckige Rest auf die Popperfeier. Im Sonic soll es wohl total geil gewesen sein, die Band coverte die "Ramones Live" ein einem durch und mit Original-Ansagen, bekleidet mit 1A-Perücken. Nun gut. Gar nichts im Vergleich zu unserer prima Popperfeier.

Bei uns gab es so ein tolles Pfandsystem. Zwei leere Flaschen - eine neue. Und weil das Geld auf der Straße liegt, und leere Flaschen überall rumstehen, weil die meisten früh abknicken, muß man sich eigentlich nur noch bedienen. Wenn das mal nicht klappt, kennt man ja noch einen hinter der Theke oder bei der Getränkebonausgabe, und schon standen wir standesgemäß auf der Erhöhung am Ende des Raumes und fanden uns einfach nur total geil. Die Musik war erwartungsgemäß unter aller Sau - Top Ten von 1763 bis heute und zurück. Würg. Bis auf die halbe Stunde, in der sich wie gewöhnlich ein Herr Honululu Silver (seines Zeichens Sänger einer kleineren, links-militanten Parolen-Drescher-Kapelle!) an die Musikanlage gepfuscht hatte, und feinsten Rock und Metalkram über die Boxen schickte. Natürlich wurde er rasch vom Veranstalter enttarnt und weggeschickt, so daß der andere DJ seinen Scheiß weiter laufen lassen konnte.

In der Hauptsache standen wir den ganzen Abend da oben und haben alles wegbewertet. Der Posten wurde außschließlich zum Bier holen verlassen. Was auch sonst. Nebenbei habe ich den Kontakt gehalten zu einer Dame, die wir alle als "Ex-Olle vom P." kennen. Ich habe immer nachgefragt, wen sie denn heute so mitnehmen möchte. Und von Zeit zu Zeit kam sie dann vorbei, hat mir irgendeinen Typen präsentiert, und ich habe abgewunken. Dann hat sie den Kerl einfach stehen lassen. Die Gesichter von den Typen waren das Schärfste. Ist ja auch klar, da kommt eine Lady, tanzt und baggert an Dir rum, um Dich später irgendwem zu zeigen, und um Dich danach stehen zu lassen. Hö. Total geil!

Im Gegenzug habe ich sie auf jeden halbwegs coolen Typen aufmerksam gemacht, den ich von unserem Beobachtungsposten aus erspäht hatte. Und jedesmal meinte sie, sie würde ihn mal antesten. Sie tanzte also mit ihm rum, redete ein paar Takte, und kam wieder und winkte ab. An sich das übliche Popperspielchen, aber verdammt lässig durchgezogen, Respekt.

Gespräche, die nichts mit saufen zu tun hatten, haben wir brutal ignoriert! Pflichtbewusst!

Natürlich waren auch wieder Arschlöcher unterwegs, die Handys geklaut haben.

Im Vorraum lief Trance-/House-/Durchfallkacke. Ich habe mir echt Mühe gegeben, auch das mal kräftig abzufeiern. Ich bin aber kläglich gescheitert.

Punkt zwölf saß ich (ganz romantisch...) mit meiner kranken Lady auf dem Balkon wir haben uns das Feuerwerk angeguckt. Geigen, Harfen, Engelschöre. Nun gut, einige Zeit später bin ich zurück zur Popperfeier gegangen, um meine Arbeit fortzusetzen. Da fängt es ja erst an, spannend zu werden. Einer nach dem anderen knickt erbärmlich ab, alle drei Sekunden kommt wer mit einer neuen Superidee ("Wir müssen unbedingt mal...") und sogar mein Nachbar fängt fast das Heulen an, weil er glaubt, es nicht mehr auf eigenen Beinen nach Hause zu schaffen. Er verspricht mir allerhand Sachen, was er mir alles schenken will, wenn ich ihn bloß mit nach Hause nehme. Eieiei. Der Veranstalter persönlich hat noch ganz fadenscheinige Ideen, die was damit zu tun haben, das wir freien Eintritt beim Metalkonzert kriegen. Na klar, super, sind wir dabei. Ganz bestimmt. Weiß er bestimmt heute nix mehr von. Auch egal.

Die "Gespräche" werden wie gewohnt von Stunde zu Stunde immer anspruchsvoller, und sogar "die Ex-Olle vom P." schleppt einen recht coolen Typen an: Voll wie ein Eimer, hält sich für "den absolut besten Gitarristen der Gegend", und während er mir das so erklärt, muß er sich am Gerüst festhalten, um nicht umzukippen. So einer kriegt ja wohl selbstverständlich meinen Segen! Ich verspreche ihm noch, für ihn eine Band zu organisieren, wenn SIE mich morgen anruft, und erzählt, er war DER Beste, den sie je hatte. Er packt sie am Arm und schleppt sie raus. Doch, n bisschen cool! Sie hat übrigens nicht angerufen. Hätte mich auch gewundert.

So gegen fünf bin ich unglaublich stolz, weil ich endlich wieder breit wie der Ganges bin. Aber nach Hause gehen ist verboten. Macht auch viel mehr Spaß, Besoffenen bei ihren unkoordinierten Tanzstilen zuzugucken, und sich dabei ganz fest einzureden, daß die Musik ja gar nicht soo unglaublich beschissen ist. Bei den meisten Sachen weiß ich auch nicht mehr um was es geht, lache aber mal nett mit. Ha und nochmal ha. Gegen sieben dreht sich dann endlich alles, und Frank K. persönlich bläst zum Haja machen gehen. Doch, ne gute Idee!

Beim ins-Haus-kommen könnte ich schwören, wir waren mucksmäuschenstill! Aber das ganze Hause konnte uns minutiös unser ankommen schildern. Huppala.

Nun gut, Fazit: Super Abend! Und Partys kann man sich schön trinken. Wie alles andere auf der Welt auch! Und man sollte nie rumjammern, von wegen in anderen Städten gibt es ja soo viel tollere Partys, heul schluchz. BLÖDSINN!

Prost!

Und ich fände Berichte über euer Sylvester auch nicht schlecht...

The Kollege

Morgen!

03. Jan.. 2004

Na? Gut gefeiert? Wir sind auch alle gesund, wenn auch mit ein paar Kopfschmerzen, ins neue Jahr gekommen. Euch wünschen wir jedenfalls auch alles Gute und das Beste für´s neue Jahr. Auf einen Newsletter dafür haben wir mal verzichtet, weil Ihr zum Jahresende sicherlich eh von allen Seiten damit zugeschissen wurdet, oder? Nichtsdestotrotz könnt Ihr Euch, falls noch nicht angemeldet, für eben jenen auf der Startseite dafür eintragen.
Natürlich gabe es in den vergangenen Tagen nichts so weltbewegendes neues von uns und das meiste wurde hier ja schon erwähnt. Aber unsere andere Band aus Frankfurt, namens TELEKOMA kann neues vermelden. Pünktlich zu unserem alljährlichen Weihnachtsfest, haben sie ihre neue CD-R "Anfang oder Ende" veröffentlicht, die ihr ab sofort bei uns im Intershop bestellen könnt. Und um Versandkosten zu sparen, könnt Ihr ja noch das ein oder andere von uns mitbestellen... ;-)
Außerdem gibt es von jenem Konzert und endlich auch vom OBOA die ersten Fotos zu bestaunen. Ein Dank an dieser Stelle geht an Ritze. Demnächst folgen hoffentlich noch weitere Fotos. Das soll´s aber erstmal gewesen sein. Lasst es ordentlich krachen im neuen Jahr. Wir tun´s auch. Bis bald.

Die Bockwurschtbude

2003

Und noch einmal im Jahr die letzten News

30. Dez.. 2003

Die bestehen aber auch nur darin, daß wir Euch ein gesundes & punkiges neues Jahr 2004 wünschen. Macht es gut & man sieht & hört sich dann hoffentlich dann wieder.

Die Bockwurschtbude

Fröhöhöhliche Weihnacht überall...

21. Dez.. 2003

Wie Ihr seht haben wir das Design, passend zur Weihnachtszeit mal wieder angepasst. So gibt es wenigstens hier Schnee. Und weil es ja eine Zeit der Besinnung ist, mache ich an dieser Stelle mal keine Werbung für unseren Intershop. ;-)
Neee, mal im Ernst. Unser letztes Konzert für dieses Jahr (welches ein voller Erfolg war - Danke an alle, die gekommen sind) war auch erstmal das Letzte für eine ganze Weile. Wir denken mal so für ein halbes Jahr. Wir ziehen uns nämlich für ein Weilchen zurück, um neue Songs zu schreiben & sie aufzunehmen, bevor im Sommer 2004 endlich wieder ´ne neue Platte von uns erscheinen soll. Erst wenn die veröffentlicht ist, werden wir auch wieder Konzerte geben. Wenn alles gut geht, also zur Festivalsaison im Sommer. Und so richtig in die Clubs geht es dann, voraussichtlich ab September. Ja, wir geben zu, das ist noch ne ganze Weile hin. Aber letztendlich haben wir keinen Bock, immer dasselbe zu spielen & Ihr wollt sicher auch nicht immer wieder das selbe hören (Von diesem einen Song mal abgesehen....;-) ) Deshalb ist dieser Schritt dringend nötig.
Mit Sicherheit wird es hier aber immer auch die ein oder andere Überraschung geben. Vielleicht erscheint ja z.B. endlich mal unsere geplante Frankfurt (Oder)-EP. Hehe. Nee, bevor wir die nicht wirklich endlich in den Händen halten, werden wir darüber hier kein Wort mehr verlieren... ;-)
Daher lohnt es sich immer mal ab und zu hier rein zu schauen. Zur Not könnt Ihr Euch aber auch in unseren Newsletter auf der Hausseite eintragen & seid so am Sichersten über die Wichtigsten Neuigkeiten informiert. Und mindestens ein mal im Monat werdet Ihr auf diesen Seiten neues finden. Wie z.B. Fotos von Konzerten usw...
Oder auch mal wieder einen neuen Senf. Da gibt es nämlich, passend zur Weihnachtszeit einen neuen. Lest ihn Euch durch. Und wieder mal geht ein herzlicher Dank an den KOLLEGEN. Wir bleiben jedenfalls nicht untätig.
Tja. Mehr gibt es eigentlich nicht zu erzählen. Wir wünschen Euch aber auf alle Fälle Frohe Weihnachten und kommt gut ins Jahr 2004. Wir sehen uns...

Die Bockwurschtbude

Schlechte Welt

21. Dez.. 2003

In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Jammer, schluchz, heul.

Da gibt es AGGRO BERLIN. Die haben seit neuestem einen unglaublichen schlechten "Song" draußen, das hälste im Kopf nicht aus. Aber weißte was? Ich feier das ab. Und warum? Ja, klar, weilichjescheitbin. Aber auch, weil die Jungs so herrlich asozial und kacke sind, und sich selber dabei total super finden. In dem Video, was so schlecht ist, das es schon wieder gut ist, siehste die Jungens passend zur Weihnachtszeit in roten Mänteln rumlaufen und saufen. Nur saufen. Sonst nichts. Kann alles! Ist allerdings auch schon ein ziemlich fortgeschrittenes Stadium der Selbstironie. Versteht die gesammtelt Viva-Generation mit Sicherheit NICHT.

Textauszug: "Die Nase ist voll Schnee, heute mag ich keinen, und gehe in die Stadt nur um Leute anzuschreien."

Und das wird sich auf Viva hundert Mal am Tag gewünscht, und auch gespielt! Himmel hilf! Da ich ja weiß, das bei standesgemäßen Punkrockern nicht sooo viel Viva geguckt wird, muß ich wohl noch kurz anmerken, daß so ein Video für Viva-Verhältnisse eine mittlere Katastrophe darstellt! Da werden Gewalt (gegen den Weihnachtsmann!), Drogen und Alkohol verherrlicht, und das noch zur Weihnachtszeit, und die ganze Welt will das sehen. Und Viva ist gezwungen, den Rotz zu spielen!

Herrlich.

Jetzt müsste ich vielleicht noch nebenbei erwähnen: Das ist Hip Hop! Wirklich! Aber die Jungs scheinen einfach nur gottcool zu sein, und zwar nicht von wegen "ich, der Ganxta", sondern "guck mal wie ich saufen kann". Der Song fängt an: "Naa? Wart ihr denn auch alle schön Aggro?" Ich bepiss mich jedenfalls von Mal zu Mal mehr, wenn ich dieses Video sehe.

Nun zum Thema. Da touren die kleinen Wohlstandskinder jahrelang durch die Wallapampa, und als sie endlich ein Video auf Viva haben, stürmen die Kiddies nicht wie vom wilden Affen gebissen zum Höhrer und wünschen sich das Video, sondern schmeißen sich über AGGRO BERLIN weg. Denen wahrscheinlich die ganze Welt einfach nur scheißegal ist. Und ich kann es nicht ändern.

Genauso konnte ich es nicht ändern, als ich vor ein paar Tagen in der Kölnarena saß, und zehntausend Leute angefangen haben zu klatschen. Bei METALLICA! Ich dachte, ich spinne. Auf nem Metalkonzert im Takt mitklatschen. Das kann nicht wahr sein! Als würden das die Blutpogo-Asseln während Slime machen: "Doitschland muss sterben..." Und alle Hände hoch...

DAS Bild würde ich gerne mal sehen!

Dann ist der mehr als hochheilige Song "POISON" von Alice Cooper doch tatsächlich von irgendwelchen verkackten Dancefloor-Spinnern verhunzt worden! Mein armes Herz! Und ich kann nichts daran ändern.

Dann ist bald wieder Heiliger Abend. Und ich kann es wieder nicht ändern. Ich kann nur wegrennen, und mich drei Tage am Stück irgendwo einschließen und ins Koma saufen. Das ich auch ja um Himmels Willen nichts davon mitkriege. Boh, wenn ich nur dran denke: Hier Kekse fressen, das die Fischer-Chöre hören... Mir kommt das kalte Kotzen. Und überall diese dämlichen Nikoläuse: Im Schaufenster, an Wänden, im Fernsehen, sogar auf dem eigenen Scheißhaus! Und ich kann es nicht ändern... Aaaaah! Ich dreh durch!

Dann ist heute Abend in Köln ein Metalkonzert, und ich kann mich nicht bis morgen Abend besaufen, weil wir morgen schon wieder irgendwo spielen. Mann, das Leben ist verdammt hart zu mir! Und ich kann es nicht ändern.

Dann habe ich endlich DIE legitime Nachfolgerin für den Schlagzeugposten bei LILI gefunden, und die will nicht sofort im LILI-Proberaum einziehen! Ich werd bekloppt und kann nichts dran ändern.

Boh nä! Und jetzt sehe ich auch noch, daß mein Kasten alle ist! Jetzt darf ich auch noch zum Plus rennen. Mann, leck mich am Arsch, kann doch nicht wahr sein!

In was für einer beschissenen Welt leben wir eigentlich?
 

Prost.
 

Habt n schönes Weihnachten!

Und n guten Rutsch, in was auch immer!

The Kollege

Eher wenig musikalische Neuheiten...

18. Nov.. 2003

Aber: Pünktlich zu den letzten Konzerten im Jahr gibt es eine neue Kollektion von T-Shirts, Girlies & Longsleeves. Außerdem gibt es nach langer Zeit des Wartens & des Nachfragens nun endlich auch wieder Kapuzenpullover! Das macht sich gut, denn es wird ja immer kälter. Schützt Euch also vor Ihr und holt Euch die Klamotten ;-). Die gibt es, neben CD´s, Fanzines, Buttons, etc. im Intershop zu kaufen. Und denkt daran: Immerhin ist bald Weihnachten. Da kann man sich auch was wünschen....

Viel Spaß damit!

Mieschka + the Band

Na? Schön Halloween gefeiert?

05. Nov.. 2003

Schön gegruselt? Dem Konzert in Siegburg steht nichts mehr im Wege! Wider Erwarten haben wir jetzt doch endlich einen Anschlußgig gefunden. Und zwar in Wermelskirchen, zusammen mit den großartigen VAGEENAS und WISECRÄCKER. Also kommt zahlreich.
Desweiteren wirde es bis dahin neue T-Shirts und Kapus geben. Also könnt Ihr bei Euren Eltern ja schon mal einen Wunschzettel für den Weihnachtsmann abgeben ;-) Demnächst dazu mehr.

Mieschka

Ein neuer Senf...

27. Okt.. 2003

...vom Kollegen sowie neue Bildchen sind online. Viel Spaß damit, aber nicht vergessen, beim Vote mitzumachen.

Mieschka

The Dirt - Mötley Crüe

27. Okt.. 2003


Alles klar, watt mutt datt mutt! So fange ich den 463 Seiten starken Schinken an zu lesen, der elegant in rot eingebunden und mit Jack Daniels Flasche bedruckt daherkommt.

Zu den einzelnen Kapiteln erzählt jeder der Jungs seine jeweilige Erinnerung - Mick Mars,git - Vince Neil,voc - Tommy Lee,dr - und Nikki Sixx, b. Manchmal dürfen auch andere betroffene oder geschädigte ihren Senf dazugeben, wie zum Beispiel Manager, Ersatzsänger oder irgendwelche Frauen.

Die ganze Sache ist schon ziemlich geschickt aufgemacht worden, denn die einzelnen Geschichten sind sich zwar ähnlich, aber nie genau gleich, so dass man glatt glauben könnte, die ganzen Erzählungen wären alle ehrlich. Außerdem wird es dann auch nicht langweilig, wenn man die selbe Erinnerung zwei Mal lesen muss.

Die ersten 70 Seiten sind nichts weiter als beschissene Kindheitserinnerungen! Hier alles kacke, da Mama böse, da Papa weg. Heul, jammer. Am schlimmsten hat es wohl Frank Ferrano alias Nikki Sixx erwischt. Er ist immer verprügelt worden, musste tausend Mal umziehen und war schon als kleiner Kacker auf dem sicheren Weg zum ganz fiesen Fixer, was er dann ja auch geworden ist! Das ist wohl auch der Grund, warum nicht mal Tommy ihm in Sachen Arschlochfaktor und Gottcoolnes das Wasser reichen kann. Ich wusste es ja irgendwie schon immer...

Mick Mars ist einige Jährchen älter als die anderen drei, und deswegen wesentlich reservierter und etwas überlegter. Außerdem war er wohl schon immer so nett und hilfsbereit, dass er immer fies ausgenutzt wurde. Selber schuld. Hielt ihn aber auch nicht davon ab, Hardcore-Alkoholiker zu werden und viele, viele Jahre zu bleiben (Weil er jescheit is?).

Jedenfalls fanden alle irgendwie im Hexenkessel L.A. im zarten Alter von rund zwanzig Jahren zusammen und waren die typischen Vollasis: Saufen, kiffen und zusammen in einer heruntergekommenen Hütte wohnen. So in der endsiebzigern war das ja entsprechend schlimmer als heutzutage. Irgendwie zum Musikmachen gekommen und ein paar Scheißbands gehabt (gähn!). Dann hat es Nikki mit LONDON zum ersten Mal gepackt, irgendwas auf die Reihe zu kriegen.

DANN FÄNGT DAS BUCH ERST AN, RICHTIG GUT ZU WERDEN!

Die vier Mötleys ziehen rum, ficken, ballern sich mit allem zu, was sie finden können und spielen nebenbei in kleinen Clubs. So was wie das Troubadour, das Roxy oder das Whisky A Go-Go, was man von Geschichten anderer Glam-Metal-Bands ebenfalls kennt, und wo auch Guns N´ Roses später anfangen sollten, es Mötley Crüe nachzutun...

Am coolsten sind natürlich die Fickanekdoten, wie sie die ersten Groupies rumreichen, sie mit Weinflaschen bearbeiten und dabei beklauen um von dem Geld mehr Drogen zu kaufen. Meine Herren, Daumen hoch.

Seite 105 beginnt mit Vinces Worten: "Es war der Tag, an dem New Wave starb und Rock ´n´ Roll den Sieg davon trug. Der 29. Mai 1983, der zweite Tag des dreitägigen US-Festivals...Ozzy, Judas Priest, Scorpions und Van Halen spielten vor mehr als dreihunderttausend Kids. Genau wir wir!...Oben im Hubschrauber, mit einer Pulle Jack Daniels in der linken, einer Tüte Pillen in der Rechten und einem blonden Kopf, der sich zwischen meinen Beinen auf und ab bewegte, fühlte ich mich wie der König der Welt..."

Danach bumst er die Frau von seinem Manager.

Ein anderes Kapitel beginnt mit Nikki´s Worten: " Was den Spaß anging, war es der Anfang vom Ende: Unbegrenzt viel Kokain...Die Mädchen kamen reihenweise ins Studio und ließen sich ficken. Am Mischpult mit Mikrofonen, in der Küche mit Flaschen und in der Abstellkammer mit Besenstielen, weil wir langsam nicht mehr wussten, was wir noch mit ihnen machen sollten...Später wurde ich durch Kokain paranoid und zog mich immer mehr in mich zurück..."

Die Sache mit dem Kajal fing so an, dass die Jungs das Glam-Image mittlerweile Scheiße fanden, weil es jede Sau kopierte, und zur Tour zu "Shout at the Devil" anders daherkommen wollten. Weil sie damals in ihrer Bruchbude immer "Mad Max" und "Die Klapperschlange" gesehen hatten, pinselten sie sich ebenfalls einen Strich Kajal unter die Augen. In irgendeinem Club begegnet Nikki so aussehend einem wohl ebenfalls breiten Joe Perry von Aerosmith.

Nikki erzählt: "Joe fand das cool, und das reichte mir als Bestätigung. Von da an trug ich nietenbeschlagene Schulterstücke und Kriegsbemalung wie die Benzinpiraten in Mad Max 2. Später ließ ich mir hohe Lederstiefel schneidern, die in den Absätzen Hohlräume hatten, aus denen Rauch quoll, wenn ich einen Knopf drückte...wir hielten uns für die bösesten Geschöpfe auf Gottes Erdboden. Niemand trieb es so oft und so wild wie wir, und niemand kam so unbehelligt mit diesem Benehmen davon. Wir hatten keinerlei Konkurrenz. Je kaputter wir waren, desto großartiger fanden uns die Leute, und desto mehr bekamen wir von dem, was uns noch kaputter machte. Radiosender versorgten uns mit Groupies, vom Management bekamen wir Drogen. Jeder, den wir trafen, schien gern dafür zu sorgen, dass wir ständig völlig weggetreten waren..."

Nikki vögelt sogar Tommys Freundin namens Honey, die sich später sogar mit Tommy verlobt. Allerdings streitet das Paar fortwährend so heftig, dass ihr Tommy sogar mal ein paar Zähne ausschlägt. Wahrschenlich natürlich alles hackebreit, wie alles im Leben der vier Überhelden.

Dann auf Tour prügeln sich die Jungs mit den Typen von AC/DC, kriegen Platin fürs Album und überhaupt alles, was sie wollen. Und zum ersten Mal werden sie vor Abhängigkeit gewarnt, übrigens von Demie Moore. Ach watt, Unfug...

Dann fing zumindest erst mal Nikki an zu fixen. Er erzählt, wie er sich sämtliche Träume erfüllt hat, und sich fragt, was nach dem Riesenerfolg und der Riesenorgie noch kommen könnte. Und er kommt auf die prächtige Idee: Na klar, eine noch viel größere Orgie. Und los ging´s...

Vince fährt im Vollrausch den Hanoi-Sänger kaputt, nebenbei gehen alle Freundschaften und Partnerschaften kaputt und weichen den Drogenfreundschaften und die Band ist sich selber auch schon lange nicht mehr richtig grün. Die Jungs haben somit alles, und gleichzeitig nichts...

Vince musste nüchtern bleiben und sich so den ganzen Druppi-Scheiß seiner Band angucken, bis er wieder rückfällig und schlimmer drauf als vorher war. Nikki ist so fertig, dass er sich von einem Dealer einen Schuß setzen lässt und um ein Haar dran krepiert wäre. Tommy fängt an, Filmstars zu vögeln, in diesem Fall Heather Locklear, und Mick zieht sich komplett zurück, und keiner weiß, dass er nichts anderes macht als saufen. Vom Frühstückskorn bis zum Umfallwhiskey.

Ein Kapitel trägt die Überschrift: "Zu unseren besten Freunden zählen die Drogendealer."

Nebenbei werden natürlich Riesenkonzerte gegeben, das Rockstardasein perfektioniert und immer mehr Scheißsongs geschrieben, weil ständiges Drauf sein nicht gerade die Kreativität fördert.

Zwischendurch werden einige Seiten dazu verschwendet, noch mehr bescheuerte Kindheitstraumata durchzukauen, womit versucht wird, das Verhalten und die Drogensucht zu erklären oder gar zu entschuldigen. Gähn.

Die Girls, Girls, Girls-Tour wurde von unzähligen Drogendealern begleitet, wovon einer immer in einem ausgefallenen Excalibur-Modell vorfuhr, auf dessen Nummernschild DEALER stand. Der Typ artig mit Goldkettchen und Rolex behangen, und im Schlepptau Vorzeigemiezen.

Tommy: "Wir hatten einen riesigen Privatjet, Geld ohne Ende und konnten machen, was uns in unsere blöden Köpfe kam. Die Tour zu Girls war die verrückteste Zeit meines Lebens, oder jedenfalls vermute ich das, denn ich kann mich an nur wenige Einzelheiten erinnern, sondern nur an eine verschwommene Kette völlig irrer Ereignisse...Jeder Tag war geprägt vom ständig neuen Kampf zwischen einer Band auf Zerstörungskurs und einer Plattenfirma, die verzweifelt versuchte, ihre Musiker unter Kontrolle zu halten. Und auch wenn wir einige dieser Schlachten gewannen - den Krieg verloren wir. Es war die letzt Tour dieser Art für uns, auf der die Tage nach folgendem Muster abliefen:

- Kurzfassung-

18 Uhr aufstehen, kotzen, Interviews, geile Party.

20 Uhr Ankunft in der Halle, saufen oder koksen

21.30 Uhr Showtime, während Schlagzeug-/Gitarrensolo knallt man sich die Birne weg

23 Uhr Ende, Wodka, Sauerstoffmaske, "menschliches Entertainment",

Dealer treffen, ficken.

Auf zum Flughafen. Kokain, Wodka, Halcoin-Beruhigungsmittel, Striplokal, Eightballs...

9 Uhr Hotel, Koma bis 18 Uhr, dann wecken und von vorne..."

Na ja, jedenfalls erinnern die Erzählungen doch irgendwie ganz stark an die Knochenfabrik-Touren, da weiß auch keiner mehr was von. Egal.

Nach gut 250 Seiten, und einer guten Hand voll netter Anekdoten, fängt das Buch leicht an zu nerven, weil es in erster Linie nur noch darum geht, wer gerade welchen bösen Dämonen in sich trägt, wer sich mit wem prügelt, wer gerade welche Probleme hat und wer die Band verlassen will. Trotz des immer noch unbeschreiblichen Erfolges, zerfressen Egotrips und Drogen alles, was mit der Band zu tun hat. Nebenbei kommt der ein oder andere mal in den Knast, mal länger, man kürzer, um sich dann ein besseres Leben vorzunehemen und es dann doch nicht zu schaffen.

Mittlerweile sind die Crües schon einige Jährchen erfolgreich, Guns N´ Roses werden berühmt und Vince und Axl liefern sich in der Presse fiese Schlammschlachten. Ego gegen Ego.

Dann geht Mötley Crüe als Band geschlossen in den Entzug, um bei der nächsten Tour klar im Kopf zu sein und sich permanent zu langweilen. Toll, das will man lesen, gähn. Joggen, Mineralwasser, Gespräche.

Erstmal läuft alles gut, aber dann verkrachen sich die Jungs fieser als je zuvor mit der ganzen Welt, dann noch untereinander und zum Schluß fliegt Vince als Sänger raus.

Das einzige, was da noch berührt, ist, wie Vince seine Tochter verliert, die Krebs gehabt hatte.

Streit hier, Beziehungskrise da, das Buch wird immer zäher zu lesen. Dann kriegen die Jungs plötzlich mit: Ach joh, wir sind ja alle auch noch Väter. Heul und Schluchz. Jeder will ein prima Daddy sein, aber die Mamis lassen das nicht zu. Klage hier, Klage da, Gerichtstermin. Verfluchte Scheiße, das interessiert mich einen Dreck!!!!

Ich will Rockstargeschichten lesen, und nicht so blöde Heulereien wegen irgendwelcher Scheißnutten, in die sich die Jungs mal in ihren benebelten Gehirnen verliebt haben! Verflucht!

Dann wälzt Tommy in epischer Breite die Geschichte mit Pamela Anderson aus, und das er doch die Kinder liebt, heul heul.

Nebenbei hält der Grunge Einzug, und keine Sau braucht ein weiteres Mötley Crüe-Album. Die Jungs springen auf den Trendzug auf, und siehe da, welche Überraschung, aus den Stadien werden Hallen, und aus den Hallen werden Clubs, in denen unsere einstigen Helden vor fünfzig Mann spielen. Toll. Echt toll.

Dann doch wieder eine peinliche Reunion-Tour mit Vince, wo sich zwar Nikki und Vince wieder anfreunden, aber Tommy in einem eigenen Bus hinterherfährt, damit er die Scheiß Fresse von Vince nicht sehen muss. Dann der Krach, das war´s für ZWANZIG JAHRE MÖTLEY CRÜE!

Ohne Tommy gab es ja dann noch das New Tattoo-Album, das laut Nikki endlich wieder ohne interne Spannungen aufgenommen wurde. Somit wären wir auch schon in der Neuzeit, wo wirklich kein Schwein Mötley Crüe noch braucht.

Ich bin mir ja immer noch nicht sicher, ob ich dem Frank zustimmen soll, das Mötley Crüe wirklich nicht einen einzigen Hit hatten. Na ja, für die Zeit damals waren das bestimmt DIE Burner! Wenn man das so heute hört, dann brennen die ja wirklich noch nicht einmal ein Loch in die Tischdecke.

Am Schluß des Buches trifft Tommy nach einem Jahr Funkstille Nikki wieder, weil ihre beiden Söhne in der gleichen Klasse zur Schule gehen. Ach Gottchen, wie Romantisch.

Na gut, Riesenbuch, Riesengeschichte, da sieht man das alles wieder mit anderen Augen. Zu Anfangs langweilig, in der Mitte ziemlich cool, gegen Ende immer zäher. Anfangs waren in der Reihenfolge die Drogen, die Frauen, die Band wichtig. Jetzt sind es offiziell die Familie, die Band und andere Beschäftigungen wie Autorennen fahren. In Wirklichkeit könnten das aber auch Heroin, Bewährungshelfer, Alkohol, Steuerberater und fremde Frauen sein.

Wen interessiert das?

Nur ein Buch, mit dem ein paar abgehalfterte Rockstars, die ihre Millionen sinnlos verballert haben, einen schnellen Dollar machen wollen. Um irgendwas abzubezahlen. Ihre Villen oder so.

Trotz allem bleibt Nikki das absolut coolste Arschloch der Welt, und ich feier auch weiterhin jeden Bericht ab, in dem Tommy als Hurensohn betitelt wird, weil er wieder irgendwelche Schauspieler-Schlampen gebumst hat! Gut so, Tommy.

Abschließen will ich mit einem Stück Text, mit dem das Buch ebenfalls aufhört. Und das bemerkenswerte daran ist: So eine Scheiße haben sich hunderte von Bands aus den Fingern gesogen, aber bei Mötley Crüe beschreibt das die Wahrheit:


SPENT A MILLION DOLLARS ON AMPHETAMINES,

CRASHED A LOT OF CARS,

FUCKED ALL THE STUPID STARS IN HOLLYWOOD,

BECAUSE I COULD, BECAUSE WE COULD!

Ja, sag ich doch. Prost.

The Kollege

BWB-„Schweiztour“ 2003...

16. Okt.. 2003

...oder The biggest & costliest BWB-Tour ever oder Nur Idioten hier auf dieser Welt oder Raststättenfußball!!! oder Applaus für Kaiser! oder Was weiß ich…

Ihr müsst Euch das so vorstellen. Wenn wir eine ganze lange Zeit mal nicht unterwegs waren juckt es mich dermaßen in den Fingern, Füßen usw., daß ich unbedingt mal wieder raus muss. Auf Tour. Aus irgendwelchen Gründen dachte ich mir Anfang des Jahres, daß wir, wie alle großen deutschen Rockbands, doch unbedingt mal in die Schweiz müssten. Die Kontakte waren schnell über www.punkportal.de hergestellt und so ergab es sich, daß mit dem 12. und 13. September, mit einem halben Jahr Vorlauf, also im März 2003, zwei relativ feste Gigs in im Banken- und Taschenmesserland bestätigt bekommen hatten. Ursprünglich sollte das ganze eine Woche später starten, aber da ich von Fabi Pfeffer striktes Konzertorganisierungsverbot erteilt bekommen habe, für Tage an denen jemand aus seiner Verwandtschaft Geburtstag hat, konnte ich das Unglück noch abwenden und die Gigs eine Woche vorverlegen. Freudig im Proberaum angekommen, erkläre ich den Jungs, was ich organisiert habe & bekomme erst einmal ein ungläubiges Kopfschütteln. Ist ja noch Zeit. Da kann noch viel passieren. Wie Recht sie behalten sollten.

Da so eine Tour in die Schweiz ja doch recht weit ist, dachte ich mir, ist es aber auch noch besser einen Gig für den Tag darauf oder davor zu bekommen & trat mit dem Flo von BACKSLIDE bei Ihrem Tourzwischenstopp mit DRITTE WAHL und EXPLOITED in Berlin in Kontakt, von dem ich wusste, daß er auch des Öfteren Konzerte organisiert hat. Und er kommt ja aus der Freiburger Ecke, was ja praktisch direkt vor der Schweizer Grenze liegt. Leider hat er dahingehend seine Aktivitäten auf Eis gelegt, versprach mir aber, ein paar Kontakte zukommen zu lassen, die so was in dieser Region noch tun würden.

So kam wiederum der Kontakt zu Oli von, damals noch OLI & ELA RECORDS, jetzt RANDALE RECORDS zustande, der meinte: „Klar, ich mache am besagten Wochenende ein Festival. Und da wollte ich sowieso am Tag vorher, den 11.9. was machen.“. Man was hatte ich mich gefreut. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, an einem Donnerstag noch einen Gig rein zu bekommen. Und so nahm das Unglück seinen Lauf…

Mitte August teilt mir der Veranstalter des einen Gigs in der Schweiz mit, daß der Laden an diesem Tag doch schon gebucht ist. Für eine Technoparty. Wenn wir so was ähnliches machen würden, könnten wir an dem Tag auch gerne dort spielen. Haha, wie witzig. Die scheinen nicht mal in unsere CD rein gehört zu haben. Naja, egal, ich kriege das schon noch irgendwie hin. Ich telefoniere und maile in der Welt herum und bekomme den Kontakt zu Tom (ex-BILDungslücke). Der hat wiederum die tschische Punklegende „E!E“ am Start und will uns gerne unterbringen, wenn wir sie bei den anderen beiden Konzerten mitnehmen. Kein Problem, meine ich. Dann ist ja alles in Butter.

Denkste. Knapp zwei Wochen vor unserem einzigen Gig in der Schweiz, sagt uns der Veranstalter ab, weil man die Möglichkeit bekommen hat bei irgendeinem Festival als Club das Catering zu machen, was natürlich mehr Geld für den Club bringt als ein Konzert zu veranstalten, was schon ein halbes Jahr geplant ist. Naja, wenn die Penunsen rufen, folgt man dem Geruch des Geldes gern… Oder so ähnlich. Damit fiel also schon mal der erste Gig der „Tour“ flach.

Mittwoch, 10.9.2003: Nach wochenlanger Suche nach einer günstigen Fahrgelegenheit – Wir wollten schon mit einem Bus fahren, da wir dachten, so kämen wir günstiger bei weg und außerdem ist es ein besseres Feeling, wenn man so schön zusammen sitzt. - bekomme ich am Wochenende zuvor noch einen Tip, wo man günstiger als bei SIXT, EUROPCAR und wie sie auch alle heißen, einen Bus mieten kann. Schnell im Netz danach gesucht und siehe da: HIGHWAY TIGER in Kreuzberg vermietet tatsächlich relativ günstig Bandtourbusse. Später stellt sich heraus, daß es sich beim Betreiber der Firma um den ehemaligen Sänger Kreuzberger PunkROCKband SCOT FREE, Noppa handelt. Ja und nun stehe ich vor unserem Schätzchen. Das erste Mal in unserer Bandkarriere haben wir uns einen Bus gemietet. Und was für einen. 9-Sitzer, Riesenladefläche und Bett. Zumindest von der Ladefläche her hätten wir noch 2 weitere Band mitnehmen könne, stellen wir fest, als wir das ganze Zeug noch am Abend einladen. Schließlich sollte es ja Donnerstag früh um 8 Uhr losgehen. Aber wer uns kennt, der weiß, daß wir noch nie so richtig pünktlich losgekommen sind, wenn es auf Tour ging.

Verhältnismäßig pünktlich schaffen wir es, zusammen mit Naddel als Merchvertretung und Kaiser von Oderflut (www.oderflut.de) um 9.00 Uhr Frankfurt (Oder) zu verlassen. Wir mussten aber noch kurz nach Berlin rein, weil wir noch 3 Leute, über die Mitfahrzentrale vermittelt, mitnehmen mussten. Kann ja nicht schaden, etwas mehr Geld einzunehmen. Wer weiß wie viel am Wochenende überhaupt für uns übrig bleiben sollte. Außerdem ist es (zumindest für uns) lustiger auch mal andere Gesichter zu sehen. Am Anfang fanden sie es wohl auch lustig, mal mit einer Band auf Tour zu sein. Später wurde es auf den „billigen“ Plätzen aber immer ruhiger. Keine Ahnung warum. Die Musik war laut und gut. Und bis auf mir als Fahrer, schmeckte, glaube ich, auch jedem sein Bier ganz gut. Unter den 3 Mitreisenden war ein Australier, der in Europa ein wenig herumreisen wollte. An sich nicht schlecht, später fragen wir uns aber wie er das schaffen will. Aber dazu an anderer Stelle mehr.

Alle waren wir gut gelaunt. Schön die A9 runter tuckern, ab und zu ´n Tankstop. Nichts Besonderes. Einen Fußball wie sonst hatten wir nicht mit. Dafür eine ausgefüllte und mit allen Punkten versehene ARAL-Tankkarte. Es lief gerade eine Aktion, wo man für eine eben solche Karte einen Fuß-, Volley-, Basket-, oder ein paar Tennis- oder Golfbälle umsonst bekam. Für einen Euro mehr auch noch ne Ballpumpe dazu. In Berlin und Frankfurt waren die Dinger gerade aus. Und kam mal eine Lieferung, waren die Bälle nach spätestens einer Stunde schon wieder aus. Ich machte mir große Hoffnungen, wenigstens an irgendeiner anderen ARAL-Tankstelle einen Fußball zu bekommen. Schließlich lagen ca. 2400 km vor uns.

Und weiter die A9 runter. Immer noch nix Besonderes. Für einen Schmunzler sorgt nur unser Rettungssanitäter Robert, der uns weismachen will, daß in der „Münchberger Senke“, die wir gerade durchfuhren, vor Jahren mal ein Auffahrunfall geschehen ist, bei dem auf 800 Metern 1000 Autos in einander gefahren sind. Er meint, er hätte das auf einem Video gesehen bei der Ausbildung. Später relativiert er das aber und korrigierte die Zahl auf „eine ganze Menge“. Für alle, die es genau wissen wollen: Ich habe mal im Netz gesucht und fand heraus, daß 170 Autos waren. Ein kleiner aber feiner Unterschied. Kaiser bekommt seinen ersten Applaus, weil er mit uns mitgefahren ist. Noch genießt der ihn. In den folgenden Tagen lernte er aber, ihn zu hassen, weil er ihn von nun an bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zu hören bekam. Auf Tour kommt man eben auf blöde Ideen. Glücklicherweise haben wir auf dieser Tour noch nicht das „Headnut-Bashing“ erfunden, was erst eine Woche danach kam…

Ja und dann war es auch schon bald soweit. Kurz hinter Nürnberg kam der Anruf vom Veranstalter des Konzertes heute Abend in Rottweil. Er meinte, die Stadt stellt sich quer und hätte ihm für das heutige Konzert keine Ausschankgenehmigung erteilt. Daher könne das Konzert nicht stattfinden. „1000 mal Entschuldigung.“, „Ja, was machen wir nun?“, „Äähh, Ihr seid schon unterwegs!?“ usw. Das senkt die Stimmung im Bus natürlich gewaltig.

Auch sein Zusatz: „Äähh, in Offenburg soll heute noch eine Band spielen. Vielleicht kann ich Euch dort unterbringen…“ kann uns nicht wirklich aufheitern. Denn schon jetzt glauben wir so richtig daran nicht. Wir fahren erstmal weiter und hoffen einfach.

Erstmal mussten wir einen kleinen Umweg nehmen und direkt in Stuttgart rein fahren, weil die erste „Mitfahrerin“ abgesetzt werden musste. Stuttgart ist eine hässliche Stadt und ich muss ständig an das Lied von WTZ „Stuttgart“ denken. Lustigerweise fahren wir auch direkt nach dem wir sie abgesetzt haben auf der Autobahn durch das WÜRMTAL, woher ja der Name besagter Kombo herrührt.

Nach ca. 12 Stunden Fahrt treffen wir endlich in Rottweil ein. Dort erwarten uns bereits Oli und Tom mit hängenden Gesichtern. Auch Offenburg hat nicht geklappt & E!E sind bereits nach Hause gefahren. Kann man ihnen nicht übel nehmen. Während Oli ziemlich bedröppelt dasteht und nichts so richtig mit sich anzufangen weiß, ist Tom um einiges fitter und lädt uns am morgigen Tag zu sich nach Wiesbaden ein, daß wir wenigstens einen Platz zum schlafen haben. Für heute hatten wir Gott sei dank einen Schlafplatz bei meiner Freundin, die ursprünglich ganz aus der Nähe von Rottweil kommt. Wir verbleiben so, daß wir es uns überlegen. Erstmal wollten wir irgendwo was trinken gehen und dann auch nur noch schlafen…

Teil II - folgt(e nicht) ;-)

Hmmh, fast schon ein Monat her...

16. Okt.. 2003

...daß es die letzten News gab. Jetzt aber Beeilung. Die meisten von Euch haben vorgestern sicher den Newsletter erhalten und dürften Bescheid wissen. Denen, die ihn nicht bekommen haben rate ich, entweder mal seine Mails zu checken bzw. Euch für selbigen auf der Startseite anzumelden. Wenn ihr das nicht tut, ist das auch nicht so schlimm. Hier könnt Ihr ja auch noch das Wichtigste nachlesen. Nur eben alles etwas später und unpersönlicher. Egal. Es geht um folgendes:
Es gibt wieder mal ´ne Abstimmung, wo wir auf Eure Mithilfe angewiesen sind. Das ganze läuft in etwa wieder so ab wie beim VANS WARPED TOUR - Gewinnspiel. Diesmal nur in einem etwas kleineren Rahmen. Eigentlich wollen wir ja gar nicht auf irgendwelchen Bandcontests spielen. Das scheint aber in letzter Zeit in Mode gekommen zu sein. Diesmal geht es um einen bzw. 2 Auftritte in Berlin. Der erste wäre ein so eben besagter Contest, an dem man allerdings nur teilnehmen kann, wenn die "Jury" (hoffentlich nicht aus Dieter Bohlen bestehend) einen zulässt. Für ihre Entscheidungsfindung haben sie jetzt unter http://www.pogoclub.de/internetbandvoting.htm einen Poll eingerichtet, wo man wieder mal für seine Lieblingsband abstimmen kann. Das wären in diesem Fall wieder wir. Sollten wir bei diesem Contest gut abschneiden "winkt" als Gewinn ein Auftritt mit DRITTE WAHL, GERM ATTACK, SPN-X usw. Eigentlich haben wir ja so was gar nicht nötig. Aber es macht trotzdem mal wieder Spaß, zu sehen, wo wir stehen. Da es beim letzten Mal so gut geklappt hat (Wir sind immerhin unter die letzten 50 Bands von 280 gekommen), hoffen wir, daß es diese Mal genauso gut klappt. Also haut in die Tasten, wir zählen auf Euch.
Aber aufgepasst: Die Anmeldung spinnt ein bisschen, deswegen müsst ihr einfach, nachdem Ihr euch angemeldet habt und die Fehlermeldung erscheint, direkt auf den Link zum Vote klicken, euch einloggen und dann sollte alles glatt gehen.
Endlich gibt es auch, wenn auch vorerst nur der erste Teil, den Bericht über die unsere "Schweiztour" im September diesen Jahres. Demnächst dann der zweite Teil und auch die Fotos dazu. Ich hoffe, daß verkürzt Euch die Zeit ein wenig bis zu den nächsten News und ich lasse bald wieder von mir hören. Versprochen!!!

Bis bald.

Mieschka + Band

Ohne Deine Freunde bist Du ein Scheiß!

22. Sep. 2003


Wenn Du zum Beispiel Tennis spielst, und Du gehst auf den Platz um ein Match zu spielen, für wen spielst Du? Für Dich alleine? Für die Ehre? Für zum gegen die Langeweile sein? Nein! Irgendwo gibt es da eine Hand voll Leute, die Dich dafür abfeiern! Vielleicht stehen die sogar direkt neben dem Platz. Und saufen. Oder stricken. Oder langweilen sich den Sack in den Bauch.

Vielleicht raffen die auch gar nicht, was man an so einem dämlichen Scheißsport so geil finden kann. Vielleicht teilen die alles mit Dir, außer das Verständnis für Deinen Sport, Deine Leidenschaft wo Dein Herz dran hängt. Aber jeden Scheiß Punkt den Du machst, machst Du automatisch auch für Deine Freunde. Vielleicht sind Deine Freunde saustolz auf Dich, auch wenn sie es nie gesagt haben und nie sagen werden.

Es kann ja sogar sein, das Du in dem beschissensten Tennisclub der Welt spielst, der niemals auch nur ein erbärmliches Spiel gewonnen haben, und auch Du reihst Dich nahtlos ein und verlierst mit eiserner Kontinuität jeden Punkt. Aber in wessen Augen kannst Du überhaupt gar nicht verlieren...?

...genau.

Und diese Sicherheit kann einem höchstens eine frisch gebackene Mutter geben, die das erste Mal ihr neugeborenes glücklich im Arm hält. Wenn Begriffe wie Familie irgendwie wichtig sind, dann zählt jede Art von Freundschaft auch dazu. Auch die, wo Du nur bei einem Wehwehchen ein Trostpflästerchen von irgendwem irgendwann mal bekommen hast. Denn wer gibt Dir auch nur ein Pflästerchen, wenn er sich einen Scheiß um Dich kümmert?

Sogar Saufkumpanen gehören dazu, so schlimm das auch sein mag. Wenn man glaubt (Vorsicht: Geigen, Harfen, Chöre...), das Leben aus vielen verschieden Schichten besteht, dann gehören Saufkumpanen jedenfalls zu den angenehmen. Es empfiehlt sich natürlich innerlich abzustecken das die nie anrufen werden um nachzuhören ob es Dir auch gut geht...

...was auch vollkommen in Ordnung geht, denn wann hast Du das letzte Mal irgend einen Saufkumpanen angerufen um über was anderes als saufen zu sprechen?

Jedenfalls ist das schöne am saufen gehen nicht in erster Linie die Sauferei selber, sondern die Sauferei mit seinen Kumpels. Ohne die (oder im schlimmsten Fall „den einen“) wäre sogar saufen komplett sinnlos. Kann man mal einen Gedanken dran verschwenden...

Wenn ich wissen würde, das da nirgendwo irgendeiner sitzen würde, der sich auch nur den kleinsten Scheiß für meinen Mist interessiert, dann könnte ich mich genau so gut sofort erhängen!

Wenn ich meinen Sentimentalen kriege geht es in der Hauptsache immer darum. Und das nicht ohne Grund. Wenn ich dann so was höre wie: „...das mache ich nur für mich!“ dann finde ich das traurig. Hat dieser jemand denn keine Freunde? Was ist das denn bitte für eine seelenlose Scheiße, wenn man seinen Dreck nicht auch für irgendjemand anderes macht? Wenn man die beiden wichtigsten Sachen im Leben verbinden kann, dann ist das was verdammt wichtiges: Seine Leidenschaft und seine Freunde!

Das ist doch genau das, was Leben ausmacht! Ich jedenfalls bin stolz wie Oskar, wenn ich auf eine Bühne gehe und da steht ein Freund der meinen Rotz abfeiert. Dann ist doch automatisch jeder Ton auch für meinen Freund. Der bräuchte das nicht mal besonders gut finden, und ich würde ihm das auch nicht übel nehmen, und trotzdem ist er ein Teil davon, er ist der Backround, er gibt mir den Halt hinter der Sache. Dabei könnte er genau so gut irgendwo anders vorm Fernsehen sitzen und den Bullen von Tölz gucken! So lange ich da irgend einen Kumpel habe ist alles vollkommen OK!

Und wenn mein Kumpel auf den Platz geht und Fußball spielt, auf die Bühne krabbelt und Musik macht, meinetwegen sogar im schwulen, weißen Outfit Ballett tanzt oder auf dem Tennisplatz ein Match spielt, für wen spielt er automatisch auch...?
 

Und egal ob der Auftritt gut oder Scheiße war oder das Spiel gewonnen oder verloren wurde: Mit wem, dem das Scheißegal ist, geht er sich einen Tag später tierisch besaufen...?

The Kollege

Studioarbeit

22. Sep. 2003

Studioarbeit: Warten.

Als nicht-Musiker stellt man sich die Studioarbeit irgendwie ziemlich cool vor. Ist sie aber nicht. Ich hätte nie gedacht, das ich so was mal sagen würde, aber: Werdet bloß Schlagzeuger!

Denn das Schema ist kurz gesagt folgendermaßen. Zuerst spielt der Schlagzeuger alleine seine ganze Scheiße ein und ist dann komplett fertig mit der Arbeit. Die anderen warten in der Zeit. Dann kommt der Bassist, spielt seinen Scheiß zum Schlagzeug ein. Die anderen warten derweil. Dann Gitarre eins, dann Nummero zwo, dann Gesänge. Alles immer einzeln und schön der Reihe nach, während die anderen ...

w a r t e n.

Gut. Wir kleinen CHEFDENKER gehen also ins Studio in Bottrop, da wo von wegen Warner Bros. Movie Park und so. Der Park ist natürlich viel zu weit vom Studio weg, und außerdem ist der eh Scheiße. Na ja, es geht ja auch ums arbeiten und nicht ums Vergnügen.

Gut. Tag 1

Wir kommen pünktlich an, der Kaffee brutzelt schon, wir kriegen den Aufenthaltsraum gezeigt. Alles klar. Kurz unseren ganzen Kram runterschleppen, und dann kommt des Musikers Lieblingsbeschäftigung: WARTEN.

Die Sonne scheint, also auf Bewerten in der Stadt. Wir stiefeln also quietschvergnügt los Richtung Bottrop-Fußgängerzone. Bottrop besteht aus ein paar Straßen mit allerhand lustigen, kleinen Geschäften und ungefähr zwanzig (!) Spielhöllen. Man könnt ja meinen, in so einer Vorstadt ist was los. Aber Pustekuchen. Während wir die Straßen auf und ab marschieren passiert – nichts. Wie ausgestorben. Fehlt eigentlich nur noch der obligatorische Dornenbusch aus Westernfilmen, der vom Wind über die Straße geweht wird.

Na gut, auf zurück ins Studio. Mal hören was der Matze so treibt. Matze macht Schlagzeugerpimmeleien. Hier was lauter, da mehr Bass, was weiß denn ich. Mal kurz dazusetzen, bisschen klugscheißen, paar Kekse fressen, schon wird es was langweilig. Außerdem hat der Mischer eine Engelsgeduld, ich würde jetzt schon unkontrolliert rumbrüllen. Egal. Hm, noch nicht mal Mittag, was tun? Wie wartet man jetzt am coolsten? Saufen wäre jetzt richtig Metal, aber kann ja sein das man für irgendwas mal gebraucht wird. Sei es zum reinhören in die Aufnahme, sei es für Fragen bezüglich der Stücke oder sonst was. Kaffee kochen. Scheiße, saufen fällt also weg.

Ah, jetzt eine schöne, gesunde Pizza. Gesagt, getan. Super, schon wieder zwanzig Minuten rumgekriegt. Wieder zurück in den Aufenthaltsraum. Meine Fresse, macht das Rockstarleben einmal Spaß. Erst mal gucken, was zufällig für CDs am Start sind. Geringe Auswahl, aber zum Glück DANKO JONES. Volle Lautstärke. So lässt es sich leben. Disco und ich starren beim zuhören gemeinsam Löcher in die Luft, während er konsequent die Bude zuqualmt. Dabei freuen wir uns über jede kleine Abwechslung, zum Beispiel über den gemeinsamen Bierschiss und das dadurch entstehende, neue Aroma, welches das Ambiente im vermockten Raum noch unterstreicht.

Rubbel die Katz: Mittag. Essen. Schwere Entscheidung: Hmm, Pizza. Alles klar, satt, zurück. Matze ans Schlagzeug, wir in den Aufenthaltsraum. Oh, lange nicht hier gewesen. Gut. DANKO JONES, aufdrehen. Blähen. Rauchen, Disco aktiv, ich passiv. Dabei essen in sich reinschieben. Löcher in die Luft starren. Tüdlüü...

Jetzt ist genug. Bewerten. Diesmal auf zur Fußgängerzone. Das gleiche Bild, ein Abziehbild von Morsbach. Nix los. Geil. Bei der Gelegenheit mal was essen. Und zurück in unseren Aufenthaltsraum. Wäre es nicht so komisch würde ich heulen. DANKO JONES, blähen usw.

Mittlerweile halten wir das auch schon zwei Stunden am Stück aus. Immer mal wieder kurz runter in den Aufnahmeraum, zwei schlaue Sätze abdrücken, hoch gehen und warten.

Ich entschließe mich in die Videothek zu gehen und zu gucken, wie denn so die Pornoabteilung sortiert ist. Oh, das lobe ich mir, alles dabei, nach Sparten geordnet, große Auswahl. Wie sich das für Pornoecken im Dorf gehört, versuchen die braven Familienpapis sich nicht dabei erwischen zu lassen, wie sie hastig durch die Tür huschen wo „ab 18“ draufsteht. Außerdem haben die da sogar den Porno den SNOOP gedreht hat, sehr artig.

Den Sex-Shop hebe ich mir für morgen auf, wir sind ja schließlich insgesamt vier Tage am Stück hier.

Zurück, Warteraum, DANKO, furzen, fressen. Männerwelt. Nach insgesamt neun Stunden warten ab nach Hause, ein bis zwei kleine Bierchen trinken.

Tag 2

Uppala, ein bis zwei Bierchen zu viel. Auf nach Bottrop Gott-City. Immer noch Schlagzeug-Aufnahmen. Essen, Bierschiss, DANKO JONES, Stadtbummel, kurz im Aufnahmeraum wichtig tun, Mittagessen, warten.

Besuch im Sexshop. Das Highlight des Tages. Am Eingang ein typischer sechzigjähriger Kettenraucher mit Faltengesicht. Der Laden klein, gammlig, stinkend, Pornokinobesuch fünf Euro und zehn Cent. Na, das nenne ich eine ausgewogene Preispolitik. Ich war aber zu feige mir in dem ausgesprochen angenehmen Umfeld einen runterzuholen. Außerdem spielt man ja auch bekanntlich besser Fußball wenn man unter Druck steht. Mit der Gitarre ist das bestimmt genau so. Dafür habe ich mir mal was ganz neues gegönnt: Pizza und Kaffee.

Also essen, DANKO JONES, usw. Mittlerweile können wir schon mitsingen. Bottrop-Bummel, gähn. Gegen Abend stehen die Schlagzeug-Spuren. Und jetzt kommt der Grund, warum es Schlagzeuger am besten haben. Ab jetzt ist die Arbeit getan, und man kann saufen bis es kracht. Na gut, dann darf man natürlich nicht mehr klugscheißen gehen im Aufnahmeraum, aber das kümmert dann auch nicht mehr. Disco macht gerade mal in 150 Minuten die kompletten Bassspuren klar und ab nach Hause.

Ah, Bier. Lecker.


Vorerst vorletzter Tag.

Claus fängt mit seiner Gitarre an. Was macht man als anderer Gitarrist? Na, rate? Rate? Naaa…? Genau. Warten.

Stöhn. DANKO JONES aufreißen, Pizza fressen, Kaffee saufen, Bierschiss begackern, Bude zuqualmen, öde Spaziergänge. Tittenmagazine und Bravo kaufen. Manchmal runtergehen, Claus beim rumschreien zuhören. Tag zu Ende.

Zu Hause kurz noch ein bis zwei Bierchen. Sportstudentinnen sind übrigens immer Einstellig.


Vorerst letzter Tag

Ankommen, DANKO usw. Gegen Abend wird Claus dann auch schon fertig, und ich spiele in zehn Minuten zwei Songs ein, Feierabend.

Vierzig Stunden warten für drei Tönchen. Geht doch noch.

Nächste Woche sind wir Freitag bis Sonntag noch die letzten drei Tage im Studio, dann ist Ende. Am liebsten wäre mir, ich müsste gar nicht einspielen, sondern dürfte nur warten. Das kann ich nämlich jetzt wie kein zweiter. Prost.

The Kollege